Phantastik aus Indie-Verlagen – #wereadindie

Die 10 besten Indie-Titel auf phantastisch-lesen

Der Blog Literaturen hat mich angesteckt und so möchte auch ich auf 10 tolle Phantastik-Bücher aus den Programmen kleiner, unabhängiger Verlage aufmerksam machen.

Die hier gewählte Reihenfolge ist rein willkürlich und entspricht keinem Ranking. Die Auswahl der Titel richtet sich einerseits nach der Bewertung, andereseits möchte ich möglichst verschiedene Phantastik-Genre und Indie-Verlage berücksichtigen.

„Die Rückkehr der Kriegerin“ von Susanne Pavlovic aus dem Amrûn Verlag

Die Rückkehr der Kriegerin © Amrûn
Die Rückkehr der Kriegerin © Amrûn

„Die Rückkehr der Kriegerin“ von Susanne Pavlovic ist alles andere als Fantasy von der Stange, auch wenn man das Personal aus den Klassikern des Genres kennt. Das fanden auch die Wähler des Deutschen Phantastikpreises und kürten den Roman zum „Besten deutschsprachigen Roman 2016“

Mehr über „Die Rückkehr der Kriegerin“ erfahrt ihr in meiner Rezension.

 

„Maschinenseele“ von Chris Schlicht aus dem Hause Feder & Schwert

Maschinenseele © Feder & Schwert
Maschinenseele © Feder & Schwert

„Maschinenseele“ von Chris Schlicht ist der zweite Band mit dem Ermittler Peter Langedorf, der bizarre Verbrechen im Grostadtmoloch Frankfurt-Wiesbaden aufklärt. „Maschinenseele“ ist düsterer Steampunk aus Deutschland, den die Autorin mit ein wenig hessischer Mundart aufgelockert hat.

Meine Rezension zu „Maschinenseele“ findet ihr hier.

„Galdäa-Der ungeschlagene Krieg“ von Karsten Kruschel vom Wurdack-Verlag

Galdäa © Wurdack
Galdäa © Wurdack

„Galdäa-Der ungeschlagene Krieg bietet tiefe Einblicke in einen genial erdachten Kosmos“, so befand Gastrezensent Klaus Volmer. Der unabhängig lesbare Roman aus dem „Vilm“-Kosmos Karsten Kruschels fesselt mit grandios gezeichneten Charakteren und lässt glücklicherweise viele Fragen unbeantwortet.

Hier geht es zur kompletten Rezension zu „Galdäa-Der ungeschlagene Krieg

 

„Der Teufelskeiler“ von Joe Lansdale vom Shayol-Verlag

Der Teufelskeiler © Shayol
Der Teufelskeiler © Shayol

Der Autor Joe Lansdale ist immer eine Empfehlung wert, egal ob Krimi oder Phantastik. Lansdales Werk entzieht sich jeglicher Kategorisierung und besticht durch gute Geschichten scheinbar mitten aus dem Leben. Bei Landale fließt darin auch das Übernatürliche mit ein, ohne es zwanghaft zu bemühen.

Tim König war so nett, phantastisch-lesen die Rezension zu „Teufelskeiler“ zur Verfügung zu stellen.

„Der Elbenschlächter“ von Jens Lossau & Jens Schumacher wieder von Feder& Schwert

8257_LYX_ELBENSCHLAECHTER_01.IND5„Der Elbenschlächter“ ist der Auftakt zu einer inzwischen fünfbändigen Reihe von Fantasy-Krimis mit Meister Hippolit und Jorge, dem Troll. Zu jedem einzelnen Band findet ihr hier eine Besprechung und allein das zeigt schon, wie gern ich diese schrägen Abenteuer mit Trollsprichwörtern und veralberten Fantasy-Stereotypen liebe. Ursprünglich erschien die Serie bei Egmont-Lyx (siehe Cover), inzwischen jedoch bringt sie ausschließlich Feder&Schwert heraus.

Hier entlang zur Rezension des „Elbenschlächters„.

„Maschinenkinder“ von Frank Hebben erschienen bei Shayol

Maschinenkinder © Shayol Verlag
Maschinenkinder © Shayol Verlag

„Schnell rein, schnell raus und so viele Tote wie möglich.“ – so beschreibt Frank Hebben sein dichterisches Werk. Diese 14 Cyberpunk Kurzgeschichten gehören zum skurrilsten, was dieses Genre zu bieten hat.

Mehr zu „Maschinenkinder“ – hier.

„Alle Zeit der Welt“ von Pia Biundo erschienen bei Saphir im Stahl

alle zeit der welt
Alle Zeit der Welt © Saphir im Stahl

In „Alle Zeit der Welt“ fliegt ein Forschungsschiff in den Weltraum, das Kontakt zu einer extraterrestrischen Intelligenz, die der Erde Signale gesendet hat, aufnehmen soll. Was auf den ersten Blick wie „Star Trek“ anmutet, entpuppt sich als eine Parabel zum Thema Menschlichkeit.

Mehr über „Alle Zeit der Welt“ könnt ihr in meiner Rezension nachlesen.

 

 

„Die Geißel des Himmels“ von Ursula K. Le Guin erschienen bei edition phantasia

Die Geißel des Himmel © edition phantasia
Die Geißel des Himmel © edition phantasia

Ich kann (und will) es nicht leugnen, dass Ursula K. Le Guin zu meinen Lieblingsautoren gehört, daher darf sie hier keinesfalls fehlen. Glücklicherweise hat die edition phantasia vor Jahren einige SF-Titel der großen Phantastik-Autorin herausgebracht, unter anderem diesen klugen Roman mit psychologischem Einschlag.

Mehr zu „Die Geißel des Himmels“ findet ihr hier.

„Die zerbrochene Puppe“ von Judith und Christian Vogt erschienen bei Feder & Schwert

Die zerbrochene Puppe © Feder & Schwert
Die zerbrochene Puppe © Feder & Schwert

Auch „Die zerbrochene Puppe“ ist mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet worden, im Jahr 2013 ebenfalls in der Kategorie „Besten deutschsprachiger Roman“.  Dieser Steampunk-Krimi entführt uns in die vereiste Welt Æsta, eine künstliche Insel auf der Rohstoffe ausgebeutet werden. Naðan sucht den Mörder seiner Ehefrau, einer genialen Erfinderin, die anscheinend ihren Geist auf eine Puppe übertragen hat. Jedenfalls unterstützt Ynge den verzweifelten Mann auf seiner Jagd mit klugen Ratschlägen.

Zu meiner kompletten Rezension über „Die zerbrochene Puppe„geht es hier.

Last but not least:

„Der Höllenexpress“ von Christopher Fowler erschienen beim Luzifer-Verlag.

Der Höllenexpress © Luzifer-Verlag
Der Höllenexpress © Luzifer-Verlag

„Der Höllenexpress ist eine Huldigung an unabhängige (Grusel)-Filmstudios und jene Art Filme für die sie stehen“ schreibt Filmfreak Jochen König über diesen Roman und gibt ihm eine Leseempfehlung.

Hier findet ihr Jochens komplette Besprechung zu „Der Höllenexpress„.

Die Science-Fiction scheint ein beliebtes Genre der Indie-Verlage zu sein, denn sie ist hier mit drei Titeln vertreten. Ich hätte allerdings auch noch einige Steampunk-Titel in diese Reihe aufnehmen können. Indie-Verlage zeichnen sich dadurch aus, auch abseitigen und neuartigen Ansätzen eine Chance zu geben und scheinbar bieten Science-Fiction und Steampunk Stoffe mit viel Potential dafür. Gerade die Phantastik profitiert von der Vielfalt und Experimentierfreude der Autoren, daher ist der Leser gut beraten, sich öfter mal in den Verlagsprogrammen der Kleinverlage umzusehen.

Eva Bergschneider

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