Apocalypse Marseille – Andreas Gruber

Gut, wenn finster, nachdenklich, apokalyptisch oder auf der Grenzlinie zum Horror

Apocalypse Marseille - Andreas Gruber © Luzifer Verlag
Apocalypse Marseille © Luzifer Verlag

Andreas Gruber hat empfehlenswerte phantastische Literatur geschrieben, wie den Polizeiroman mit Horrorliteratur verbindenden „Judas-Schrein“, der mehr als ein Fußbreit in Cthulhus Reich hineinragt. In den letzten Jahren gewann der Kriminalroman, sehr erfolgreich zu Ungunsten des Übernatürlichen, die Oberhand. Bloß auf das Spiel mit  Literatur-und Märchenmotiven mag Gruber, zumindest in seiner Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez-Trilogie, nicht verzichten. Gut so.

„apocalypse marseille“ zeigt den literarischen Allrounder als Science-Fiction Autor. Das Kompendium versammelt Geschichten, die bereits früher andernorts und einzelnen erschienen sind, die Gruber jetzt, mehr oder minder überarbeitet und mit burschikosen Vorworten versehen, gesammelt in einem Band im Luzifer-Verlag veröffentlicht hat. Bleibt zu hoffen, dass der Verlag von der Bekanntheit seines Autors profitieren kann.

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apocalypse marseille - 13 utopische Geschichten
Andreas Gruber
Science-Fiction
Luzifer Verlag
Dezember 2016
344

Funtastik-Faktor: 68

Interview mit Justin Cronin

Über Strukturen, Beziehungen und essentielle Fragen in der Passage-Trilogie

Justin Cronin © Julie Soefer
Justin Cronin © Julie Soefer

„Ich habe einfach vier herkömmliche Formen weiblicher Stärke genommen und auf vier Charaktere verteilt. Amy hat die spirituelle und intuitive Stärke, Sara die mütterliche, Lore die sinnliche und Alicia die der Kriegerin.“

Almut Oetjen  sprach mit Justin Cronin über sein Leben und über die Passage-Trilogie. Ihre Fragen an den Autor thematisieren alle drei Bände, daher waren leichte Spoiler im Interview nicht zu vermeiden.

Phantastisch-lesen: Beginnen wir damit, wer Sie sind. Würden Sie uns etwas über sich erzählen? Soweit ich weiß, sind Sie als Autor von Belletristik angefangen und haben sich mit der Passagen-Trilogie der Genreliteratur zugewandt.

Justin Cronin: Ich bin ein Ehemann, Vater von zwei beinahe erwachsenen Kindern, der zufällig Romane schreibt, damit seinen Lebensunterhalt bestreitet und hierüber sehr glücklich ist.

Phantastisch-lesen: Beschreiben Sie uns bitte einen typischen Arbeitstag als Autor. Sind Sie ein organisierter Autor?

Justin Cronin: Ich bemühe mich, organisiert zu sein. Im Allgemeinen schreibe ich von 9-15 Uhr, treibe danach ein wenig Sport (derzeit schwimme ich überwiegend), hole meinen Sohn von der Schule ab, so sieht ein Tag aus.

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Phantastik aus Indie-Verlagen – #wereadindie

Die 10 besten Indie-Titel auf phantastisch-lesen

Der Blog Literaturen hat mich angesteckt und so möchte auch ich auf 10 tolle Phantastik-Bücher aus den Programmen kleiner, unabhängiger Verlage aufmerksam machen.

Die hier gewählte Reihenfolge ist rein willkürlich und entspricht keinem Ranking. Die Auswahl der Titel richtet sich einerseits nach der Bewertung, andereseits möchte ich möglichst verschiedene Phantastik-Genre und Indie-Verlage berücksichtigen.

„Die Rückkehr der Kriegerin“ von Susanne Pavlovic aus dem Amrûn Verlag

Die Rückkehr der Kriegerin © Amrûn
Die Rückkehr der Kriegerin © Amrûn

„Die Rückkehr der Kriegerin“ von Susanne Pavlovic ist alles andere als Fantasy von der Stange, auch wenn man das Personal aus den Klassikern des Genres kennt. Das fanden auch die Wähler des Deutschen Phantastikpreises und kürten den Roman zum „Besten deutschsprachigen Roman 2016“

Mehr über „Die Rückkehr der Kriegerin“ erfahrt ihr in meiner Rezension.

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