Der Circle – Dave Eggers (Hörbuch)

Schöne neue Welt im hier und jetzt

Der Circle - Dave Eggers ©Hörbuch Hamburg
Der Circle ©Hörbuch Hamburg

Der Roman „Der Circle“ von Dave Eggers galt schon kurz nach seinem Erscheinen als moderner Dystopie-Klassiker à la George Orwell „1984“ oder Huxleys „Schöne neue Welt“. Im Gegensatz zu diesen Werken entwarf der Schriftsteller Dave Eggers, als er „The Circle“ schrieb, allerdings kein weit in der Zukunft liegendes Weltbild, sondern entwickelte das bereits 2013 existierende weiter. Eggers schaute in die Welt der Social Media Konzerne wie Facebook oder Google: global agierende, allgegenwärtige Unternehmen, die unsere Gesellschaft vernetzten und mit persönlichen Informationen Geschäfte machen. Die jedem Menschen auf der Erde digitale Interaktionsplattformen zur Verfügung stellen und so die Art und Weise unserer Kommunikation prägen  – und gar lenken?

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Der Circle - Dave Eggers (Hörbuch)
Dave Eggers, Sprecher Torben Kessler
Phantastik Plus
Hörbuch Hamburg
2014
10 Stunden, 2 Minuten

Funtastik-Faktor: 67

Apocalypse Marseille – Andreas Gruber

Gut, wenn finster, nachdenklich, apokalyptisch oder auf der Grenzlinie zum Horror

Apocalypse Marseille - Andreas Gruber © Luzifer Verlag
Apocalypse Marseille © Luzifer Verlag

Andreas Gruber hat empfehlenswerte phantastische Literatur geschrieben, wie den Polizeiroman mit Horrorliteratur verbindenden „Judas-Schrein“, der mehr als ein Fußbreit in Cthulhus Reich hineinragt. In den letzten Jahren gewann der Kriminalroman, sehr erfolgreich zu Ungunsten des Übernatürlichen, die Oberhand. Bloß auf das Spiel mit  Literatur-und Märchenmotiven mag Gruber, zumindest in seiner Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez-Trilogie, nicht verzichten. Gut so.

„apocalypse marseille“ zeigt den literarischen Allrounder als Science-Fiction Autor. Das Kompendium versammelt Geschichten, die bereits früher andernorts und einzelnen erschienen sind, die Gruber jetzt, mehr oder minder überarbeitet und mit burschikosen Vorworten versehen, gesammelt in einem Band im Luzifer-Verlag veröffentlicht hat. Bleibt zu hoffen, dass der Verlag von der Bekanntheit seines Autors profitieren kann.

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apocalypse marseille - 13 utopische Geschichten
Andreas Gruber
Science-Fiction
Luzifer Verlag
Dezember 2016
344

Funtastik-Faktor: 68

Interview mit Justin Cronin

Über Strukturen, Beziehungen und essentielle Fragen in der Passage-Trilogie

Justin Cronin © Julie Soefer
Justin Cronin © Julie Soefer

„Ich habe einfach vier herkömmliche Formen weiblicher Stärke genommen und auf vier Charaktere verteilt. Amy hat die spirituelle und intuitive Stärke, Sara die mütterliche, Lore die sinnliche und Alicia die der Kriegerin.“

Almut Oetjen  sprach mit Justin Cronin über sein Leben und über die Passage-Trilogie. Ihre Fragen an den Autor thematisieren alle drei Bände, daher waren leichte Spoiler im Interview nicht zu vermeiden.

Phantastisch-lesen: Beginnen wir damit, wer Sie sind. Würden Sie uns etwas über sich erzählen? Soweit ich weiß, sind Sie als Autor von Belletristik angefangen und haben sich mit der Passagen-Trilogie der Genreliteratur zugewandt.

Justin Cronin: Ich bin ein Ehemann, Vater von zwei beinahe erwachsenen Kindern, der zufällig Romane schreibt, damit seinen Lebensunterhalt bestreitet und hierüber sehr glücklich ist.

Phantastisch-lesen: Beschreiben Sie uns bitte einen typischen Arbeitstag als Autor. Sind Sie ein organisierter Autor?

Justin Cronin: Ich bemühe mich, organisiert zu sein. Im Allgemeinen schreibe ich von 9-15 Uhr, treibe danach ein wenig Sport (derzeit schwimme ich überwiegend), hole meinen Sohn von der Schule ab, so sieht ein Tag aus.

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