Der alte Weidenmann – Holger Much & Asp Spreng

Poesie küsst Malerei

Der alte Weidenmann - Asp Spreng und Holger Much
Der alte Weidenmann © Herz und Verstand Merchandising

Niemand traut sich in die Nähe der alten Trauerweide, die an einem Fluss steht und die Straße überspannt. Niemand ward je wieder gesehen, der nachts in ihre Nähe kam. Die Menschen im nahen Dorf fürchten sich nicht nur, sondern rücken ihr zu Leibe mit Äxten, Feuer und Gebeten. Denn sie versperrt die Straße und damit den Weg des Geldes in das Tal. Doch nichts nutzt, als wär der Baum ein Ungetüm. Die Menschen verlassen ihr Dorf bar jeder Hoffnung. Bis auf einmal die Fremde erscheint.

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Der alte Weidenmann
Zwielichtgeschichten
Asp Spreng und Holger Much
Fantasy-Märchen-Artbook
Alexander F. Spreng
2017

Funtastik-Faktor: 82

Der Dieb in der Nacht – Katharina Hartwell

Das Kunstwerk vom Täuscher

Der Dieb in der Nacht © Berlin Verlag
Der Dieb in der Nacht © Berlin Verlag

„Dies ist kein Abschied, denn ich war nie willkommen.“ (aus „Im Ascheregen“ – Casper)

Felix verschwindet nach seinem Abitur, kurz bevor er seine Heimatstadt Berlin in Richtung Frankfurt verlassen wollte. Es geschieht in Dornheim, dem Sommerferienort der Familie Heller. Felix hat hier mit seiner Mutter Agnes, der Schwester Louise und seinem Freund Paul viele Ferien verlebt. Zehn Jahre später ist noch immer völlig unklar, was mit Felix geschehen ist. Ist er tot, oder lebt er nun woanders?

Die Zurückgebliebenen kommen nicht über den Verlust hinweg. Louise beginnt ein Studium, bricht es aber wieder ab, backt und verkauft nun Cupcakes und lebt vom Geld ihrer Mutter. Agnes ist Professorin und ausgerechnet nach Frankfurt gezogen. Von ihrem Mann Simon hat sie sich längst getrennt und ihn nach Island ziehen lassen. Paul hat sein Germanistik-Studium durchgezogen und wartet nun darauf, eine Doktorandenstelle anzutreten. In der Zwischenzeit fotografiert er in Prag und trifft dort – Felix.

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Der Dieb in der Nacht
Katharina Hartwell
Phantastik-Plus
Berlin Verlag
August 2015
320

Funtastik-Faktor: 74

Das Fremde Meer – Katharina Hartwell

Moderne Phantastik von seiner schönsten Seite

Das Fremde Meer © Berlin Verlag
Das Fremde Meer © Berlin Verlag

„Das Fremde Meer“ von Katharina Hartwell wurde 2014 mit dem Förderpreis für Phantastische Literatur Seraph als „Bestes Debüt“ ausgezeichnet. Zu Recht möchte man nach der Lektüre sagen, selbst wenn man die anderen nominierten Werke nicht kennt.  Denn „Das Fremde Meer“ repräsentiert schon aufgrund seines Aufbaus die Vielfältigkeit der Phantastischen Literatur ideal.

Der Roman besteht aus zehn Kurzgeschichten. Neun abgeschlossene Stories hat Katharina Hartwell in eine in mehreren Teilen erzählte Rahmengeschichte eingebettet. Letztere spielt in unserer Realität, die anderen in verschiedenen, mehr oder minder surrealen Welten und vergangenen und zukünftigen Epochen. Untergliedert ist das Werk in drei Schauplatz-Bereiche und als Intros der Geschichten dienen Zitate, Fotos oder Zeichnungen.

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Das Fremde Meer
Katharina Hartwell
Phantastik-Plus
Berlin Verlag
Juli 2013
576

Funtastik-Faktor: 88