Autoren

Autoren, alphabetisch sortiert

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Aaronovitch, Ben
Ben Aaronovitch, geboren 1964 in London, ist ein britischer Schriftsteller und Drehbuchautor. 1988 und 1989 schrieb er zwei Stories für die britischen Fernsehserie "Doctor Who", die in jeweils vier Episoden ausgestrahlt wurden. Aus diesen Geschichten und im weiteren Umfeld der Doctor-Who-Welt entstanden fünf Romane. Für die Serien Jupiter Moon, Casualty und Dark Knight schrieb Aaronovitch ebenfalls die Drehbücher. Mit seinen Urban-Fantasy-Romanen um den Polizisten und Zauberlehrling Peter Grant in der "Die Flüsse von London"-Reihe ist Ben Aaronovitch vor allem in Deutschland bei einem breiten Publikum bekannt geworden. Er lebt in Wimbledon und betreibt er einen Buchladen in London, wenn er nicht gerade schreibt.

Abrams, J. J.
Jeffrey Jacob Abrams (bekannt als J. J. Abrams) ,1966 in New York als Sohn eines TV-Produzenten Ehepaars geboren, wurde ebenfalls Film und TV-Produzent, sowie Regisseur und Drehbuchautor. Darüber hinaus ist er Geschäftsführer (CEO) der Film-Produktionsfirma „Bad Robot Productions“. J.J. Abrams wuchs in Los Angeles auf und besuchte ein College in Bronxeville, New York. Bekannt wurde er als Drehbuchautor des Endzeit- Dramas „Armageddon“ (1998) und als Miterfinder der populären Mystery-Serie „Lost“ (2004). Seine erste Regiearbeit für das Kino war „Mission: Impossible III“ (2006). Dem folgten „Star Trek“ (2009) und „Star Trek – Into Darkness“ (2013), sowie der siebte Teil der „Star Wars“ Saga „Das Erwachen der Macht“ (2015). Gemeinsam mit Doug Dorst, einem Autor von Romanen und Kurzgeschichten und Dozenten für Kreatives Schreiben, konzipierte er den interaktiven Roman „S“. J.J. Abrams lebt mit seiner Frau Katie McGrath und drei Kindern im vornehmen Stadtteil Pacific Palisades, Los Angeles.

Adams, Alex
Alex Adams wurde als Alexia Adams am 3. Oktober 1973 in Auckland, Neuseeland geboren. Sie wuchs in Australien und Griechenland auf und zog schließlich nach Portland, Oregon. Dort lebt sie bis heute, wurde Mutter einer Tochter und veröffentlichte 2012 mit „White Horse“ ihr Romandebüt.

Bagus, Anja
Anja Bagus wurde im Mai 1967 im badischen Ländle geboren und wuchs dort auf, inzwischen lebt sie im Ruhrgebiet. Nach einem Studium hat sie allerlei Jobs ausprobiert und schloss schließlich eine Ausbildung zur Heilpraktikerin ab. Heute verbringt sie ihre Zeit mit dem Schreiben, sowie als Hausfrau und Mutter. Ihr großes Hobby sind Fantasy-Rollenspiele. Am Wochenende findet man sie oft auf den entsprechenden Conventions rund um Steampunk, Fantasy und Rollenspiel. Seit 2012 ist Anja Bagus der Ætherwelt verfallen. "Ætherhertz" ist der Titel des ersten Buchs um die Protagonistin Annabelle Rosenherz, dem die Romane "Ætherresonanz" und "Æthersymphonie" folgten. Ende 2015 wird sie die zweite Ætherwelt-Reihe um den Glasberg beendet haben. Zwischendurch schreibt Anja Bagus auch Science-Fiction Romane.

Biundo, Pia
Pia Biundo absolvierte ein Sprachen-Studium an der Universität Heidelberg (Deutsch, Geschichte, Spanisch). Sie betätigt sich vielfältig, ua. als Übersetzerin aus dem Spanischen und als Antiquarin. Als Sängerin unterstützt sie die Karlsruher Musikformationen „fok o’locos“ und „Cherrys Band“, tritt zuweilen auch als Gesangsduo mit ihrem Bruder Max Biundo auf. Sie war langjährige Mitarbeiterin beim „Intelligenz- und Provinzblatt für Durlach“. 2003 erreichte eine in der Computerzeitschrift c’t veröffentlichte Kurzgeschichte den 6. Platz beim Wettbewerb des Science Fiction Clubs Deutschland. " Der Science-Fiction Roman "Alle Zeit der Welt" wurde 2013 in die Long-List des Seraph-Preises aufgenommen. Die Autorin lebt und arbeitet heute in Karlsruhe.

Bottlinger, Andrea
Andrea Bottlinger (A.S. Bottlinger), Jahrgang 1985, studierte an der Johannes Gutenberg Universität Mainz Komparatistik, Buchwissenschaft und Ägyptologie. Sie verdient ihr Brot als Lektorin und Übersetzerin, ist aber auch als Phantastik-Autorin bereits eine feste Größe im deutschsprachigen Raum. Unter dem Pseudonym Susanne Wilhelm schrieb sie Romane für die Serien „Dorian Hunter“ und „Das Haus Zamis“. Bis 2014 war sie im Team mit Christian Montillon und Dennis Ehrhardt Autorin der Heftroman-Reihe „Macabus“. Einige „Star Trek“ Romane hat Andrea Bottlinger übersetzt und „Die Brennende Welt“ (2014) war ihr erster Beitrag zur Perry Rhodan-Reihe. 2013 erschien bei Knaur der Urban Fantasy-Roman „Aeternum“ und 2016 bei der Hobbit Presse mit „Der Fluch des Wüstenfeuers“ der erste High-Fantasy Roman der Autorin. Mit Christian Humberg veröffentliche Andrea Bottlinger drei Sachbücher mit Kult-Potenzial: "Sorge dich nicht, beame! Besser leben mit Star Wars und Star Trek" „In 80 Welten durch den Tag“, und „Geek, Pray, Love“ - die ultimativen Ratgeber für und über Geeks, Nerdtum und die Phantastik-Szene. „Sorge Dich nicht, beame!“ holte den 2. Platz beim Deutschen Phantastik Preis 2013 in der Kategorie „Bestes Sekundärwerk“ und „Geek, Pray, Love“ gewann ihn zwei Jahre später.

Brandhorst, Andreas
Andreas Brandhorst, 1956 in Ostwestfalen geboren, ist derzeit der populärste deutsche Science-Fiction Autor. Bereits mit 19 Jahren hat Andreas Brandhorst seinen ersten Roman an einen Verlag verkauft, ein paar Jahre später lebte er bereits vom Schreiben. Andreas Brandhorst wurde Autor der Terranauten-Serie und arbeitet als Übersetzer. Also solcher war er lange Jahre die deutsche Stimme der Terry Pratchett „Scheibenwelt“-Romane, bis 2010 Gerald Jung und Regina Rawlinson dieses schwere Erbe antraten. 1984 ist Andreas Brandhorst der Liebe wegen nach Italien in die Nähe von Venedig gezogen, 2013 kam er nach Deutschland zurück und lebt nun in Nordhorn. In Italien geriet das Schreiben eigener Romane zunächst zugunsten der Übersetzungen in den Hintergrund. Doch 2003 startete Andreas Brandhorst mit „Diamant“, dem Auftakt der „Kantaki“-Reihe, die inzwischen auf zwei Trilogien angewachsen ist, als Science-Fiction Autor durch. Seitdem schreibt Brandhorst einen SF-Roman nach dem anderem, unterbrochen durch Ausflüge in das Mystery-Genre („Seelenfänger“, „Die Stadt“).2016 veröffentlichte er mit „Omni“ den Auftakt zu einem neuen umfassenderen Science-Fiction Epos.

Brandis, Katja
Katja Brandis ist Jahrgang 1970 und heißt eigentlich Sylvia Englert. Sie wuchs im Rhein-Main Gebiet auf und schrieb schon als Kind und Jugendliche Geschichten, die in fernen Welten spielen. Sie studierte Amerikanistik, Germanistik und Anglistik und trat dem Frankfurter Schriftstellerkreis bei. In der Zeit entstand der Auftakt ihres Fantasy-Zyklus um die Daresh- Welt, „Der Verrat der Feuergilde“. Katja Brandis arbeitete zunächst als Journalistin, konnte sich jedoch 2006 den Traum erfüllen, vom Schreiben zu leben. Neben Fantasy (als Katja Brandis und Siri Lindberg) schreibt sie unter ihrem bürgerlichen Namen Sachbücher. Mit Hans-Peter Ziemek, einem Professor für Biologiedidaktik, begann sie eine Reihe von Öko-Thrillern für Jugendliche, die in der nahen Zukunft spielen und das Thema Umweltzerstörung in phantastische Geschichten verpacken. Katja Brandis lebt mit ihrer Familie in der Nähe von München und arbeitet als freie Autorin und Lektorin.

Butcher, Jim
Der amerikanische Phantastik-Autor Jim Butcher wurde 1971 in der Kleinstadt Independence, Missouri (USA) geboren. Während einer Erkrankung las Jim Butcher "Der Herr der Ringe" und "Star Wars-Han Solos Abenteuer" um sich die Zeit zu vertreiben, was seine Vorliebe für Fantasy und Science-Fiction begründete. Als Teenager schrieb er seinen ersten Roman und beschloss, Schriftsteller zu werden. Doch erst viel später, mit den "Dresden Files", gelang ihm der Durchbruch. Das erste Abenteuer um den Magier-Detektiv Harry Dresden im modernen Chicago "Sturmnacht" entstand 1996 im Rahmen eines Schreibwettbewerbs und wurde im Jahr 2000 veröffentlicht. Vier Jahre später erschien der erste Band "Die Elementare von Calderon" der eher traditionellen Fantasy-Serie "Codex Alera". In den letzten Jahren wandte sich Jim Butcher auch dem Steampunk zu und startete mit einer weiteren Serie "The Cinder Spires". Die Veröffentlichung des ersten Bandes "The Aeronaut's Windlass" wird 2015 erwartet. In seiner Freizeit beschäftigt sich Jim Butcher mit Table Top-, Video-Spielen und LARPs. Zudem ist er ein versierter Kampfsportler (Karate, Judo, Jujitsu, Kempo, Kung fu und Tae Kwan Do), was ihm auch als Inspiration für seine Romane dient. Jim Butcher lebt und arbeitet in seinem Geburtsort Independence.

Carriger, Gail
Gail Carriger heißt eigentlich Tofa Borregaard und stammt aus Bolinas in Kalifornien/USA. Der Kleinstadt entflohen, studierte sie am Oberlin College/Ohio, in Nottingham/ England und an der Universität Santa Cruz, Kalifornien. Aus Versehen, wie sie selbst auf ihrer Homepage schreibt, erlangte sie Hochschulabschlüsse in Archäologie und Anthropologie. Gail Carriger ist für ihre ausgeprägte Vorliebe für englischen Tee, Hüte und einen viktorianischen Stil und bekannt. Gail Carriger schreibt Urban Fantasy mit starkem Steampunk Einschlag und viel Humor. Ihr erster veröffentlichter Roman „Soulless“ (2009, dt „Glühende Dunkelheit“) war der Beginn der Steamfantasy-Reihe mit der seelenlosen Protagonistin Alexia Tarabotti. Dieses Debut wurde für den Crompton Crook Award und für den Locus Award nominiert. Inzwischen ist die Reihe auf fünf Bände angewachsen und endete mit „Timeless“ (2012 dt. „Sengendes Zweilicht“). Eine weitere Serie „Finishing School“ ist ebenfalls in der Welt des „Parasol Protectorate“ angesiedelt. Leider sind die bereits erschienenen vier Bände noch nicht auf Deutsch erhältlich.

Chabon, Michael
Michael Chabon wurde am 24. Mai 1963 Washington D.C. geboren und wuchs in Columbia, Maryland auf. Er ist jüdischer Abstammung und seine Familie hat polnische, litauische und russische Vorfahren. Im Alter von 10 Jahren begann er Geschichten zu schreiben, Sir Arthur Conan Doyle war sein großes Vorbild. An der Universität Pittburgh machte Chabon einen Bachelor Abschluss in Englisch und ging schließlich an die Universität von Kalifornien, wo er Kreatives Schreiben studierte und mit einem Master of Fine Arts abschloss. Sein Professor übermittelte Chabons Abschlußarbeit an einen Agenten, der sie an einen Verlag verkaufen konnte. So wurde „Die Geheimnisse von Pittsburgh“ 1988 Michael Chabons erster erfolgreicher Roman.

Chambers, Becky
Becky Chambers ist US amerikanische Science-Fiction Autorin und sowohl beruflich, als auch geographisch viel herumgekommen. Sie lebte bereits in Schottland und Island und wohnt nun wieder in ihrer Heimat Kalifornien. Gearbeitet hat sie am Theater, in einer Bar und als freie Redakteurin für zum Beispiel Tor.com. Becky Chambers schreibt in der Danksagung ihres Romandebuts: „Anfang 2012 hatte ich ein Problem. Nachdem der erste Entwurf dieses Buchs zu zwei Dritteln fertig war, versiegten die Aufträge, mit denen ich mich als Freiberuflerin über Wasser hielt.“ [aus „Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten“ S. 541] Die Rettung war eine Crowd-Funding Kampagne auf der Plattform Kickstarter. „The Long Way To A Small, Angry Planet“ erschein 2014 zunächst im Eigenverlag, dann bei Hodder & Stoughton (UK), Harper Voyager (USA)und schließlich in Deutsch bei Fischer-Tor. Becky Chambers Debut-Roman hat inzwischen nicht nur einen Kult-Status unter den Fans erreicht, er wurde 2016 auch für den Arthur C. Clarke Award nominiert. Inzwischen ist auch ein weiterer, in sich abgeschlossener Roman der Wayfarer-Reihe mit dem Titel „A closed and common orbit“ erschienen.

Cogman, Genevieve
Genevieve Cogman ist eine britische Phantastik-Autorin, deren Begeisterung für Tolkien und Sherlock Holmes sie zum Schreiben gebracht hat. Eigentlich ist sie Statistikerin (MSc), spezialisiert auf Medizinische und klinische Daten. In diesem Bereich arbeitet sie, aber auch als Autorin für Rollenspiele, unter anderem für das „Dresden Files“ RPG. Ihr Romandebut „Die unsichtbare Bibliothek“ sorgte sie in der englischen Buchbranche für großes Aufsehen, inzwischen ist bei Tor Books auch schon ein weitere Band „The Masked City“ erschienen. Genevieve lebt im Norden Englands.

Colfer, Eoin
Eoin Colfer wurde am 15. Mai 1965 als Sohn eines Eltern Ehepaars in Wexford in Irland geboren. Schon in der Kindheit verfasste Colfer eigene Geschichten die er selbst bebilderte. Colfer studierte in Dublin, kehrte nach Wexford zurück und trat dort zunächst in die Fußstapfen seiner Eltern. Er unterrichtete in der Grundschule, spielte in der örtlichen Theater-Gruppe und heiratete er seine Jugendliebe. Die beiden packte das Fernweh. Es ging nach Saudi-Arabien, Tunesien und Italien, wo Colfer ebenfalls als Lehrer arbeitete. Schließlich kehrte das Paar in die Heimat Wexford zurück, wo sie bis heute leben. Colfers erster Roman „Benny and Omar“ (1998) war bereits sehr erfolgreich. Mit der „Artemis Fowl“ (2001) Jugendfantasy Reihe gelang ihm der endgültige Durchbruch als Schriftsteller, die Bücher eroberten Bestsellerlisten. Colfer kann seitdem vom Schreiben leben und sein Wahlspruch ist: „I will keep writing until people stop reading or I run out of ideas. Hopefully neither of these will happen anytime soon.“

Corzilius, Thilo
Thilo Corzilius, Schriftsteller und Theologe, kam 1986 in Dortmund zur Welt und wuchs im Rheinland und Münsterland auf. Thilo Corzilius ist aktiver Musiker, spielt und hört Rockmusik abseits des Mainstream, und liebt Länder mit rauem Klima. Nach dem Zivildienst im Jugendhaus eines Klosters begann Thilo Corzilius 2006 in Hamburg das Studium der Evangelischen Theologie, das er 2012 abschloss. Das Schreiben von Geschichten war immer sein wichtigstes Hobby. Überraschend schnell konnte Thilo Corzilius noch während des Studiums einen Agenturvertrag ergattern und kurz darauf seinen ersten Roman „Ravinia“ bei Piper veröffentlichen. Die Idee zu der Urban-Fantasy Story über verwunschene Schlüssel, die Türen zu phantastischen Welten öffnen, kam ihm bei Spaziergang mit dem Hund im Wald. Inzwischen sind mehrere veröffentlichte Bücher, Phantastik und Krimis, dazugekommen.

Crichton, Michael
Michael Crichton, amerikanischer Schriftsteller, und Drehbuchautor, erblickte am 23. Oktober 1942 in Chicago das Licht der Welt und wuchs in Roslyn auf Long Island auf. Crichton wollte immer Schriftsteller werden und schrieb sich im Harvard College für Literatur ein. Jedoch verlief das Studium nicht so erfolgreich und so wechselte er zur Antropologie, was er mit dem Bachelor‘s Degree abschloss. Anschließend hängte er noch ein Studium an der Harvard Medical School an. Zu dieser Zeit begann er auch Geschichten zu veröffentlichen. Dafür wählte er als Pseudonym John Lange, weil er 2,06 Meter groß wuchs. 1969 wurde Crichton schließlich Medical Doctor. Der Technik-Thriller „The Andromeda Strain“ (1969) war Crichtons erster Bestseller-Erfolg, der zwei Jahre später verfilmt wurde – der Autor gönnte sich darin einen Cameoauftritt als Chirurg. Es folgten wieder einige Bücher unter dem John Lange Pseudonym und schließlich 1980 „Congo“, 1987 „Sphere“ und 1990 der Welterfolg „Jurassic Park“. Steven Spielberg erfuhr von dem Buch 1989, als er gerade dabei war, mit Crichton das Skript für eine TV-Serie zu planen, die später einmal „Emergency Room“ heißen sollte. Für eine halbe Million Dollar bekam Universal Films die Rechte an dem Stoff, für eine weitere halbe Million schrieb der Autor selbst die Drehbuchadaption. 1993 verfilmte Spielberg schließlich „Jurassic Park“ zu einem wahren Blockbuster, im Sommer 2015 lief die zweite Verfilmung von Colin Trevorrow im Kino. Etliche weitere Zukunftsthriller, Techno-Thriller und Krimis schrieb Crichton in den folgenden Jahren, deren bestechende Authentizität ihn über seinen Tod hinaus zum führenden Schriftsteller in diesem Genre macht. Insgesamt umfasst sein Werk 11 Drehbücher und 27 Romane, von denen viele verfilmt wurden. Mit 66 Jahren starb Michael Crichton am 4. November 2008 in Los Angeles an Kehlkopfkrebs.

Cronin, Justin
Justin Cronin ist Jahrgang 1962 und wuchs in New England/USA auf. Er studierte in Harvard und absolvierte den renommierten Iowa Writers Workshop. In Philadelphia lehrte Justin Cronin Kreatives Schreiben und war „Author in Resisdence“, gehörte also zu einer Gruppe von Schriftstellern, die ein Stipendium für den Austausch mit Künstlern unterschiedlicher kultureller und regionaler Herkunft erhalten. Die Bücher, die er in seiner Jugend las, Thriller, Abenteuerromane, Western und viel Science-Fiction, brachten ihn zum Schreiben. Die Idee zur „Passage“- Trilogie kam von seiner 2006 achtjährigen Tochter, die sich eine Geschichte um ein Mädchen wünschte, das die Welt rettet. Seine Figuren betrachtet Cronin wie Steven King, sie sind der Boss in der Geschichte. Der erste Teil der Passage-Trilogie „Der Übergang“ machte Justin Cronin weltweit bekannt, denn er verkaufte sich in 23 Ländern. Die Filmrechte sind bereits an 20th Century Fox verkauft und es heißt, dass Ridley Scott die Regie übernehmen wird. Heute lebt der Autor mit seiner Familie in Houston/Texas und lehrt Englische Literatur an der William Marsh Rice Universität.

de Waard, Farina
Farina de Waard (der Name ist übrigens kein Pseudonym), in Freiburg geboren und in Schleswig-Holstein zuhause, schreibt seitdem sie vierzehn Jahre alt ist. Inspiriert durch einen Traum und zwei Jahre lang schrieb sie an ihrem Debutroman „Zähmung“. Der Roman ist der Auftakt der Reihe „Das Vermächtnis der Wölfe“, dessen Geschichte die junge Autorin als sechsbändiges Epos geplottet hat. Der zweite Band „Zorn“ ist ebenfalls bereits erschienen. Farina de Waard hat sich bewusst dagegen entschieden, Verlage abzuklappern, denn sie schätze ihre Chance, mit einer so umfassenden Reihe genommen zu werden, als gering ein. Ein typischer Selfpublisher im E-Book Segment wollte sie aber auch nicht werden, sondern alle Erfahrungen um das Büchermachen selbst erleben. Sie pausierte ihr Studium der Umweltnaturwissenschaften und gründete ihren eigenen Verlag "Fanowa". De Waard kümmert sich selbst um Gestaltung ihrer Bücher und das Marketing. Dabei setzt sie nicht allein auf Social Media, sondern betreibt klassische Pressearbeit und präsentiert ihr Werk auf Fantasy-Cons und Mittelaltermärkten. Mit beeindruckendem Erfolg. Farina de Waard gewann nicht nur den Indie-Autor-Preis 2015 der Leipziger Buchmesse, sie verkauft ihr Werk auf Papier und elektronisch gut und hat inzwischen einen breiten Leserkreis erreicht.

Dorst, Doug
Doug Dorst ist ein amerikanischer Autor von Kurzgeschichten und Romanen, zudem lehrt er als Dozent für Kreatives Schreiben an der Texas State Universität in San Marcos. Dorst studierte an der Universität Iowa im Iowas Writer’s Workshop und im Rahmen des Stegner Fellowship an der Stanford Universität. Sein Roman „“Alive in Necropolis“ gewann den zweiten Platz des Hemingway Fundation/PEN Awards. Der endgültige Durchbruch als Schriftsteller dürfte Doug Dorst jedoch mit dem interaktiven Romanprojekt „S“ gelingen. Der „Lost“ Erschaffer und Star-Trek/ Star-Wars Regisseur J.J. Abrams hat sich dessen ungewöhnliche Storygestaltung einfallen lassen und Doug Dorst erwählt, sie schriftstellerisch umzusetzen.

El-Bahay, Akram
Akram El-Bahay hat seinen orientalischen Namen von seinem Vater erhalten, er ist der Sohn eines Ägypters und seiner deutschen Ehefrau. Geschichten hat sich Akram schon in der Grundschule ausgedacht. Als Erwachsener machte er das Schreiben zu seinem Beruf und wurde Journalist. Seine Ehefrau überredete ihn schließlich dazu, es einmal mit einem Roman zu versuchen. Der Fantasy-Roman „Flammenwüste“, eine Geschichte irgendwo zwischen Tolkien und 1001 Nacht, entstand und wurde von Bastei-Lübbe publiziert – ein echter Glücksgriff. „Flammenwüste“ wurde für mehrere Literaturpreise nominiert und erhielt 2015 den Seraph-Preis der Phantastischen Akademie als ‚Bestes Debut‘. Insgesamt sollen es drei Bände der „Flammenwüste“ –Reihe werden. Akram El-Bahay lebt mit seiner Familie im Rheinland. Wenn Akram El-Bahay nicht gerade Geschichten schreibt, liest, kocht oder joggt er. Oder geht Fußball gucken.

Elin T.S.
T.S. Elin oder Tiphaine Somer Elin lebt im Süden Deutschlands und ist verheiratet. Sie liest seit sie als Kind die Bücher von Wilhelm Busch entdeckte schreibt fast ebenso lange. Diese Passion machte T.S. Elin zu ihrem Beruf, doch »Edda reloaded« wurde eine Berufung und »Götterkind« ihr erstes Buch. Mit dem Serienprojekt erfüllte sich die Autorin einen lang gehegten Traum und begründet das Genre der High-Urban Fantasy. Im Rahmen der »Edda reloaded« Reihe sollen 3-4 Bücher pro Jahr erscheinen, solange bis die Geschichte zu Ende erzählt ist.

Eschbach, Andreas
Andreas Eschbach, am 15. September 1959 in Ulm geboren, begann bereits als Teenager mit dem Schreiben von Kurzgeschichten. Nachdem er sein Studium der Luft- und Raumfahrttechnik abgebrochen hatte, verdiente er sein Brot als Software-Entwickler und Berater. In seiner Freizeit schrieb er Kurzgeschichten und Romane, vornehmlich im Bereich Science-Fiction und Thriller. 1994 war er Stipendiat der Arno-Schmidt-Stiftung „für schriftstellerisch hochbegabten Nachwuchs“, ein Jahr später erschien sein erster Roman „Die Haarteppichknüpfer“. 1996 hängte Andreas Eschbach seinen Brotjob als IT-Berater an den Nagel und wurde freier Schriftsteller. Er gewann alle bedeutenden Science-Fiction Preise Deutschlands, wie z.B. den Literaturpreis des Science Fiction-Club Deutschland für „Die Haarteppichknüpfer“, den Kurd Laßwitz Preis für „Solarstation“, „Das Jesus Video“ und „Kelwitts Stern“, sowie den Deutschen Science Fiction Preis wieder für „Das Jesus Video“. Dieser Roman um die Jagd nach der Kamera eines Zeitreisenden, der Jesus Christus filmte, wurde 1998 Eschbachs erster Bestseller. Sechszehn Jahre später erschien der Nachfolgeroman „Der Jesus Deal“, dazwischen zahlreiche weitere Thriller und Zukunftsromane, wie „Eine Billion Dollar“, „Ausgebrannt“ und „Herr aller Dinge“. Andreas Eschbach kümmert sich um den Schriftsteller-Nachwuchs. Bis 2007 referierte er Schreibseminare und auf seiner Webseite gibt er zahlreiche Tipps zum Thema Schreiben. Der Autor lebt heute mit seiner Ehefrau in der Bretagne.

Fowler, Christopher
Christopher Robert Fowler, 1953 in Greenwich, London geboren, schreibt Kurzgeschichten und Romane, vornehmlich im Bereich Krimi und Horror. Neben Spannung zeichnet ein schwarzer Humor und Satire viele seiner Geschichten aus. Christopher Fowler wurde immer wieder für den British Fantasy Society Award nominiert und konnte ihn 2005 für die Novelle „Breathe“ gewinnen. Seine „Bryant and May“ Krimi-Reihe, die inzwischen 15 Bände umfasst, machte Fowler als Schriftsteller bekannt. Sie erzählt die Fälle zweier Ermittler in einer fiktiven Spezialeinheit, die derjenigen nachempfunden wurde, in der Fowlers Vater während des zweiten Weltkriegs gedient hat. Seit 1977 ist Christopher Fowler auch Direktor der „Creative Company“. Von 1980 bis 1984 lebte der Schriftsteller und Filmproduzent in Los Angeles, heute lebt und arbeitet er in London, Kings Cross oder Barcelona. Christopher Fowler erhielt für das Jahr 2015 den Publikumspreis für Autoren ‚Dagger In The Library‘.

Gaiman, Neil
Neil Richard Gaiman, am 10. November 1960 in Portchester in England geboren, wollte als Jugendlicher gern Comic-Autor werden. Doch man riet ihm, eine Ausbildung zu machen und so studierte er Journalismus. Währenddessen schrieb Gaiman eine Biografie über die Band Duran Duran, sowie ein Buch über Douglas Adams mit dem Titel „Don’t Panic: The Official Hitchhikers Guide to the Galaxy Companion“. Erst nachdem Gaiman sich mit dem Comicautor Alan Moore angefreundet hatte, widmete er sich seinem Kindheitstraum und verfasste selbst Comics. Als Auftragsarbeit für DC Comics entstand die Serie „Black Orchid“. Gaimans „Sandman“ Comics, mit Morpheus als Herrscher über das Traumreich, fanden großen Anklang. Nach acht erfolgreichen Jahren hatte Gaiman allerdings das Ende der Geschichte erreicht und sie wurde eingestellt. Ende der 1980er veröffentlichte Gaiman schließlich seinen ersten Roman „Ein gutes Omen“ gemeinsam mit Terry Pratchett. Kurze Zeit später, 1991, veröffentlichte er die vierteilige Comic-Serie „The Books of Magic“, die in der Welt der DC-Comics spielt. 1992 zog Neil Gaiman in die USA und verlagerte den Schwerpunkt seines Schaffens nun zunehmend auf die erzählende Literatur. Er schrieb die Romane „Neverwhere“,1996 („Niemalsland“ 1997) und „Stardust“ 1999 („Sternenwanderer“ 2000). Der Roman „American Gods“ erschien 2001 (ET in Deutsch 2003) und machte ihn bei einem breiten Publikum bekannt und beliebt. Gaiman erhält sich die künstlerische Vielfalt und verfasst weiterhin Comics, sowie Science Fiction- und Fantasy-Romane und Kurzgeschichten. Dazu kommen Kinderbücher, Songs, Gedichte und Novellen. Der Autor erhielt einige Auszeichnungen, zum Beispiel 1991 den World Fantasy Award für seine Sandman-Ausgabe „A Midsummer Night’s Dream“ und 2002 für „American Gods“ den Hugo Award und den Nebula Award. Neil Gaiman ist mit der Musikerin Amanda Palmer verheiratet, hat drei Kinder und lebt seit 2002 nahe Minneapolis in den USA.

Gerdom, Susanne
Susanne Gerdom erblickte am 17. November 1958 in Düsseldorf das Licht der Welt und wuchs in Rheinhausen am Niederrhein auf. Bevor sie sich dem Schreibhandwerk verschrieb, absolvierte sie eine Buchhändlerlehre, probierte Clownerie und Pantomime aus und landete schließlich beim Theater. Einige Jahre arbeitete sie als Schauspielerin und Regisseurin, leitete ein eigenes Studiotheater und gab Schauspielunterricht. Schließlich reichte ihr das Nachspielen der Werke anderer Autoren nicht mehr. Ihren ersten Roman schrieb sie in der Rekordzeit von drei Monaten und so erschien „Ellorans Traum“ im Jahr 2000 bei Heyne. Dem folgten zahlreiche Romane in allen Spielarten der Phantastischen Literatur; Phantastik, Fantasy, Märchen und Steampunk. Susanne Gerdom engagiert sich auch für Nachwuchsautoren und rief die Selfpublish-Plattform „Qindie“ ins Leben, die sich als Qualitätsprädikat für Indie-Publikationen etablieren möchte.

Goodhue, H.E.
H.E. Goodhue ist Erzieher und Autor von Horror-Literatur. Neben Romanen über diverse Monstrositäten (u.a. Cheeseburger in „Pink Slime“, des Weiteren „Love Bug“, „Rip Tyde“ und das hier vorgestellte „Tidal Grave“) hat der Autor die Serie „Zombie Youth“ veröffentlicht, die in USA, Europa (leider bisher nicht in Deutschland) und Australien recht erfolgreich ist. H.E. Goodhue lebt mit seiner Ehefrau, einer Tochter und zwei Pitbulls in New Jersey.

Gruber, Andreas
Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, hat an der Wirtschaftsuniversität studiert und verdiente sein Brot als kaufmännischer Angestellter. 1996 fing er an, für das Magazin Space View zu schreiben und Kurzgeschichten für verschiedene Fanzines und Phantastik-Magazine zu verfassen. Mit Erfolg, viele seiner Geschichten wurden mit Preisen ausgezeichnet. Zum Beispiel erhielt sein Erzählband „Die letzte Fahrt der Enora Time“ 2002 den Deutschen Phantastik-Preis in gleich zwei Kategorien (Kurzgeschichte, Anthologie). Sein erster Roman „Der Judas Schrein“ gewann 2006 ebenfalls den DPP in der Kategorie „Bestes Romandebüt“. Andreas Grubers literarisches Werk erstreckt sich über die phantastischen Genre Horror und Science-Fiction, er schreibt aber auch Krimis und Thriller. Heute lebt Andreas Gruber als freier Schriftsteller in Grillenberg, Niederösterreich.

Hardebusch, Christoph
Christoph Hardebusch, am 24. September 1974 in Lüdenscheid geboren, absolvierte nach dem Abitur den Zivildienst, um anschließend in Marburg zuerst BWL und schließlich Anglistik, Germanistik und Geschichte zu studieren. Als Student entdeckte er auch das Hobby Rollenspiel. Nach dem Studium zog es ihn nach Mannheim, wo er in einer Werbeagentur als Texter arbeitete. Hardebuschs Interesse für Fantasy und Geschichte führte dazu, dass er anfing, phantastische Stories zu schreiben. Zunächst nur als Hobby, doch nachdem Christoph Hardebusch bei der Literatur-Agentur Schmidt & Abrahams unter Vertrag genommen wurde, machte er das Schreiben zu seinem Beruf. 2006 erschien sein erstes Buch „Die Trolle“, das sich bis 2013 über vierhunderttausend Mal verkaufte. Dem Auftaktband folgten vier weitere Bände, sowie die „Sturmwelten“-Trilogie und weitere Phantastik-Werke. Im Jahr 2015 veröffentlichte Christoph Hardebusch seinen ersten Historischen Roman „Die Eiserne Krone“ Ebenfalls 2006, ein besonderes Jahr für den Autor, heiratete Christoph Hardebusch auf Zypern und heute lebt er mit seiner Frau in München.

Harkaway, Nick
Nick Harkaway ist das Pseudonym des Schriftstellers Nicholas Cornwell, der 1972 in der Grafschaft Cornwell, England zur Welt kam. Sein Vater ist der berühmte Autor zahlreicher Agenten-Thriller John le Carré, aus dessen Feder die "George Smiley" Reihe mit Romanen wie „Der Spion, der aus der Kälte kam“ oder „Dame König As, Spion“ stammen. Nick Harkaway studierte in Cambridge Politik, Philosophie und Soziologie und verdiente sein Brot zunächst beim Film. 2008 erschien Harkaways erster Roman „Die gelöschte Welt“ (ET deutsch 2009), eine schräge Postapokalypse. Der Debutroman kam nicht nur beim Publikum gut an, er wurde auch für den Locus Award und den British Science Fiction Award nominiert. Seit dem sind zwei weitere Harkaway Romane erschienen, in denen er seinem originellen Stil und der ungewöhnlichen Mischung aus Thriller, Humor und Phantastik treu geblieben ist. Nick Harkaway ist darüber hinaus begeisterter Kampfsportler und lebt mit seiner Frau in London.

Hartwell, Katharina
Katharina Hartwell kam 1984 in Köln zur Welt. In Frankfurt am Main studierte sie Anglistik, Amerikanistik und Gender Studies, bevor es sie 2010 zum Studium am Deutschen Literaturinstitut nach Leipzig zog. Sie gewann den MDR Literaturpreis und erhielt Stipendien des Landes Hessen und des Freistaats Sachsen. 2013 war Katharina Hartwell Sylter Inselschreiberin und 2014 erschein ihr Romandebut „Das Fremde Meer“. Der ähnlich wie eine Anthologie strukturierte Roman kam nicht nur beim Publikum gut an, er erhielt auch Preise, unter anderem den Hallertauer Debutpreis und den Förderpreis für Phantastische Literatur SERAPH. Inzwischen ist ein weiterer Roman aus Katharina Hartwells Feder erschienen: „Der Dieb in der Nacht“. Die Autorin lebt heute in Berlin.

Hebben, Frank
Frank Hebben ist ein Autor von Science-Fiction und Cyber-Punk Kurzgeschichten. Er ist Jahrgang 1975, kam in Neuss zur Welt und studierte Germanistik und Philosophie an der Uni Düsseldorf. Frank Hebben arbeitet als Werbetexter und schreibt Kurzgeschichten für die Magazine c’t, NOVA, EXODUS, Space View, phantastisch. Dazu kommen zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien unter anderem seine Story-Sammlung vom Wurdack Verlag „Prothesengötter“. Die Geschichte „Cȏte Noir“ wurde für den Kurd Laßwitz Preis, den Deutschen Science-Fiction Preis und den Deutschen Phantastik Preis nominiert. „Imperium Germanicum“, „Das Fest des Hammers ist der Schlag“ und „Memories“ erhielten ebenfalls Nominierungen für Deutschen Science-Fiction Preis beziehungsweise den Deutscher Phantastik Preis. Von 2009 – 2012 war Hebben Mitherausgeber des NOVA Magazins, er lebt und arbeitet heute in Bielefeld.

Heitz, Markus
Markus Heitz, 1971 in Homburg an der Saar geboren, verdiente sein Geld schon früh mit dem Schreiben. Nach Abitur und Grundwehrdienst absolvierte er das Studium der Geschichte und Germanistik mit Magisterabschluss, anschließend schrieb er als freier Journalist für die Saarbrücker Zeitung. Wie viele Phantastik-Schriftsteller war auch Markus Heitz aktiver Rollenspieler und verband dieses Hobby mit seiner Passion Schreiben. So schrieb er sechs der Romane zum Fantasy-Steampunk RPG „Shadowrun“. Seine erste Romanserie war „Ulldart – Die Dunkle Zeit“ (ET 2002) in sechs Bänden, gefolgt von einer weiteren Ulldart-Trilogie. Der große Wurf gelang Markus Heitz mit seinen „Die Zwerge“ Romanen (ET 2003), fünf Bände klassische Völker-Fantasy, die nach den „Der Herr der Ringe“ Filmen einen wahren Hype einläuteten. Markus Heitz hat seit den Anfängen unzählige Romane und Serien in allen Spielarten der Phantastischen Literatur geschrieben. Dazu gehört zum Beispiel die Konzipierung der SF Romanserie „Justifiers“ aus dem gleichnamigen Rollenspiel. Markus Heitz hat mit „Collector“ und „Operation Vade Retro“ den Auftakt- und Abschlussband geschrieben und einen Handlungsrahmen festgelegt. Phantastik-Autoren wie Daniela Knor und Christoph Hardebusch, haben sich dem Projekt angeschlossen und eigene Justifiers-Geschichten ersonnen. Den Deutschen Phantastik-Preis gewann Markus Heitz satte zehn Mal, bis er 2013 nicht mehr nominiert wurde. Nicht nur deswegen, sondern aufgrund seiner enorm breiten Leserschaft ist Markus Heitz bis heute einer der erfolgreichsten Phantastik-Autoren Deutschlands.

Hennen, Bernhard
Bernhard Hennen, 1966 in Krefeld geboren, studierte Germanistik, Archäologie und Geschichte an der Universität Köln. Danach arbeitete er als Rundfunkjournalist beim Westdeutschen Rundfunk, ein Job, der ihm Reisen nach Mittelamerika und in den Vorderen Orient ermöglichte. Zugleich arbeitet er für das Fanzine ZauberZeit und schrieb zahlreiche der Abenteuer für das Rollenspiel „Das Schwarze Auge“ (DSA), unter anderem mit Wolfgang Hohlbein die Trilogie „Das Jahr des Greifen“. Der Durchbruch zum hauptberuflichen Schriftsteller gelang Bernhard Hennen mit den „Elfen“ Romanen. 2004 veröffentlichte er den ersten Roman des Elfenzyklus „Die Elfen“. Es folgten zwei weitere Elfen-Reihen, die Trilogie „Elfenritter“ und die aktuelle Serie „Drachenelfen“, die bisher 4 Bände umfasst. Des Weiteren sind von Bernhard Hennen viele Begleitbücher zu den „Elfen“ erschienen, sowie humoristische Fantasy, einige historische Romane und zahlreiche Kurzgeschichten. Bernhard Hennen zählt heute zu den bekanntesten deutschen Fantasy-Autoren. Mit seiner Familie lebt er nun wieder in seiner Geburtsstadt Krefeld.

Honisch, Ju
Ju (Juliane) Honisch, 1956 in Berlin geboren, wuchs in München auf und studierte dort Anglistik und Geschichte. Außer dem Schreiben gehört die Musik zu ihren Passionen. Sie singt, spielt Gitarre und schreibt eigene Lieder, die vereinzelt auch in ihren Büchern zu finden sind. Nachdem sie eine Weile in Irland lebte, hat es ihr vor allem die Folkmusik angetan und so klingen ihre Lieder wie Folk mit phantastischen Texten. Zusätzlich schrieb sie viele Kurzgeschichten und Gedichte. 2000 begann sie mit der Arbeit an „Das Obsidianherz“, das 2008 bei Feder & Schwert erschien, so wie vier nachfolgende Romane, die in derselben Welt spielen. Für „Das Obsidianherz“ erhielt Ju Honisch 2009 den „Deutschen Phantastik Preis“ in der Kategorie „Bestes deutschsprachiges Romandebüt“ und 2014 für „Schwingen aus Stein“ (ET 2013) den Förderpreis der Phantastischen Akademie, den SERAPH in der Kategorie Bestes Buch. Ju Honisch arbeitet im Verlagswesen und lebt mit ihrem Ehemann in Hessen.

Huff, Tanya
Als Tanya Sue Huff wurde die kanadische Autorin 1957 in Halifax, Nova Scotia, Kanada geboren. Aufgewachsen ist sie in Kingston, Ontario und verkaufte dort mit zehn Jahren zwei Gedichte an die Zeitung. Sie arbeitete als Köchin bei der kanadischen Marine und studierte anschließend Radio and Television Arts in Toronto, wo sie lange Jahre lebte. Danach arbeitete sie in einem Spielegeschäft und in dem alt eingesessenen Buchladen für Science-Fiction und Fantasy Bakka. Während dieser Zeit begann sie mit dem Schreiben, erst Kurzgeschichten, dann Romane, die nach und nach veröffentlicht wurden. Nach dreizehn Jahren in der Metropole Toronto zog Tanya Huff 1992 aufs Land, irgendwo in Ontario. Dort lebt und schreibt sie mit ihrer Partnerin, der Fantasy-Autorin Fiona Patton und vielen Katzen.

Huston, Charlie
Charlie Huston, geboren 1968 in in Oakland, Kalifornien, schreibt Romane, Drehbücher und Comics. Als Kind wurde er von einem Cousin mit der Begeisterung für „Der Herr der Ringe“ angesteckt. Mit elf Jahren begann Huston eigene Kurzgeschichten zu schreiben und als Teenager verfasste er seine erste „Science Fiction Noir“-Story. Bis heute schreibt Charlie Huston vornehmlich Romane, die Horror-, Science-Fiction- und Thriller-Elemente vereinen. Charlie Huston gehört nicht zu den Autoren, die schon immer Schriftsteller werden wollten. Zunächst absolvierte er ein Theaterstudium und ging nach New York. Der Erfolg als Schauspieler ließ allerdings auf sich warten. Huston jobbte als Barkeeper und vertrieb sich die Langeweile am Tag mit Schreiben. So entstand sein erster Roman „Der Prügelknabe“, der schließlich ein Bestseller wurde. Inzwischen hat er zwei Serien veröffentlicht, eine Noir-Thriller Trilogie um den Antihelden Hank Thompson und eine Romanserie um den Vampyr-Detective Joe Pitt, die fünf Bände umfasst. Seit 2004 verdient Charlie Huston sein Brot als Autor und teilt seinen Arbeitstag zwischen der Arbeit an Drehbüchern und Romanen auf. Er lebt mit seiner Familie in Los Angeles.

Irvine, Ian
Ian Irvine wurde 1950 in Bathurst, New South Wales geboren. Er studierte an der Universität von Sydney und erwarb 1981 einen Doktortitel in Meeresbiologie. Sein Fachgebiet ist das Management von kontaminierten Sedimenten. Nach dem Studium arbeitete er bei einer internationalen Beratungsfirma und gründete danach eine Consulting-Firma. Später war er in Mauritius, Bali und Fiji tätig. Zur Fantasy kam er während seines Studiums, als er Landkarten und Bilder einer Fantasy-Welt erstellte. 1987 begann er dann auf Grundlage dieser Karten mit seinem ersten Roman des "Drei Welten" Zyklus, der erst gut zehn Jahre danach in seiner Heimat veröffentlicht wurde. Insgesamt sind von dieser Serie inzwischen zwei Tetralogien (The View from the Mirror", "The Well of Echos") und eine Trilogie ("The Song of Tears")erschienen. Ian Irvine schreibt nicht nur Fantasy. In dem dreibändigen Near Future-Thriller "Human Rites" geht es darum, wie die Klima-Katastrophe die Politik und die Gesellschaft verändert. Mit fatalen Folgen. Ian Irvine lebt heute mit seiner Familie in den Bergen im Norden des Bundesstaates New South Wales.

Isau, Ralf
Bereits als Schüler entwickelte Ralf Isau eine zunehmende Freude am Schreiben. Seine Referate band er zu Büchern und beim Verfassen seiner Aufsätze reichte die Zeit nie aus, um alle Gedanken zu Papier zu bringen. Wenn am Ende der Schulstunde die Pausenglocke schellte, musste irgendwie noch ein passender Schluss her. In dieser Zeit entwickelte sich Ralf Isaus Sinn für Dramatik. Nach der Schule widersetzte sich Ralf Isau dem Wunsch seines Vaters, zu studieren und er begann eine Ausbildung zum DV-Kaufmann. Danach arbeitete er als Organisationsprogrammierer, PC-Verkäufer, Systemanalytiker, Niederlassungsleiter eines Software-Hauses, Projektmanager und Fachbuchautor für Programmiersprachen. Ab 1996 war Ralf Isau als selbstständiger EDV-Berater tätig, bevor er 2002 den Job zugunsten der Schreiberei endgültig an den Nagel hängte. Im Jahr 1988 fing Ralf Isau an, die Neschan-Trilogie zu schreiben. Seit einiger Zeit hatte Ralf Isau die Idee zu einer Geschichte im Kopf gehabt. Inzwischen war er Vater einer neunjährigen Tochter und er konnte sich für die kleine Mirjam kein schöneres Geburtstagsgeschenk vorstellen, als ein selbst verfasstes Buch. Der Titel stand bereits sehr früh fest: „Die Träume des Jonathan Jabbok“. Doch der Hobbyschriftsteller musste bald feststellen, dass er mit dem Werk niemals pünktlich zum Geburtstag seiner Tochter fertig werden würde, denn es hatte sich inzwischen zu einem komplexen Werk entwickelt. So musste also spontan ein weiteres Buch entstehen. Das Märchen „Der Drache Gertrud“ war relativ schnell geschrieben, denn es war nicht so umfangreich. Aus diesem mit Schuhleder selbst gebundenem Büchlein des Vaters Ralf Isau, entstand später sein erstes veröffentlichtes Kinderbuch. 2002 entschied Ralf Isau, sich voll und ganz dem Schreiben zu widmen. Außerdem sollte nun auch Fantasy-Literatur für erwachsene Leser zu seinem Repertoire gehören. Da der Thienemann Verlag auf Kinder- und Jugendbücher spezialisiert ist, suchte und fand Ralf Isau mit der Verlagsgruppe Lübbe unter dem Imprint Ehrenwirth einen weiteren Partner, der 2003 sein erstes Fantasy-Buch für Erwachsene „Der silberne Sinn“ heraus brachte.

Izquierdo, Andreas
Andreas Izquierdo ist am 9. August 1968 in Euskirchen zur Welt gekommen und in Bad Münstereifel aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach dem Abi zog er zum Studium nach Köln und landete schließlich als Volontär bei einem kleinen Sportverlag. 1993 wurde Izquierdo als bester Nachwuchsjournalist ausgezeichnet. Zwei Jahre später schlug die Geburtsstunde der Buchreihe, die Andreas Izquierdo als Autor bekannt machen sollte. „Saumord“, der Auftaktband seiner humorigen Eifel-Krimis wurde veröffentlicht, drei weitere Bände sollten folgen. Andreas Izquierdo ist ein vielseitiger Schreiber. Als Internetprojekt verfasste er die Krimi-Persiflage „Geraldine & Phillis“, des Weiteren schrieb er mehrere Drehbücher für Sitcoms und Serien. 2007 erschien Izquierdos Roman über den Hochstapler Otto Witte, „Der König von Albanien“. Für das originelle Reisetagebuch „Dartpilots“ fand der Autor zunächst keinen Verlag, konnte aber schließlich die Kölnisch-Preußische Lektoratsanstalt für die Veröffentlichung gewinnen. Es folgten 2010 der Fantasy-Roman „Apocalypsia“, 2013 die ungewöhnliche Liebesgeschichte „Das Glücksbüro“ und 2014 „Der Club der Traumtänzer“.

Jinks, Catherine
Catherine Jinks kam 1963 in Brisbane/Queensland in Australien zur Welt und wuchs in Papua-Neuguinea auf. Ihr Vater war dort mit der Armee stationiert. Zurück in Australien studierte sie von 1982 bis 1986 mittelalterliche Geschichte an der Universität von Sydney. Danach arbeitete sie einige Jahre für ein Bankenmagazin und veröffentlichte 1992 ihr erstes Jugendbuch mit dem Titel „Pagan’s Crusade“ (deutscher Titel „Pagan und die Tempelherren“).Im selben Jahr heiratete Catherine Jinks den kanadischen Journalisten Peter Dockrill, mit dem sie nach Neuschottland/Kanada zog. Dort entschied sie, sich in Zukunft dem Schreiben zu widmen. 1994 kehrte das Paar nach Australien zurück und drei Jahre später wurde Tochter Hannah geboren. Seit 1998 lebt die Familie in Leura/ New South Wales. Catherine Jinks ist für ihre Kinder- und Jugendbücher mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden, darunter dreimal mit dem Chirldren’s Book Council of Australia Book of the Year Award. Darüber hinaus mit dem Aurealis Award für Science Fiction und dem Davitt Award for Crime Fiction. Ihre Bücher erscheinen in Ozeanien, USA, mehreren europäischen Ländern und Russland.

Karl, Werner
Geboren wurde Werner Karl in Nürnberg und lebt heute im Landkreis Coburg, wo er in einem Fachbetrieb für Druckereitechnik sein Brot verdient. Er war schon immer ein begeisterter Leser und Büchersammler und fing irgendwann an, eigene Geschichten zu schreiben. Nun ist Werner Karl nicht nur Autor von Science-Fiction und Fantasy Erzählungen und Romanen, sondern auch Rezensionskollege. Seit einigen Jahren fungiert er als Chefredakteur des Portals www.buchrezicenter.de. Seine Fantasy-Trilogie mit historischem Hintergrund über die „Spiegelkrieger“ verlegte Werner Karl über die Self-Publishing Plattform CreateSpace von Amazon.

Knor, Daniela
Geboren wurde die Schriftstellerin Daniela Knor am 30. Oktober 1972 in Mainz und wuchs auch dort auf. Bereits in der Schulzeit begann sie mit dem Schreiben von Phantastischer Literatur. Nach eigenen Angaben entstand eine frühe Version der High-Fantasy "Elbensang"-Reihe in langweiligen Schulstunden. Nach dem Abi studierte Daniela Knor zunächst Anglistik, Ethnologie und Vor- und Frühgeschichte. Aufgrund eines Ortswechsels wechselte sie zum Fernstudium Geschichte, Neuerer deutscher Literaturwissenschaft und Psychologie. Zeitgleich verfasste Daniela Knor mehrere Fantasy-Romane für das populäre Rollenspiel „Das Schwarze Auge“, die auf dem Kontinent Aventurien angesiedelt sind. In den Jahren 2008 und 2009 wurden Teil I und II der „Elbensang“-Reihe (konzipiert als Trilogie) veröffentlicht, die leider bis heute unvollendet blieb. Daniela Knor kündigte im Interview mit Literatopia jedoch an, den finalen Band 2017 zu schreiben und zu veröffentlichen. Mit ihrem Ehemann betrieb Daniela Knor einige Jahre einen biologisch bewirtschafteten Bauernhof, hat aber nun den Zoo etwas verkleinert und lebt als hauptberufliche Autorin wieder in Mainz.

Kruschel, Karsten
Karsten Kruschel, am 10. Dezember 1959 in Havelberg geboren, wuchs in Magdeburg auf. Nach einer Lehre zum Agrartechniker und einem abgebrochenem Studium der Pflanzenproduktion, jobbte er als Pfleger in der Neurologischen Klinik in Magdeburg. Schließlich absolvierte Kruschel ein Lehramtsstudium für Deutsch und Geschichte, dass er mit einer Diplomarbeit über Science-Fiction Literatur in der DDR abschloss. Anschließend arbeitet er als Lehrer, leistete Grundwehrdienst in der NVA und wurde wissenschaftlicher Assistent an der Pädagogischen Hochschule in Leipzig. In seiner Promotion widmete er sich ebenfalls der DDR SF-Literatur. Nach der Wende war er als Projektleiter im Bereich Medienerziehung tätig, als Redakteur und PR-Berater, ehe er sich schließlich als freier Publizist und Schriftsteller selbständig machte. Karsten Kruschel schreibt schon seit seiner Kindheit Geschichten, betätigte sich später auch als Literaturkritiker, schrieb Essays und Fachartikel zum Thema Science-Fiction. Als Gasthörer des “Arbeitskreis Utopische Literatur" des DDR-Schriftstellerverbandes lauschte er den Worten Krupkats, Krögers, Ranks und Redlins, die SF-Literatur der DR liegt ihm bis heute am Herzen. Schließlich erschuf Karsten Kruschel seine Regenwelt “ Vilm“, in der er seine bisher erfolgreichsten Romane ansiedelte. Die ersten beiden Bände „Der Regenplanet“ und „Die Eingeborenen“ gewannen 2010 den Deutschen Science-Fiction Preis und belegten den dritten Platz beim Kurd Laßwitz Preis. Der finale Band der Trilogie „Das Dickicht“ wurde ebenfalls für beide Preise nominiert und erreichte jeweils Rang drei. Im Vilm-Universum spielt auch Kruschels letzter Roman "Galdäa", der eine ergänzende Geschichte zu den Hintergründen der Reihe erzählt.

Kuhlmann, Hanna
Ich bin Hanna Kuhlmann und Autorin. Mein Lieblingsautor ist Brandon Sanderson und mein Lieblingspokémon Arkani. Ich lebe und studiere zurzeit in Erlangen, wo ich meinen Master in Literaturwissenschaft mache. Ich bin 23 Jahre alt (demnach 1993 geboren). Schreiben war schon immer ein Hobby von mir, ganz viele Texte, die meisten unvollständig, lungern auf meinem PC herum und nehmen nebenbei noch die Hälfte von meinem Desktop ein. Im Januar habe ich mein Buch „Nachtschatten“ beendet und mich, einfach weil die Gelegenheit günstig war, für den Indie Autor Preis 2016 auf neobooks beworben. Ich hatte davon schon im Vorjahr gehört, damals hatte Farina de Waard mit „Zähmung“ gewonnen. Ich dachte, das probiere ich auch mal aus. Wenn’s klappt: Gut! Wenn’s nicht klappt: auch nicht schlimm. Als die Longlist und schließlich die Shortlist veröffentlicht wurde, dachte ich: Hui, das läuft ja besser, als ich dachte! Ich war zufrieden. Bei so einem weitreichenden Wettbewerb auf der Shortlist zu landen, das ist ein echter Schub für das eigene Ego. Ich war stolz auf mich, überhaupt so weit gekommen zu sein. Dann kam der große Tag. Ich wollte eigentlich meine Hausarbeit zu Ende schreiben und vorher kurz nochmal nachgucken, wer denn gewonnen hat…Ich. Das Thema Hausarbeit war damit erledigt. Ich hatte mir, ehrlich gesagt, keine reelle Chance ausgemalt, zu gewinnen. So wie man beim Ausfüllen eines Lottoscheins nicht daran denkt, tatsächlich den Jackpot zu knacken. Umso glücklicher ist man dann, wenn es wirklich passiert. Jetzt, nachdem ich diesen Preis gewonnen habe und etwas Zeit ins Land gegangen ist, konzentriere ich mich auf mein nächstes Buch. Da kam mir die Idee in der zehnten Klasse, und es wird langsam mal Zeit, dass ich das zu Ende schreibe. Es wird übrigens eine Trilogie werden, so viel kann ich sagen. Mittlerweile habe ich auch einen Verlag gefunden, der „Nachtschatten“ als gedrucktes Buch veröffentlichen möchte. Das Buch wird wahrscheinlich Herbst 2017 erscheinen, und bis dahin habe ich genügend Zeit, mein Studium und mein nächstes Buch voranzubringen.

Lancester, Peter
Peter Lancester (* 1968) ist ein deutschsprachiger Buchautor. Er schreibt vorwiegend Horror- und Fantasygeschichten mit schwarzhumoriger Komponente. Sein Hauptwerk ist die Dark-Fantasy-Reihe "Die Chroniken der Anderwelten" (bisher 4 Bände erschienen), ansonsten findet man von ihm Kurzgeschichten in einigen Horror-Anthologien. Lancester ist der einzige der fast 40 Autoren, die an der Extrem-Horror-Reihe "Fleisch" mitgewirkt haben, der in jedem Band vorkommt.

Lansdale, Joe R.
Joe Richard Lansdale wurde am 28. Oktober 1951 in Gladewater, Texas geboren. In den 70er Jahren begann Joe R. Lansdale Kurzgeschichten zu veröffentlichen, die ein lakonischer Stil und ein schnelles Erzähltempo kennzeichneten. Später in seinen Romanen kamen noch beißende Ironie, ein Faible für absurde Situationen und eine schrille Überzeichnung der Charaktere als Markenzeichen hinzu. In Lansdales Geschichten prallen oft Wirklichkeit und Mythos aufeinander, egal ob das historische oder moderne Texas Schauplatz der Handlung ist. Lansdale schreibt Krimis, Thriller, Horror, Science-Fiction und auch die Stories für Comics (Batman-The Animated Series). Er heimste eine Reihe von Literaturpreisen ein, wie zum Beispiel den British Fantasy Award, den American Horror Award und den Edgar Award. Einem breiten Publikum wurde Joe R. Lansdale mit der hardboiled Krimi-Serie „Hap und Leonard“ bekannt. Der Autor lebt mit seiner Ehefrau Karen in Nacogdoches, Texas und ist ein anerkannter Meister der Martial Arts.

Le Guin, Ursula K.
Ursula Kroeber Le Guin wurde am 21. Oktober 1929 in Berkeley, Kalifornien als Tochter der Schriftstellerin Theodora Kroeber und des Professors für Anthropologie Alfred Louis Kroeber geboren. Sie war die jüngste von vier Kindern. Ihre Schriftstellerkarriere begann sie 1951 mit dem Schreiben von Gedichten. Anfang der 1960er Jahre wurden ihre ersten Kurzgeschichten veröffentlicht. 1966 erschien dann ihr ersten Roman. Ihr Durchbruch gelang ihr 1969 mit dem Roman „Winterplanet“, für den sie als erste Frau gleichzeitig die beiden wichtigsten Preise der phantastischen Literatur erhielt: den Hugo und den Nebula Award. Das Kunststück konnte sie 1974 mit „The Dispossessed“ wiederholen. Neben weiteren Auszeichnungen mit Hugo und Nebula erhielt sie unter anderem auch jeweils mehrfach den World Fantasy Award, den James Tiptree Jr. Award, den Endeavour Award und den Asimov’s Readers' Poll Award. Außerdem war sie dreimal für den Pulitzer-Preis nominiert. 1979 wurde sie zum „Grandmaster of Fantasy“ ernannt. Ursula K. Le Guin schreibt sowohl Science Fiction- als auch Fantasy. In letzterem wurde sie vor allem durch ihre Erdsee-Reihe bekannt, die in mehr als 15 Sprachen übersetzt wurde und heute in einem Atemzug mit Tolkiens „Herr der Ringe“ genannt wird. Viele ihrer Bücher spielen zwar auf fernen Planeten oder in Anderswelten, behandeln jedoch elementare Fragestellungen, die universell bedeutsam sind. So ist „The Word for World is Forest“ als Synonym für den Vernichtungskrieg gegen die Indianer in Amerika zu sehen. „The Dispossessed“ schildert den Gegensatz zwischen einem kapitalistischen Planeten sowie einem kargen Planeten, auf dem eine klassenlose Gesellschaft lebt.

Lossau, Jens
Jens Lossau, geboren 1974 in Mainz, ist ein deutscher Autor von Romanen und Kurzgeschichten unterschiedlicher Genre wie Thriller, Krimi, Horror und Mystery bei mehreren Verlagen. Zusammen mit Jens Schumacher verfasste der Autor Erzählungssammlungen und Romane in unterschiedlichen Genres. Die Serie um das skurrile Kommissar-Duo Grosch und Passfeller machte die Beiden als Autorenduo bekannt. Jens Lossau lebt und arbeitet heute in Alzey.

Lukianenko, Sergej
Sergej Wassiljewitsch Lukianenko, geboren am 11. April 1968 in Karatau, Kasachstan, ist einer der erfolgreichsten russischen Science-Fiction und Fantasy-Autoren unserer Zeit. Lukianenko studierte in Alma-Ata Medizin und praktizierte einige Zeit als Psychiater. In den achtziger Jahren fing er an, Kurzgeschichten zu verfassen, die er in verschiedenen Magazinen (u.a. einem sowjetisch-indischen Monatsmagazin) veröffentlichte. In den Anfängen orientierte sich Lukianenkows Werk stark an dem Robert A. Heinleins, doch seit dem Publikumserfolg der „Wächter“ Reihe gilt Lukianenko als die Stimme der Gegenwart in der russischen Phantastik. Aus der Wächter Reihe wird 2015 bereits der sechste Roman veröffentlicht, dazu kommen bis dato zahlreiche Science-Fiction, Jugendfantasy und Urban-Fantasy Romane und Serien unterschiedlichster Couleur, von tiefschwarz bis humoresk. Wenige Schriftsteller schreiben so vielseitig, und dennoch sind die Werke des Russen unverkennbar typische Lukianenkos. Der Autor lebt heute mit seiner Frau Sonja in Moskau und ist ein leidenschaftlicher Hobbykoch.

Marzi, Christoph
Christoph Marzi, Jahrgang 1970, wuchs in Obermendig in der Eifel auf und studierte Wirtschaftspädagogik in Mainz. Marzi arbeitet als Lehrer an einem Wirtschaftsgymnasium, seine Freizeit verbringt er jedoch gern damit, über fremde Welten zu schreiben. 2004 erschien sein erster Roman „Lycidas“, der Auftakt zur Reihe „Die Uralte Metropole“, der ein Überraschungserfolg wurde. Folgerichtig erhielt Marzi im Jahr darauf den Deutschen Phantastik Preis in der Kategorie“ Bestes deutschsprachiges Romandebut.“ Inzwischen umfasst die Reihe vier Bände („Lycidas“, „Lilith“, „Lumen“ und „Somnia“) und im September 2016 kommt „London“ hinzu. Christoph Marzi hat viele weitere Kurzgeschichten und Bücher, die zwischen Fantasie und Realität angesiedelt sind, verfasst und einige wurden in andere Sprachen übersetzt. Als Inspirationsquellen dienen dem Autor vorwiegend viktorianische Autoren wie Charles Dickens, Arthur Conan Doyle, Edgar Allan Poe, aber auch moderne Fantasy-Schriftsteller wie Neil Gaiman, China Miéville oder Kai Meyer prägen seine Bücher. Christoph Marzi lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Saarland.

McDermott, Kirstyn
Kirstyn McDermott wurde am Halloweenabend im australischen Newcastle geboren, ein Geburtstag der gut zu ihrer Vorliebe für alles Dunkle und Mysteriöse passt. Sie wuchs in Woodberry auf, machte einen Abschluss in Kunstgeschichte und zog nach Melbourne, wo sie bis heute lebt. Seit ihrer Kindheit schreibt sie über alles Gruselige (ausgenommen über Vampire). Viele Anthologien und Magazine veröffentlichten ihre Gothic, Horror und Dark Fantasy Kurzgeschichten. Ihr erster Roman »You Are Mine« gewann zahlreiche Preise, darunter den Aurealis Award sowie den Chronos Award und wurde zum Hit unter den Fans düsterer Literatur.

Meissner, Tobias O.
Tobias Oliver Meissner ist Jahrgang 1967 und wurde in Oberndorf am Neckar geboren. Noch als Kind zog er nach Berlin und lebt seit 1991 in Neukölln. Meissner studierte Kommunikations- und Theaterwissenschaften und arbeitete danach eine Weile abwechselnd als Fabrikarbeiter und freiberuflicher Schriftsteller. Als Autor ist er äußerst vielseitig; Meißner schreibt phantastische Literatur verschiedenster Richtungen, sowie Sachliteratur und Hörspiele. Gemeinsam mit dem Zeichner Reinhard Kleist erschuf Meissner den Polit-Parabel „Berlinoir“ als Comic-Reihe. Berlin befindet sich darin in einem alternativen Universum und ist wird von faschistischen Vampiren beherrscht. Der Romanzyklus „Hiob“ ist nach Aussage Meißners auf fünfzig Jahren angelegt, jedoch nicht auf eine bestimmte Anzahl von Bänden limitiert. Experimentell ist auch der Schreibstil in „Hiob“, von poetisch über witzig bis hin zu splatterhaft ist alles dabei. Entsprechend kontrovers fällt die Literaturkritik zu den „Hiob“-Romanen aus, die einen bezeichnen sie als grotesk und vulgär, die anderen als Kult. Mit der Fantasy-Reihe „Im Zeichen des Mammuts“, in der die Helden es sich zur Aufgabe machen, die bedrohte Natur zur Not mit Waffengewalt zu bewahren, wurde Tobias O. Meissner bei einem breiten Publikum bekannt,. Es folgten die Trilogie „Die Dämonen“ und weitere Fantasy-Bücher, darunter „Die Soldaten“ das eine pazifistische Botschaft nicht verleugnen kann.

Meyer, Kai
Der 1969 in Lübeck geborene Kai Meyer ist einer der bekanntesten Phantastik-Schriftsteller in Deutschland. Nach dem Abitur studierte er zuerst einige Semester Film, Theater und Philosophie. Schließlich absolvierte er ein Volontariat bei einer Tageszeitung und war als Journalist tätig unter anderem beim Kölner „Express“. Seit 1995 widmet sich Kai Meyer hauptberuflich dem Schreiben und veröffentlichte seitdem mehr als 50 Romane, überwiegend im Bereich Phantastik; Fantasy, Mystery und Magischer Realismus. Darunter befinden sich populäre Serien wie die „Alchimisten“-Reihe, die „Wolkenvolk“- und die „Sturmkönige“-Trilogie. In mehr als 30 Sprachen wurden die Romane des Autors übersetzt und mit Literaturpreisen ausgezeichnet, z.B. dem Corine-Preis (2005 für „Frostfeuer“), dem Marsh Award (2007 für „Die fließende Königin“, dem Prix Imaginales (2012 für „Seide und Schwert“) und zweimal mit dem SERAPH, 2013 für „Asche und Phönix“ und 2015 für „Die Seiten der Welt“.

Miéville, China
China Tom Miéville, geboren am 6. September 1972 in Norwich, wuchs im Nordwesten Londons auf. Er absolvierte ein Bachelor-Studium der Sozialanthropologie an der Universität Cambridge und erreichte einen Master-Abschluss mit Auszeichnung an der London School of Economics and Political Science. Als 18 jähriger ging Miéville für ein Jahr nach Ägypten, um dort Englisch zu unterrichten. Diese Erfahrung weckte sein Interesse an arabischer Kultur und Nahost-Politik. Miéville ist Politiker und als Mitglied der Internationalen Sozialistischen Allianz und der Socialist Workers Party (bis 2013) dem linken Spektrum zuzuordnen. Das spiegelt sich auch in seiner journalistischen Arbeit wieder, denn er ist Mitherausgeber der Zeitschrift „Historical Materialism – Research in Critical Marxist Theory“. 2001 kandidierte er für das englische Unterhaus allerdings ohne Erfolg. Sein schriftstellerisches Werk bezeichnet Miéville selbst als „Weird Fiction“. Er gehört zu einer Gruppe von Schriftstellern, die die Phantastische Literatur bewusst in eine neue Richtung, weg von der Tolkien’schen Fantasy entwickeln wollen. In Miévilles Romanen gehen Storyelemente aus Fantasy, Science-Fiction, Steampunk und Horror Hand in Hand. Zu seinen literarischen Vorbildern zählen Michael Moorcock, M. John Harrison, Tim Powers H.P. Lovecraft und Ursula K. Le Guin. Mit „Perdido Street Station“ gewann Miéville den Arthur C. Clarke-Preis und wurde für den Hugo, den Nebula Award und den World Fantasy Award nominiert. In Deutschland erschien "Perdido Street Station" zunächst in zwei Teilen als „Die Falter“ und „Der Weber“. Die Bücher erhielten 2003 den Kurd Laßwitz-Preis in der Kategorie „Bester ausländischer Roman“.

Much, Holger
Holger Much wurde 1968 in Albstadt auf der Schwäbischen Alb geboren. Nach dem Abitur und einem Volontariat in der Redaktion des Zollern-Alb-Kurier folgten Studium und Abschluss als Magister Artium der Kunstgeschichte und Kulturwissenschaft in Tübingen. Heute lebt und arbeitet er wieder in Albstadt. Während er den Lebensunterhalt seither wieder als Redakteur bei seiner Heimatzeitung bestreitet, widmet er seine freie Zeit der Kunst: Ölmalerei, Zeichnen und Mischtechniken, aber auch die hohe Kunst des Tiefdrucks haben es ihm seit jeher angetan. Seine weitere große Liebe, nämlich die zu Büchern, konnte er als Buchillustrator in den vergangenen Jahren mit seiner Faszination für das Erschaffen gezeichneter, zweidimensionaler Welten verbinden. Er arbeitete dabei mit Autor Achim Schnurrer zusammen, einst Herausgeber des Comic-Magazins „Schwermetall“, oder auch mit dem Meister der schwarzen Phantastik, dem Schweizer Künstler H.R.Giger („Alien“), für den eine Reihe handgedruckter Radierungen seiner Motive entstanden. Weitere Cover entstanden unter anderem für den Verlag Periplaneta sowie für die Edition Roter Drache. Und zuletzt nun eben mit dem von ihm sehr verehrten Musiker und Autor Asp Spreng, für den er die Illustrationen zu dessen Versepos „Der alte Weidenmann“ beisteuern durfte. Mit Musikern wie Ralf Gugel, Ally Storch, der Berlinder Folkband The Sycamore Tree oder Luci van Org arbeitet Holger Much zudem für sein musikalische Side-Project „Kelpy. Ausstellungen von Holger Much gab es unter anderem in Leipzig beim Wave-Gotik-Treffen, in Erlangen im Rahmen des Comicsalons, in Köln, Würzburg, Chambéry, Weimar, Kronach, Tübingen und Stuttgart.

Murakami, Haruki
Der japanische Autor Haruki Murakami wurde am 12. Januar 1949 in Kyōto geboren und ist in Kōbe aufgewachsen. Seine Eltern unterrichteten beide japanische Literatur, wohingegen sich Haruki mehr für die westliche Literatur und Musik interessierte. Er studierte ab 1968 Theaterwissenschaft und Drehbuchschreiben an der Waseda-Universität in Tokio, wo er auch seine spätere Frau kennenlernte. Seit 1971 ist das Paar verheiratet. Nach dem Studium jobbte er in einem Plattenladen und eröffnete 1974 in Tokio eine Jazzbar, die er bis 1982 leitete. 1978 begann er mit dem Schreiben und konnte ein Jahr später seinen ersten Roman „Kaze no uta o kike“ veröffentlichen. In den 1980er Jahren lebte Murakami in Frankreich, Italien und Griechenland. 1991 wurde er Gastdozent an der Princeton University in New Jersey. 1993 lehrte er an der Tufts University in Medford, Massachusetts, bevor er zwei Jahre danach wieder in seine Heimat zurückkehrte. 2006 erhielt er den Franz-Kafka-Literaturpreis. 2009 wurde ihm der Jerusalem Prize für sein literarisches Werk verliehen. Seit 2001 lebt Murakami in Ōiso.

Niemann, Swantje
Swantje Niemann ist 1996 in Berlin geboren und studiert an der Europa Universität Viadrina (Frankfurt/Oder) Kulturwissenschaften. Abgesehen von Studienaufenthalten in England und Frankfurt/Oder, ist sie Berlin bisher treu geblieben. Swantje Niemann liest mit Vorliebe Fantasy, gerne englischsprachige Neuerscheinungen, aber auch historische Romane, klassische Krimis oder Mythen aus der Zeit der Romantik. Als begeisterungsfähige und kritische Leserin schreibt sie über ihre Lektüre im Word Wide Web, auf ihrem eigenen Blog Cygnus Reviews und auf dem Portal Literatopia. Swantje Niemanns erster eigener Roman ist auf der Nachwuchsplattform des Droemer-Knaur Verlags neobooks erschienen. „Drúdir“ erzählt eine Steamfantasy-Story, in der die Zwerge die industrielle Revolution begründet haben.

Niffenegger, Audrey
Audrey Niffenegger, geboren am am 13. Juni 1963 in South Haven, Michigan, ist eine amerikanische Schriftstellerin und Künstlerin. Sie studierte am Arts Institute of Chicago und schloss das Studium mit einem Bachelor of Fine Arts ab. Danach unterrichtete sie am Columbia College/Chicago und erschuf viele Kunstwerke, zum Beispiel Zeichnungen, Gemälde und Fotografien. Der künstlerische Durchbruch gelang ihr allerdings in der Literatur, mit ihrem Debutroman „The Time Traveller’s Wife“ („Die Frau des Zeitreisenden“). Der ungewöhnliche Zeitreiseroman wurde in über 20 Sprachen übersetzt und 2009 sehr erfolgreich verfilmt.

Novik, Naomi
Naomi Novik, am 30. April 1973 in New York geboren, studierte Englische Literatur an der Brown Universität und machte einen Master Abschluss in Informatik an der Columbia Universität. Zunächst arbeitete sie am Design des PC-Spiels „Neverwinter Nights: Schatten von Undernzit“ mit, bevor sie nach einem Arbeitsaufenthalt in Kanada nach New York zurückkehrte, um sich endgültig auf das Schreiben von Romanen zu konzentrieren. Dafür ließ sie sich von polnischen Märchen, der Hexe Baba Jaga und Tolkien inspirieren. Naomi Novik begann 2006 an den Temeraire-Romanen zu arbeiten, die bald zu einer der erfolgreichsten Drachenfantasy-Reihen werden sollten. „Der Herr der Ringe“ und „Hobbit“-Regisseur Peter Jackson sicherte sich schon vor Jahren die Rechte an Verfilmungen der Temeraire-Romane, bis heute wurden die allerdings nicht realisiert.

Nuyen, Jenny-Mai
Jenny-Mai Nuyen (eigentlich Nguyen) wurde am 14. März 1988 als Tochter deutsch-vietnamesischer Eltern in München geboren. Geschichten schreibt sie, seit sie fünf ist, und mit dreizehn verfasste sie ihren ersten Roman. Als großer Fantasy-Fan hat Jenny-Mai Nuyen alles verschlungen, was es an literarischen Vorbildern gab: von Lloyd Alexander über Michael Ende bis zu Jonathan Stroud und Christopher Paolini. Ihr literarisches Debüt „Nijura – Das Erbe der Elfenkrone“ wurde veröffentlicht, als sie 18 Jahre alt war und wurde ein Fantasy-Bestseller. Nach dem Abitur studierte Jenny-Mai Nuyen Filmwissenschaft an der New York University und finanzierte sich ihr Leben mit der Veröffentlichung weiterer zahlreicher Fantasy-Romane. Inzwischen lebt die Autorin in Berlin, studiert Philosophie und Religionswissenschaft und hat sich hinsichtlich ihres literarischen Schaffens mit dem Roman "Noir" neu orientiert, vom klassischen Fantasy-Jugendbuch zur Phantastik-Literatur für ein erwachseneres Publikum.

Orgel, T.S.
T.S Orgel steht für die Gebrüder Tom und Stephan Orgel, die gemeinsam Phantastik-Kurzgeschichten und Romane schreiben. Tom Orgel ist Jahrgang 1973 und wurde in Görlitz geboren. Tom studierte Grafik-Design, war Redakteur und Herausgeber eines Kunstmagazins und arbeitete als Texter und Grafiker bei diversen Werbeagenturen. Heute ist er selbständiger Grafik-Designer, lebt mit seiner Ehefrau und zwei Söhnen im Spessart und hat keine Zeit mehr, um dem Hobby Rollenspiel zu frönen. Stephan Orgel, ist 3 Jahre jünger als sein Bruder, gelernter Verlagskaufmann und Betriebswirt. Stephan lebt in Hessen und arbeitet in der Verlagsbranche, unter anderem als Redakteur für ein Fachmagazin. Anders als sein Bruder ist Stephan immer noch begeisterter Rollenspieler und verbringt einen großen Teil seiner Freizeit im Kino und auf Reisen. Nach einem nicht besonders erfolgreichen Beitrag für den Heyne Schreibwettbewerb „Schreiben Sie einen magischen Bestseller“, folgten Veröffentlichungen in diversen Phantastik- Anthologien, zum Teil in Kooperation mit Carsten Steenbergen. Zu dritt riefen sie auch das interaktive Romanprojekt „Steamtown“ ins Leben, dessen Geschichte es mittlerweile auch im Hör- und Taschenbuchformat zu kaufen gibt. Der Kreis schließt sich, als der Heyne-Verlag dann doch den ersten Fantasy-Roman „Orks vs Zwerge“ des Autorenteams T.S. Orgel veröffentlicht. Es folgten die Fantasy-Romane „OvsZ II und III“ und 2015 der Auftakt der „Die Blausteinkriege“ – „Das Erbe von Berun“.

Pala, Ivo
Ivo Pala, Jahrgang 1966, ist im Rheingau geboren und aufgewachsen. Ivo Pala lernte das Hotelgewerbe, studierte VWL und war im Bereich IT und Telekommunikation tätig. Über diesen Arbeitsbereich kam er zur TV und Filmindustrie und fing an Drehbücher für Action- und Krimi-Serien zu schreiben. Schließlich veröffentlichte er auch Romane, Thriller wie „Die Lazerus Formel“ (2011), „H2O“ (2014) und Gift (2015), sowie die Fantasy-Romane um die „Elbenthal-Chroniken“ (2014). Für die „Darkworld“-Trilogie, in denen das Meer eine wichtige Rolle spielt, ist Ivo Pala extra von Berlin an die Ostsee gezogen.

Payton, T. Aaron
T. Aaron Payton, der eigentlich Tim Pratt heißt und 1976 geboren wurde, wuchs in Dudley, Nord-Kalifornien (USA) auf. Er studierte Englisch an der Appalacchian State University und nahm am Clarion East Writing Workshop teil. Tim Pratt schrieb für einige Phantastik-Magazine (Asimov's Science Fiction, Realms of Fantasy) und Geschichten für diverse Anthologien. Als T.A. Pratt veröffentlichte er die „Mara Mason“ Romane, schräge Fantasy-Stories um eine selbstbewusste Hexe. Tim Pratt heimste eine Nebula-Nominierung ein und gewann den Hugo-Award mit der SF-Story „Impossible Dreams“. Der Roman „The Constantine Affliction“ (deutsch: "Morbus Konstantin) war sein erster Ausflug in das Steampunk-Genre. Tim Pratt arbeitet derzeit als Redakteur für das „Locus Magazine“ und lebt mit seiner Familie in Oakland.

Perplies, Bernd
Bernd Perplies wurde am 28. Februar 1977 in Wiesbaden geboren und verbrachte seine Kindheit in Walluf im Rheingau. Sein Studium der Germanistik, Buchwissenschaft, Psychologie und Filmwissenschaft an der Universität Mainz schloss er mit einer Magisterarbeit zum Thema „Der deutsche Science-Fiction-Film“ ab. Beim Deutschen Filminstitut arbeitete er anschließend als Online-Redakteur für filmportal.de und schrieb ebenfalls für die Zeitschrift Space View und das-Rollenspiel-Portal ringbote.de. Schon in der Schulzeit begann Perplies mit dem Schreiben von Kurzgeschichten und reichte 2006 seinen ersten Roman: „Tarean – Sohn des Fluchbringers“ bei einem Schreibwettbewerb ein. Dieser Auftakt der Tarean Fantasy-Trilogie wurde zwei Jahre später vom Lyx-Verlag veröffentlicht und 2009 mit dem Deutschen Phantastik Preis in der Kategorie "Bestes deutschsprachiges Romandebüt" ausgezeichnet. Heute lebt Bernd Perplies in der Nähe von Stuttgart und verdient sein Brot als freier Autor und Übersetzer, unter anderem für das Perry Rhodan Universum.

Peters, S.M.
S.M. Peters ist keiner von den Autoren, die sich vor ihrer Schriftstellerlaufbahn als Physiker, Broker und Spion verdingt haben. S.M. Peters lebt im Nirgendwo in der Nähe des Okanagan Sees in British Columbia, Kanada. Dort hält er sich einen kleinen Zoo, ist glücklich verheiratet und arbeitet als Lehrer. 2008 erschien sein Steampunk-Roman „Die Götter von Whitechapel“ (Erscheinungstermin in Deutschland 2011) und ein Jahr später „Ghost Ocean“ (Urban Fantasy).

Pharo, Miriam
Miriam Pharo kam am 8. Mai 1966 im andalusischen Córdoba zur Welt. Bis zu ihrem 9. Lebensjahr wuchs Miriam Pharo auf der französischen Atlantikinsel Oléron auf, dann zogen sie und ihre Mutter nach Mainz. Nach dem Abi studierte Miriam Pharo Slawistik, Romanistik und Politikwissenschaften in Mainz und Heidelberg und anschließend arbeitete sie in der Werbung. Nach 15 Jahren kehrte sie dieser Welt des schönen Scheins jedoch den Rücken, um das zu tun, was sie schon immer tun wollte – Geschichten schreiben. Seit 2008 arbeitet Miriam Pharo als Übersetzerin und Schriftstellerin. Pionierarbeit leistete Miriam Pharo bei der Etablierung des ebooks. Bereits im selben Jahr veröffentlichte sie in Eigenregie Teile ihrer späteren „Hanseapolis“-Science-Fiction Reihe als enhanced ebook mit interaktiver Mouseover-Funktion für ergänzende Informationen und Illustrationen. Ab 2009 wurden die Romane „Schlangenfutter“, „Schattenspiele“ und „Präludium“ beim Abacus-Verlag auch im Printformat herausgebracht. In ihrem Anfang 2016 ebenfalls via Selfpublishing erschienenem Roman „Der Bund der Zwölf“ spielt ihre zweite Leidenschaft die Hauptrolle, die Musik. Die Geschichte spielt im Paris des Jahres 1926 und erzählt einen Krimi mit phantastischem Hintergrund. Das Buch wurde für den SERAPH Preis 2016 in der Kategorie "Bester Independent Autor" nominiert. Miriam Pharo lebt heute in Starnberg.

Plaschka, Oliver
Der Phantastik-Autor Oliver Plaschka wurde 1975 in Speyer geboren. Er studierte Anglistik und Ethnologie an der Universität Heidelberg und schloss 2009 mit einer Promotion ab. Neben seiner Tätigkeit als Romanautor arbeitet er als Übersetzer und ist auch Verfasser und Herausgeber zahlreicher Kurzgeschichten. Zudem ist Oliver Plaschka Lehrbeauftragter der Universität Heidelberg, er leitet Seminare, die sich mit Phantastischer Literatur beschäftigen. Für „Fairwater oder Die Spiegel des Herrn Bartholomew“ wurde er 2008 mit dem Deutschen Phantastikpreis für das beste deutschsprachige Romandebüt ausgezeichnet. Sein Roman "Das Licht hinter den Wolken" schaffte es 2014 auf die Short-List des "Seraph", dem Buchpreis der Phantastischen Akademie". Oliver Plaschka lebt und arbeitet in Speyer.

Pratchett, Terry
Terence David John Pratchett kam in Beaconsfield, Großbritannien am 28. April 1948 zur Welt. Als er dreizehn Jahre alt war wurde seine erste Kurzgeschichte zuerst in einer Schülerzeitung veröffentlicht, später im Science-Fantasy Magazin. Nachdem er von der Schule abgegangen war, absolvierte er eine Ausbildung zum Redakteur. Anschließend war er bei einigen Zeitungen Süd-West-Englands tätig, darunter Western Daily Press und Bath Chronicle. Sein Job führte ihn eines Tages zu Peter Bander van Duren, dem Co-Direktor eines kleinen Verlages. Ihm erzählte er von seinem ersten eigenen Buch „Die Teppichvölker“, das daraufhin 1971 veröffentlicht wurde. 1980 wurde Terry Pratchett Pressesprecher des Central Electricity Generating Board (CEGB). Neben dieser Tätigkeit, schrieb er zwei ernsthafte Science-Fiction Romane und schließlich „Die Farben der Magie“ – die Scheibenwelt war geschaffen. Es folgten eine ganze Reihe von Geschichten aus der Scheibenwelt, die sich überwiegend um seine Hauptfiguren Rincewind, Granny Wetterwachs, Tod und Samuel Mumm drehen und überwiegend, aber nicht ausschließlich in der Stadt Ankh-Morpork spielen. 1987 gab der Autor den Job beim CEGB auf, nachdem klar war, dass er von dem Ertrag seiner Bücher leben konnte. Seit dem veröffentlicht er regelmäßig neue Bücher, die ihm auch heute noch einen weltweiten Erfolg sichern. Und das, obwohl er nur noch unter großer Mühe schreiben kann: Pratchett ist an Alzheimer erkrankt. Diese Krankheit hat Pratchett zum Fürsprecher für Kranke gemacht. Er nutzt seine Popularität und kämpft für ein würdiges Sterben und einen selbstbestimmten Tod. Literarisch gilt der kleine Mann mit dem großen Schlapphut weiterhin als der Meister des brillanten, hintersinnigen Humors.

Preston, Richard
Richard Preston wurde 1954 in Cambridge, Massachusetts geboren. Preston studierte am Ponoma College, Kalifornien Englisch und machte in Princeton seinen Doctor of Philosophie. Für Schriftsteller wie Preston, die nicht fiktive Themen in Romanen im Stil eines Hightech-Thrillers verarbeiten, wurde die Kategorie des Tatsachen-Thrillers geprägt. Berühmtestes Beispiel aus der Feder Prestons ist der Bestseller »Hot Zone«, der unter anderem einen Beinahe-Ausbruch des Ebola-Virus sowie dessen verheerende Konsequenzen schildert und der auf einem Artikel des Autors („Crises in the Hot Zone“) im New Yorker basiert. Viele der Szenarien sollten 2014 in Afrika schreckliche Wirklichkeit werden. Es folgten weitere nicht fiktionale und fiktionale Romane, deren wissenschaftlicher Hintergrund Preston akribisch recherchiert hat und die eine erschreckende Authentizität auszeichnet.

Pullman, Philip
Philip Pullman wurde am 19. Oktober 1946 in Norwich, Großbritannien geboren. Aufgewachsen ist Pullman im heutigen Simbabwe, in Australien, in Wales und in London. Die häufigen Umzüge in der Kindheit waren dadurch begründet, dass sein Vater und sein späterer Stiefvater bei der Royal Air Force stationiert waren. Später studierte er am Exeter College in Oxford Anglistik und arbeitete danach zunächst als Lehrer. Schließlich wurde Pullman Literaturdozent am Westminster College in Oxford, nebenher verfasste er Kinderbücher, Theaterstücke und Thriller. Als Schriftsteller bekannt wurde Pullman durch seine Steam-Fantasy-Trilogie „His Dark Materials“. Der Autor ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt heute in Oxford.

Rothfuss, Patrick
Patrick Rothfuss, am 6. Juni 1973 in Madison, Wisconsin/USA geboren, wurde nach eigener Aussage aufgrund der wenigen TV-Programme in Wisconsin ein begeisterter Leser. An der Universität wechselte er häufiger sein Studienfach. Zuerst wollte er Chemotechniker werden, dann klinischer Psychologe. Zu dieser Zeit nahm er Studentenjobs an und arbeitete bei der Campus Zeitung seiner Uni Wisconsin Stevens Point. Parallel dazu fing er an, einen Fantasy-Roman mit dem Titel „The Song of Flame and Thunder“ zu schreiben. Um nicht von der Uni zu fliegen, machte Rothfuss einen Bachelor of Arts Abschluss im Fach in Englisch, wechselte dann zur Washington State University, wo er das Master-Studium absolvierte. Nach dem Master-Abschluss ging er zurück an die Stevens Point, um Englisch zu unterrichten. Sein Buch legte er zunächst erfolglos mehreren Verlagen vor. Erst als er einen Auszug aus dem Roman zu der Kurzgeschichte „The Road to Levinshir“ umschrieb und damit 2002 den ‚Writers of the Future‘ Wettbewerb gewann, wendete sich das Blatt. Kevin J. Anderson vermittelte ihn an einen Agenten, der wiederum den Roman DAW Books anbot, dem Verlag der bereits die Bücher von Tad Williams veröffentlichte. DAW Books legte die Story als Trilogie „The Kingkiller Chronicle“ an und veröffentlichte 2007 deren ersten Teil unter dem Titel „The Name of the Wind“. Der zweite Teil „The Wise man’s Fear“ folgte 2011 und der finale Teil soll „The Doors of Stone“ heißen. In Deutschland hat Patrick Rothfuss ebenfalls den gleichen Verlag wie Tad Williams. Klett-Cotta veröffentlichte „Der Name des Windes: Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag“ im Jahr 2008 und splittete den folgenden Teil. „Die Furcht des Weisen, Teil 1: Die Königsmörder-Chronik. Zweiter Tag.“ erschien 2011 und ein Jahr später der zweite Teil des zweiten Bands. In den USA erschien eine Kurzgeschichte über den Charakter Bast, mit dem Titel „The Lightning Tree“ in der von George R. R. Martin herausgegebenen Anthologie „Rogues“. Ursprünglich sollte darin eine Story über Auri „The Slow Regard of Silent Things“ aufgenommen werden, doch die befand Rothfuss als zu lang und unpassend. Sie erschien schließlich als Kurzroman, 2014in den USA und im Februar 2015 in Deutschland mit dem Titel „Die Musik der Stille“.

Sanderson, Brandon
Brandon Sanderson, geboren im Dezember 1975 in Lincoln (Nebraska), ist heute einer der bekanntesten US amerikanischen Phantastik-Autoren. Seine Lehrerin in der achten Klasse gab ihm „Dragonsbane“ von Barbara Hambly zu lesen und entfachte damit die Begeisterung für Fantasy. Fortan gehörten die Werke von Robert Jordan, Anne McCaffrey und Orson Scott Card zu seinen Wegbegleitern. Sanderson versuchte er sich an der Brigham Young University (Povo/Utah) am Studium der Biochemie. Wie alle Angehörigen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) ging er als Missionar nach Seoul, Süd-Korea. Dort wurde ihm klar, dass er lieber schreiben wollte, anstatt Wissenschaftler zu werden. Zurück an seiner Uni schrieb er sich für das Fach „Kreatives Schreiben“ ein und schloss 2005 mit einem Master ab. Während der Studienzeit jobbte er nachts im Hotel, schrieb Geschichten und war wie Dan Wells Redakteur des SF-Magazins „The leading edge“. 2005 erschien bei Tor-Books sein Romandebut „Elantris“ und seitdem veröffentlicht Brandon Sanderson ein Buch nach dem anderen. Den Durchbruch als Schriftsteller schaffte er mit der Reihe um „Die Nebelgeborenen“. Nachdem Robert Jordan verstorben war, erhielt Brandon Sanderson das Angebot, dessen populäres High-Fantasy Epos "Das Rad der Zeit" zu vollenden. Gemeinsam mit Dan Wells und anderen bekannten US Phantastik-Autoren betreibt er den Podcast „Writing excuses“ der Tipps und Hilfestellungen für Autoren anbietet. Brandon Sanderson lebt mit seiner Ehefrau Emily Bushman und drei Söhnen in American Fork (Utah).

Sapkowski, Andrzej
Andrzej Sapkowski, 1948 in Łódź /Polen geboren, ist Betriebswirt und Schriftsteller. Sapkowski studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität Łódź und war als Ökonom im Außenhandel tätig, bevor er sich dem Schreiben zuwandte. Mitte der achtziger Jahre entstanden die ersten phantastischen Erzählungen, inspiriert von slawischen Märchen und Legenden, und schon damals mit der Figur, die ihn später bei einem breiten Fantasy-Publikum bekannt und beliebt machen sollte. Diese Erzählungen um Geralt von Riva fasste der Autor schließlich zu Kurzgeschichtenbänden zusammen, denen eine fünfteilige Reihe um den charismatischen Hexer folgte. Seither kamen noch weitere Romane und Erzählbände dazu, teil mit unmittelbarem Bezug zum Hexer- Zyklus zum Beispiel als Prequel oder andere Erzählungen. Gleich fünfmal wurde Sapkowski mit dem Janusz-A. Zajdel-Preis prämiert. Des Weiteren wurde die Saga bereits für das polnische Fernsehen verfilmt, sowie Computer- und Rollenspiele aus dem Stoff entwickelt. Kürzlich (2015) wurde bekanntgegeben, dass ein Spielfilm über den Hexer geplant ist, Regisseur wird der Pole Tomek Baginski sein.

Saumweber, Andreas
Andreas Saumweber, 1980 geboren, absolvierte nach dem Zivildienst eine Ausbildung zum Krankenpfleger. 2003 begann er in Erlangen Medizin zu studieren, legte ein Auslandssemester in Tromsø, Norwegen ein und machte 2010 sein Staatsexamen. In Bayreuth trat er seine erste Stelle als Anästhesist an, inzwischen lebt und arbeitet er jedoch in Augsburg. Andreas Saumweber ist Leseratte und Rollenspieler aus Passion. Daraus entwickelte sich der Wunsch, eigene Geschichten für ein englischsprachiges Rollenspiel zu schreiben. Als Nicht-Muttersprachler hatte er jedoch keine Chance auf Veröffentlichung. Andreas Saumweber beschloss, den Hintegrund der keltischen Mythologie verknüpft mit einer Parallelwelt zu überarbeiten und erschuf das umfangreiche (insgesamt über 2500 Seiten) Romanprojekt „Die Druidenchronik“. 2010 erschein der erste Band „Schattenkrieg“, dem noch zwei weitere Bände auf folgen sollten.

Schenk, Michael H.
Michael Herwig Schenk, am 7. Juni 1955 in Bonn geboren, absolvierte nach der Realschule eine Lehre als Augenoptiker. Den Beruf musste er aus gesundheitlichen Gründen aufgeben, stattdessen arbeitete er lange als Ausbilder im Katastrophenschutz beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. 2006 erschien sein erster Phantastik-Roman „Die Pferdelords und der Sturm der Orks“, der Auftakt einer von J.R.R. Tolkiens „Der Herr der Ringe“ inspirierten High-Fantasy Reihe. Zwölf Bändewaren geplant, doch der MIRA Verlag stellte nach acht Pferdelords-Romanen die Fantasy-Sparte ein. Drei weitere Romane erschienen danach im Arcanum bzw. Scratch Verlag, die Veröffentlichung des letzten ist für 2015 geplant. Als Autor ist Michael Schenk allerdings auch in anderen Phantastik-Welten zuhause. Der Horror-Roman „Das Blut des Wolfes“ erschien 2011 beim emons Verlag, der Auftakt einer Science-Fiction Reihe „Sky Trooper“ 2015 beim Saphir im Stahl Verlag. Weitere Phantastik-Romane aus dem Bereich Horror, Science-Fiction und Steampunk sind in Vorbereitung. Michael H. Schenk ist verheiratet, hat eine Tochter, zwei angeheiratete Söhne, drei Enkel und lebt in seiner Geburtsstadt Bonn.

Schlicht, Chris
Christine Schlicht wurde am 1968 in Frankfurt am Main geboren. Sie ließ sich zur Gärtnerin im Garten- und Landschaftsbau ausbilden und absolvierte anschließend ein Studium im gleichen Fach. Heute ist sie als Diplom-Ingenieur der Fachrichtung Landespflege beschäftigt. Nebenbei arbeitet sie als Illustratorin und Grafikerin für das Rollenspiel „Cthulhu“ und erstellt Cover und Innenillustrationen für verschiedene Kleinverlage. Bisher sind einige ihrer Kurzgeschichten in verschiedenen Anthologien erschienen. Mit dem Steampunk-Roman „Maschinengeist“ konnte sie 2012 ihren ersten Roman veröffentlichen. Chris Schlicht ist seit 1991 verheiratet und hat zwei Töchter. Die Familie lebt heute in Waldems bei Wiesbaden.

Schreckenberg, Michael
Michael Schreckenberg, geboren am 8. Mai 1971 in Langenfeld/Rheinland, ist Autor von Songtexten und Kurzgeschichten, Kriminal- und Phantastik-Romanen. Letztere bewegen sich im Bereich Horror, Science-Fiction und Urban-Fantasy. Michael Schreckenberg siedelt den Schauplatz seiner Romane gern in Landschaften an, die er gut kennt, im Bergischen Land nahe Köln. So entstand dort der fiktive Ort Langerath, der dem Roman „Der wandernde Krieg“ einen passenden Rahmen bietet. „Der wandernde Krieg – Sergej“ schaffte es 2013 in die Short-List des Seraph-Preis in der Kategorie „Bestes Buch“. Michael Schreckenberg arbeitet als freier PR-Berater, Journalist und Lektor und lebt in Leverkusen.

Schumacher, Jens
Jens Schumacher, ebenfalls geboren 1974 in Mainz, studierte in Mainz allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft, Amerikanistik und Buchwissenschaftarbeitet. Seit Ende der neunziger Jahre schreibt er als freier Autor Kinder- und Erwachsenenliteratur. Schumacher veröffentlichte zahlreiche Kurzprosa in Jahrbüchern, Festschriften und Anthologien sowie redaktionelle und literaturkritische Arbeiten für verschiedene Periodika. Bislang erschienen von ihm rund 60 Titel in unterschiedlichen Genres, darunter Fantasyromane, Krimis, interaktive Spielbücher und Jugendserien, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. Auf seinen Lese- und Vortragsreisen zog Jens Schumacher in den letzten Jahren durch das deutschsprachige In- und Ausland. Daneben leitet er im Auftrag verschiedener kultureller Institutionen Workshops in kreativem Schreiben. Er lebt in Mainz sowie einem kleinen Ort tief in der Pfalz.

Schweblin, Samanta
Die argentinische Schriftstellerin Samanta Schweblin erblickte 1978 in Buenos Aires das Licht der Welt und wuchs dort auf. An der Universidad de Buenos Aires studierte sie Filmwissenschaft, gründete nach dem Abschluss allerdings eine Agentur für Webdesign. Die so gesicherte finanzielle Unabhängigkeit ermöglichte ihr einen anderen künstlerischen Weg einzuschlagen, den der Schriftstellerei. Für ihren ersten Kurzgeschichtenband „El núcleo del Disturbio“ wurde sie mit dem wichtigsten Literaturpreis Argentiniens, dem „Fondo Nacional de las Artes“ geehrt. Ihre zweite Anthologie „Pájaros en la boca“ (dt. Titel:“ Die Wahrheit über die Zukunft“) wurde gleich in zwölf Sprachen übersetzt und mit dem Preis des kubanischen Verlags Casa de las Américas prämiert. Danach führten sie Literatur-Stipendien nach Italien und China, 2012 nahm Schweblin am Internationalen Literaturfestival Berlin teil. Bis 2013 erhielt sie ein DAAD Stipendium (Deutscher Akademischer Austauschdienst) und blieb mit ihrem Mann, einem Fotografen und Gastronom in Berlin. Ihr erster Roman „Distancia de rescate“ erschien 2014, im Jahr darauf im Suhrkamp/Insel Verlag unter dem Titel „Das Gift“ in Deutschland. 2015 erschien ebenfalls ihr zweiter Roman „Siete casas vacías“, für den Schweblin den „Premio Internacional de Narrativa Breve“ gewann, den bedeutendsten Preis für spanischsprachige Literatur und mit 50000 Euro einer der höchsdotierten überhaupt. Samanta Schweblin lebt und schreibt in Berlin, zusätzlich betreibt sie mit ihrem Ehemann ein Restaurant in Kreuzberg.

Simon, Lars
Lars Simon ist ein Pseudonym des deutschen Texters und Autors Alf Leue. Fünfzehn Jahre war er selbständiger Unternehmer im Bereich IT und Marketing und hat nebenher Hörspiele und Fachartikel geschrieben. Dann zog es den gebürtigen Hessen Richtung Norden. Der Autor lebte sechs Jahre in Schweden und verdiente sein Knäckebrot als Handwerker für Touri-Holzhäuser. 2011 kehrte Lars Simon nach Deutschland zurück und seitdem lebt er im südlichen Rhein-Main Gebiet. Als Schriftsteller bekannt geworden ist Simon mit den drei urigen Schweden-Romanen um Torsten Brettschneider; „Elchscheiße“, „Kaimankacke“ und „Rentierköttel“. Im Mittelpunkt steht ein Mittdreißiger aus Frankfurt, der nach Schweden auszog und dort skurrilen Menschen und Abenteuern begegnet. Mit dem Auftakt zur nächsten Serie „Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen“ ist Simon seinem skurrilen Humor und Schweden treu geblieben, hat sich literarisch jedoch in Richtung Fantasy-Krimi à la Ben Aaronovitch weiterentwickelt. Lars Simon hat vier bis sechs Bände an schrägen und magischen Abenteuern mit Lennart und dem Mops Bölthorn geplant.

Spreng, Alexander Asp
Alexander „Asp“ Spreng wollte schon immer Geschichten erzählen. Mehr aus Versehen wurde er Rockstar, seiner zweiten großen Leidenschaft – der Musik – nachgebend. Die narrative Kunst kam dabei jedoch nie zu kurz: Als Mastermind und Frontmann der Frankfurter Band ASP lebt er seit dem Jahre 1999 nicht nur für düstere Rockmusik, sondern auch für schwelgerisch erzählerische Texte, deren Motive meist durch die Schwarze Romantik inspiriert sind. Mit dieser Mischung – ihrem „Gothic Novel Rock“ – feierten ASP in ihrer langjährigen Geschichte bereits zahlreiche Erfolge. Für die Musikwelt bemerkenswert komplexe Handlungsstränge entwickelte Asp Spreng für die Albumreihe des „Schwarzen Schmetterlings“ sowie den „Fremder“-Zyklus. Auf dem Doppelalbum „Zaubererbruder“ (2008) interpretierte er die sorbische Sage des Zauberlehrlings Krabat neu und verneigte sich dabei explizit vor dem Werk des von ihm verehrten Otfried Preußler. Zuletzt arbeitete er mit dem Phantastik-Autor Kai Meyer zusammen, von dessen Kurzgeschichte „Das Fleisch der Vielen“ er sich zu den Alben „Verfallen, Folge 1: Astoria“ und „Folge 2: Fassaden“ inspirieren ließ. Über seine Arbeit für und mit ASP hinaus verfolgte Asp Spreng stets auch andere Projekte, schrieb Comic-Szenarios und schuf gemeinsam mit Illustratoren Bilderbücher seiner Texte. Im Jahr 2012 veröffentlichte er die schaurig-humorvolle Versnovelle „Der Fluch“, die, gespickt mit subtilen Anspielungen, seine Hingabe für Sprache und Literatur belegt. Seit 2016 widmet er sich der Bilderbuch-Reihe „Asp Sprengs Zwielichtgeschichten“, in denen er auf besonders poetische Weise Phantastisches als Spiegelbild für die großen und kleinen Fragen des täglichen Lebens benutzt. Teilweise werden diese Geschichten mit Songs verknüpft, bringen welche hervor oder basieren auf ihnen. Teilweise klingen sie selbst wie Lieder. Nach dem ersten Band „Der Knochenmann, das Vöglein und die Nymphe“ (Illustration: Fabia Zobel) ist soeben erschienen „Der alte Weidenmann“, zusammen mit dem Künstler Holger Much. Band Drei ist in Vorbereitung.

Springorum, Björn
Björn Springorum, Jahrgang 1982 und in Calw/Baden-Württemberg geboren, studierte in Stuttgart Anglistik und Alte Geschichte. Er arbeitete als Textchef für das alternative Kunst- und Musikmagazin Orkus, bevor er sich als Journalist und Autor selbständig machte. Eigene Geschichten zu schreiben ist sein Ausgleich dafür, dass er nicht im Kleiderschrank eine neue Welt entdecken, durch einen Kaninchenbau ins Wunderland fallen, mit einem Ring unsichtbar werden oder nur durch das Lesen eines Buches nach Phantásien reisen kann. 2013 erschien sein erster Roman „Herbstbringer“, der es auf die Shortlist des SERAPH-Preises in der Kategorie „Bestes Debut“ schaffte. Björn Springorum lebt mit zwei Katzen in Stuttgart.

Steenbergen, Carsten
Carsten Steenbergen kam 1973 in Düsseldorf zur Welt, wuchs am Niederrhein auf und lebt auch heute noch dort. Sein Brot verdient Carsten Steenbergen als Softwareentwickler, doch seine Leidenschaft gilt dem geschriebenen Wort. Als Jugendlicher las er „Der Herr der Ringe“. Doch nicht J.R.R. Tolkiens Werk, sondern eine im Internet veröffentlichte Fortsetzung des Klassikers brachte ihn zum Schreiben. Carsten Steenbergen war der Meinung, bessere Geschichten erzählen zu können, als jene unbekannte Autorin und macht sich seit dem Gedanken darüber, ob er der Unbekannten für diese Initialzündung nicht einmal danken sollte. In der Zwischenzeit schreibt Carsten Steenbergen in mutimedialer Art und Weise: Drehbücher, Hörspiele, Kurzgeschichten und Romane. 2008, 2009 und 2010 wurde der Autor für den Deutschen Phantastik Preis nominiert, 2012 für den Kurd-Laßwitz-Preis für die „Beste Erzählung“. 2012 erschienen auch der Amsterdam-Krimi „Tiefes Land“ als E-Book und Hörspiel, sowie sein zweites Buch „Teufelsacker“, ein heimatverbundener historischer Horrorroman, zwei Jahre später die Agententhrillerreihe „Crane“. 2015 schließlich kam das Multimediaprojekt „Steamtown-Die Fabrik“ in Buchform heraus, welches Carsten Steenbergen 2009 mit Tom und Stephan Orgel als Online-Projekt gestartet und mit Detlev Tams als Hörspiel umgesetzt hatte.

Stephenson, Neal
Der Amerikaner Neal Town Stephenson gilt als einer der innovativsten Schriftsteller von Science-Fiction und Gegenwartsliteratur. Geboren wurde Stephenson in Fort Meade, Maryland, USA und wuchs in Illinois und Iowa auf. Sein Elternhaus ist naturwissenschaftlich geprägt, der Vater lehrt Elektrotechnik, die Mutter arbeitete als Biochemikerin. Nach der High-School studierte Neal Stephenson zunächst Physik in Boston, später Geographie. Angeblich deswegen, weil ihm das öfter die Nutzung des Uni Großrechners ermöglichte. Stephenson arbeitete als Wissenschaftsjournalist für das Wired Magazine, war Berater des Raumfahrtunternehmens Blue Origin und ist Mitbegründer der Softwarefirma Subutai Corporation, die virtuelle Welten für Medienprojekte entwickelt. Er gilt als harter Kritiker der Standardbetriebssysteme von Apple und Microsoft und setzt sich für Software ein, die den Nutzern uneingeschränkte Kontrolle und Zugriffsrechte gewährt. In seinen Geschichten verarbeitet Stephenson Themen wie Zukunftstechnologie, Mathematik, Kryptpgraphie, Philosophie und Wissenschaftshistorie. Sein 1992 (dt: 1994) erschienenes Werk „Snow Crash“ gilt als ein Standardwerk des Cyberpunks, ebenso wie „Diamond Age“ (ET 1995, dt: 1996), für das er sowohl den Locus, als auch den Hugo Award erhielt. Der dreiteilige „Barock“-Zyklus (Quicksilver 2003, Confusion und Principia, 2004) spielt im 17-18 Jahrhundert. Die vielfältigen Umwälzungen dieses Zeitalters werden sehr detailliert beschrieben, ebenso wie die Entwicklung des modernen Finanzsystems. Weitere bekannte Werke des Autors sind „Cryptonomicon“ (1999, dt:2001) und der umfangreiche Roman „Anathem“ (2008, dt:2010), für den Stephenson wieder mit dem Locus Award ausgezeichnet wurde. Neal Stephenson schreibt und lebt heute mit seiner Familie in Seattle/USA.

Thariot
Thariot heißt im wirklichen Leben Martin Langner, lebt in Solingen und verdient sein Brot als IT-Manager. Seine Leidenschaft für das Phantastische und für Rollenspiele pflegte er schon in jungen Jahren und begann schließlich, Kurzgeschichten zu schreiben. Thariots Fantasie erzeugt Bilder, die er gern zu Geschichten verarbeitet, er selbst bezeichnet sich gern als Bildermensch. 2009 begann Thariot die fiktive und Welt „Ninis“ zu entwerfen, woraus der Roman „Ninis-Die Wiege der Bäume“ entstand, den er 2011 als Amazon E-Book veröffentlichte. Seitdem sind ganz unterschiedliche Fantasy-/ Science-Fiction Romane und Thriller hinzugekommen. Thariot ist ein Self-Publisher und als solcher recht erfolgreich. Seine Romane werden in Phantastik- und Bücherforen von vielen Lesern empfohlen.

Tidhar, Lavie
Der Schriftsteller Lavie Tidhar wurde 1976 in Israel geboren und wuchs in einem Kibbuz auf . Mit fünfzehn begann er Reisen zu unternehmen, teilweise fließen diese Erfahrungen auch in seine Bücher ein. Er lebte einige Zeit in Südafrika, Vanuatu und Laos. Heute nennt er Großbritannien seine Heimat. Tidhar schreibt Science-Fiction und Steampunk Romane, für welche er zahlreiche Preise gewann. Mit seinem ersten Roman, "Bookman", liefert er einen besonderen Beitrag zum Steampunk-Genre und den Start zu einer phantastischen Reise durch das Ewige Empire.

Vogt, Judith und Christian
Judith Vogt wurde 1981 in der Nordeifel geboren. Nach dem Abitur machte sie eine Lehre als Buchhändlerin und arbeitete mehrere Jahre in diesem Beruf. Judith begeistert sich für Archäologie, Frühgeschichte, Antike, Mittelalter und Irland. Seit der Jugend ist Judith aktive Rollenspielerin und folgerichtig spielten ihre ersten veröffentlichten Fantasy-Geschichten im Kontinent Aventurien in der Rollenspielwelt von “Das Schwarze Auge”. Zusammen mit ihrem Mann, dem Physiker Christian Vogt, verfasste sie den Steampunk-Roman Die zerbrochene Puppe, für den das Autoren Ehepaar 2013 den Deutschen Phantastik Preis erhielt. Christian Vogt ist Jahrgang 1979, ebenfalls Eifler und promovierter Physiker. Auch Christian schrieb Quelltexte für "Das schwarze Auge" und hat mit seiner Frau Judith die "Eis und Dampf" Welt entwickelt, aus der inzwischen zwei Romane, eine Anthologie, ein Groschenheft mit weiteren Kurzgeschichten und ein Rollenspiel entstanden sind. Judith und Christian leben mit ihren Kindern in Aachen.

von Aster, Christian
Christian von Aster ist seit Jahren eine feste Größe in der deutschen Phantastik-Literatur-Szene. 1973 wurde von Aster geboren und studierte Kunst und Germanistik. Er ist ein äußerst vielseitiger Künstler: Schriftsteller von Romanen und Drehbüchern, aber auch Regisseur für Filme und Hörspiele, sowie Herausgeber für Anthologien und Comiczeichner. Oft ist er auf Gothik- und Phantastik-Conventions unterwegs, gibt legendäre Lesungen und Workshops. Sein schriftstellerisches Werk zeichnen Humor, oft in Form von Satire, und Nonkonformität aus. Von Asters Werke passen selten in Schubladen und weichen gern von gängigen Mustern des Genres ab. Für seinen Roman „Der letzte Schattenschnitzer“ erhielt Christian von Aster 2012 den Förderpreis der Phantastischen Akademie, den Seraph, in der Kategorie „Bestes Buch“.

Weil, Andrea
Die Autorin Andrea Weil ist Jahrgang 1982 und stammt aus Villmar im Lahntal. Im Alter von 11 Jahren hat sie ihr erstes Manuskript an einen Verlag geschickt und seither nicht aufgehört zu schreiben: Kurzgeschichten, Rezensionen, Reportagen. An der Universität Eichstätt-Ingolstadt hat sie Diplom-Journalistik studiert und in Montreal/ Kanada Auslandserfahrungen als Redakteurin gesammelt. Heute lebt sie in Schwedt an der Oder und arbeitet als freie Journalistin und Dozentin. Andrea Weil setzt sich für die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland ein, schreibt über Kultur, sowie Biographien und Chroniken. „No Pflock“ ist ihr erstes Buch über einen Vampir wider Willen, erschienen ist es im Fabylon-Verlag.

Weir, Andy
Andy Weir, geboren am 16. Juni 1972 und aufgewachsen in Davis, Californien, ist mit seinem Debutroman „Der Marsianer“ das Kunststück gelungen, zuerst (2011) im Selbstverlag zu publizieren, um dann von den Publikumsverlagen entdeckt zu werden. Andy Weir arbeitet als Softwareentwickler seit dem 15. Lebensjahr. Er begann an der University of California ein Informatikstudium, beendete dieses allerdings nicht. Stattdessen arbeitet er für namhafte IT Unternehmen wie AOL und Blizzard. Mit 20 begann er Kurzgeschichten zu schreiben, die er zunächst auf der eignen Webseite veröffentlichte. Auch sein Buch „Der Marsianer“ entstand und entwickelte sich dort. Weir erstellte ein E-Book Version und verkaufte es schließlich bei amazon.com. Die Verkaufszahlen schnellten in die Höhe und der Crown-Verlag verlegte 2014 schließlich die Print-Version. Inzwischen hat Ridley Scott den Stoff mit dem gestrandeten Raumfahrer Mark Watney mit Matt Damon in der Hauptrolle verfimt. Andy Weir ist ein begeisterter Hobby-Astrophysiker und schrieb zu Berechnung der Marsrouten ein Computerprogramm, um diese realitätsnah wiederzugeben. Seine literarischen Wurzeln sieht Weir in den Werken von Arthur C. Clarke, Robert A. Heinlein und Isaac Asimov.

Wells, Dan
Daniel Andrew Wells wurde am 4. März 1977 in Salt Lake City, Utah geboren. Er studierte Englisch an der Brigham Young University in Provo, Utah. Der überzeugte Mormone war Redakteur beim Science-Fiction-Magazin »The Leading Edge«. Mit dem Erscheinen seines ersten Romans »Ich bin kein Serienkiller« erschuf er das kontroverseste und ungewöhnlichste Thrillerdebüt der letzten Jahre. Dem Serienauftakt folgten »Mr. Monster« und »Ich will dich nicht töten« und drei Jahre später mit »Du bist noch nicht tot« ein vierter Roman um John Cleaver. 2011 wurde Wells für den John W. Campbell Award for Best New Writer nominiert. 2012 kehrte Dan Wells zur Science-Fiction zurück und veröffentlichte "Aufbruch", den ersten Teil um die "Partials", zwei Jahre später erschein der zweite Teil "Fragmente". So ist Dan Wells einer der wandlungsfähigsten Phantastik-Autoren, dessen Figuren sich stets dem klassischen "Gut-Böse" entziehen. Dan Wells lebt mit seiner Frau und seinen vier Kindern in Orem, Utah.

Wells, Martha
Martha Wells, 1964 in Forth Worth/Texas/USA geboren, studierte Anthropologie an der Texas University. Mit Phantastischer Literatur beschäftigt sich Martha Wells seit den 90er Jahren und veröffentlichte Essays über Fantasy und Science-Fiction, sowie zahlreiche Fantasy- und SF- Shortstories für Erwachsene und Jugendliche. Ihren Durchbruch als Schriftstellerin schaffte sie mit „The Death of the Necromancer“ (deutscher Titel: „Necromancer“, ET 2008 bei Heyne), einem Mix aus Dark Fantasy und Thriller, der in einer skurrilen Alternativwelt im viktorianischen Stil spielt. Der Roman erhielt 1998 eine Nebula Nominierung und gewann eine breite Leserschaft. Die deutschen Fans der in „Necromancer“ vorgestellten Welt Ile-Rien hatten sich schon auf eine Übersetzung der dazugehörigen Trilogie („The Wizard Hunters“, „The Ships of Air“, The Gate of Gods“) gefreut. Eine deutsche Ausgabe des Auftaktromans „The Wizard Hunters“ wurde 2009 angekündigt, erschien bisher aber nicht.

Welty, Eudora
Eudora Alice Welty, US amerikanische Schriftstellerin und Fotografin, wurde 1909 in Jackson, Mississhippi geboren und verstarb dort im Jahr 2001. Schon als Schülerin veröffentlichte sie ihr erstes Gedicht in der Lokalpresse. Welty studierte nach der High School am Mississhippi State College für Frauen, besuchte danach die University of Wisconsin in Madison und schließlich die Columbia in New York. Nebenher war sie für einen Radiosender und eine Zeitung tätig und fotografierte für das Projekt Works Progress Administration. Eudora Welty veröffentlichte mehrere Kurzgeschichten und Romane, sowie Fotobände mit ihren Bildern. Für den Roman „The Optimist’s Daughter“ erhielt sie 1973 den Pulitzer Preis. Sie galt als eine der markantesten Südstaaten-Autorinnen (Southern Renessaince), da ihr Werk stets ihre besondere Verbundenheit mit den Leuten und Landschaften und der typischen Sprache zum Ausdruck brachte. Im Alter von 92 Jahren starb Eudora Welty an einer Lungenentzündung.

White, T.H.
Terence H. White (T.H. White), als Terence Hanbury White 1906 in Bombay geboren, wurde als Schriftsteller mit seiner Version der Arthus Sage „The Once And Future King“ (dt: „Der König auf Camelot“) bekannt. Hierbei handelt es sich um vier Bücher, welche den britischen Mythos um König Artus neu interpretiert haben und an den Roman „Le Morte d'Arthur“ von Sir Thomas Malory angelehnt sind. Erschienen sind sie einzeln Zeitraum von 1938 – 1958. Schulzeit und College absolvierte T.H White in Großbritannien, ab 1930 arbeitete er als Englischlehrer an einer Grundschule. Ab 1936 widmete sich T.H. White ganz dem Schreiben. Er veröffentlichte den Tagebuchroman „England have my bones“, sowie Gedichte, Abenteuerromane und Detektivgeschichten. In dieser Zeit zog es T.H. White auf die Kanalinsel Alderney, wo er bis zu seinem Tod lebte. Auf der Rückkehr von einer Lesereise in den USA verstarb er 1964 im Alter von nur 57 Jahren in Piräus. Posthum wurde das Buch „America at last“ veröffentlicht, in dem der T.H. White über seine Erfahrungen auf dieser Tour berichtet.

Williams, Tad
Robert Paul „Tad“ Williams ist US-amerikanischer Bestseller-Autor, der Fantasy und Science-Fiction Romane schreibt. Er wurde am 14. März 1957 in San Jose, Kalifornien geboren, studierte in Berkeley und probierte eine Vielzahl von Jobs aus, da er selbst für seinen Lebensunterhalt aufkommen wollte. Unter anderem arbeitete er als Schuhverkäufer, Radiomoderator, am Theater, beim Fernsehen war auf dem Bau tätig und Sänger der Rockband „Idiot“. Neben Fantasy-Bestsellern schreibt Tad Williams auch Drehbücher und Hörspiele und zeichnet Comics. Er lebt heute mit seiner Frau und seinen Kindern in der Nähe von San Fransisco. Tad Williams wurde durch den Zyklus „Der Drachenbeinthron“ als Autor bekannt. Mittlerweile sind sehr viele Bücher hinzu gekommen. Das in Deutschland wohl bekannteste Buch von Tad Williams ist „Otherland“; eine vierteilige Cyberspace-Saga die Fantasy, Science-Fiction und Thriller in einem virtuellen Wunderland miteinander verknüpft. In „Otherland“ ließ Tad Williams auch Gesellschaftskritik mit einfließen.

Winterfeld, Daniela
Daniela Ohms (schreibt auch unter dem Pseudonym Daniela Winterfeld) ist 1978 in Rheda-Wiedenbrück geboren und im nordwestfälischen Borgholzhausen aufgewachsen. Daniela Ohms studierte Literaturwissenschaften mit den Nebenfächern Psychologie und Geschichte. Sie lebt heute in Berlin-Kreuzberg und arbeitet als Lektorin, Manuskriptgutachterin und Autorencoach. Seit ihrer Jugend schreibt Daniela Ohms Geschichten und erreichte 2010 den zweiten Platz des Agatha-Christie-Krimipreises. Vornehmlich schreibt die Autorin jedoch Fantasy. Ihr Romandebut „Harpyrienblut“ erschien 2012, im Jahr darauf der Auftakt der „Insel der Nyx“ Trilogie „Die Prophezeiung der Götter“. Der zweite Band „Die Kinder der Schatten“ kam ein Jahr später heraus, Band 3 lässt auf sich warten, weil der Verlag die Serie aus dem Programm kippte und die Autorin die Rechte am Finale erst mühsam zurückerobern musste. Inzwischen (2013) erschien jedoch die Märchenadaption „Der geheime Name“ und aktuell (2016) der historische Belletristik-Roman „Winterhonig“.

Zafón, Carlos Ruiz
Carlos Ruiz Zafón, geboren am 25. September 1964 in Barcelona, wuchs im Schatten der berühmten Kathedrale Sagrada Familia auf und besuchte die Jesuitenschule Sarrià . Diese Schule befindet sich in einem gotischen Schloss mit Türmen und geheimen Gängen und war für den jungen Zafón ein Ort, der in ihm die Lust auf das Geschichtenerzählen entfachte. Zudem pflegt Zafón seit Kindertagen eine Passion zu Drachen, bis dato soll seine Drachensammlung auf über 600 Exemplare angewachsen sein. Zunächst arbeitet Zafón als Werbetexter und schrieb zugleich seinen ersten Horror-Roman für Jugendliche „Der Fürst des Nebels“, für den er den Edebé-Preis für Jugendliteratur erhielt. 1994 ging Zafón nach Los Angeles, arbeitet dort als Drehbuch-Autor und schrieb drei weitere Horror-Jugendromane. 2001 veröffentlichte er den Roman „Der Schatten des Windes“ der ein internationaler Bestseller und in über 30 Sprachen übersetzt wurde. Zwei weitere Romane und eine Novelle sind inzwischen in der Serie “Der Friedhof der vergessenen Bücher” erschienen und festigten Zafóns Status als einer der populärsten Schriftsteller im Bereich der modernen und phantastischen Literatur.
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