Omni – Andreas Brandhorst

Über die Verantwortung des Handelns im Jahr 12063

Omni- Andreas Brandhorst © Piper
Omni © Piper

Die Menschheit hat nach zwei ökologischen Zusammenbrüchen die Erde verlassen und sich auf verschiedenen Planeten angesiedelt. Das Universum bevölkern außerdem sogenannte Äquivalent-Zivilisationen, die auf einem der Menschheit vergleichbaren Entwicklungsstand sind. Weit geringer ist die Anzahl der Superzivilisationen. Dabei handelt es sich um Spezies, deren Entwicklung so fortschrittlich ist, dass ihre Fähigkeiten wie Magie anmuten. Sie gehören zum Omni, einer höheren Instanz, die in gravierenden Fällen eines Ungleichgewichts regulierend eingreift. Dafür rekrutiert Omni Reisende, die mit einem langen Leben gesegnet werden. Einer von ihnen ist Aurelius, der Zehntausendjährige genannt. Er wurde  im Jahr 2079 auf der Erde geboren. Seine letzte Mission führt ihn nach Caledonia Vier, wo er auf zwei andere Menschen wartet.

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Omni
Omniversum Band 1
Andreas Brandhorst
Science-Fiction
Piper-Verlag
Oktober 2016
560

Funtastik-Faktor: 83

Bluescreen – Dan Wells

Die schöne neue virtuelle Welt zeigt der Realität ihre dunkelste Seite

Bluescreen © Piper-Verlag
Bluescreen © Piper-Verlag

Die virtuelle Realität macht einen großen Teil der Lebenswirklichkeit der Menschen in Mirador, einem Stadtteil von Los Angeles, aus. Im Jahr 2050 wird das Internet über ein Implantat (Djinni genannt) direkt in das Gehirn der Menschen eingespeist. Kontinuierlich erscheinen vor dem Auge Nachrichten aus der Umgebung. Von Freunden, Familienmitgliedern und vielen Mitmenschen, die gerade online sind. Von Shops an der Ecke, von Nulis (allgegenwärtigen Service-Robotern) und von den Medien. Ständig strömen Informationen ein und werden durch ein Zwinkern aufgerufen oder weggewischt.

Natürlich gibt es auch VR-Spiele, in die man lebensecht eintauchen kann. Marisa, ein 17 jähriges Mädchen, erobert mit ihrem Team „Cherry Dogs“ die Spielewelt Overworld.

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Bluescreen
Mirador-Reihe, Band 1
Dan Wells
Science-Fiction
Piper-Verlag
Oktober 2016
368

Funtastik-Faktor: 77

Amalthea – Neal Stephenson

Mit einem schlechten Blatt zu siegen versuchen

Amalthea © Manhattan
Amalthea © Manhattan

Mit der Aussage: “Der Mond explodierte ohne Vorwarnung und ohne erkennbaren Grund.” beginnt Stephenson seinen – das neue Wege beschreitende und als Serial Novel bezeichnete Multiautorenprojekt „The Mongoliad“ nicht mitgerechnet – dreizehnten Roman, wieder ein sehr umfangreiches Werk, das, wie man schnell feststellt, im mehrfachen Sinn zur harten Science Fiction gehört. Es ist inhaltlich anspruchsvoll, arbeitet mit einem umfangreichen Wortschatz und viel Fachterminologie. Stephenson verwendet einige Neologismen, um seinen literarischen Kosmos zu erfassen, darunter „Neoander“, „Parambulator“, „TerReForm“, „Mubot“, „Nickscht“ und das Akronym „ONAN“.

Zwar lässt der erste Satz auf einen Katastrophenroman schließen, aber erzählt wird der Anfang distanziert, kommt in die Nähe einer Reportage, die stärker an der Sache als an der Emotionalisierung der Leser interessiert ist.

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Amalthea
Neal Stephenson
Phantastik-Plus
Manhattan
November 2015
1054

Funtastik-Faktor: 86