Aschamdon – Phantastische Welt oder Phantastisches in unserer Welt?

Aktionstour zum Hörbuch Aschamdon – Teil I der Amizaras-Chronik

Aktionstour "Aschamdon" - Teil I Amizaras-Chronik, Valerian Çaithoque
Wie unterscheidet sich High-Fantasy von Urban-Fantasy?
Wie unterscheidet sich High-Fantasy von Urban-Fantasy? Was zählt zur Urban-Fantasy und wie passt das Hörbuch „Aschamdon“ – Teil I der Amizaras-Chronik von Valerian Çaithoque in diese Einordnung? Dieser Artikel zur Aktionstour beschäftigt sich damit, welche Geschichten wir in der Urban-Fantasy finden und inwiefern „Aschamdon“ in Bezug auf das Genre etwas Besonderes ist.

High-Fantasy – Urban-Fantasy?

Mittelerde, Westeros, Osten Ard, die Erdsee – all das sind High-Fantasy Welten mit Kontinenten und Ländern, die der Fantasie ihrer Erschaffer J.R.R. Tolkien, George R.R. Martin, Tad Williams und Ursula K. Le Guin entsprungen sind. Bevölkert sind sie oft (aber nicht immer) von phantastischen Rassen wie Zwergen, Elfen, Trollen oder Orks. Dieses Genre, dessen bekanntester Vertreter die „Der Herr der Ringe“ Bücher sein dürften, bezeichnet man auch als Völkerfantasy. Dass Fantasy auch ohne diese typischen Rassen funktioniert, hat George R.R. Martin in seiner „Das Lied von Eis und Feuer“ Saga unter Beweis gestellt. Doch ganz ohne phantastische Figuren kommen auch seine Geschichten um den Eisenthron nicht aus. Drachen und Wiedergänger  spielen hier eine wichtige Rolle.

Über das Genre High-Fantasy hat dieser Blog schon einen ausführlichen Artikel veröffentlicht. Deshalb möchte ich dieses Kapitel hier kurz halten und auf folgenden Beitrag verweisen:
„Sieben Heere“ von Tobias O. Meissner – eine Einordnung in den Fantasy-Kosmos

Die Urban-Fantasy Welt entspricht dagegen einer Realität, die unserer Realität ähnlich ist.  Das Phantastische ist entweder inmitten dieser Realität zu finden, oder als abgetrennte Parallelwelt, die zum Beispiel durch Portale zugänglich ist. Der Bezug zu unserer Realität eröffnet den Autoren der Urban-Fantasy eine Reihe von Themen, die so in der High-Fantasy nicht möglich sind.

Coming of Age

Eine Zielgruppe von Urban-Fantasy Romanen sind oft Jugendliche und junge Erwachsene. Entsprechend ist das Erwachsen werden ein beliebtes Thema, das mit phantastischen Elementen verknüpft wird. Im Mittelpunkt stehen junge Menschen, die phantastische Fähigkeiten haben oder einem Fantasy-Volk angehören. In „Herbstbringer“ von Björn Springorum lernt Adoptivkind Emily durch Flashbacks in die Vergangenheit, dass sie kein Mädchen wie andere ist. Emilys Leben ist ein düsteres Abenteuer. „Ravinia“ von Thilo Corzilius erzählt von Lara, einem Teenager aus Edinburgh. Sie erhält von ihrem Großvater den Schlüssel zur Anderswelt Ravinia und muss sich dort ihrer speziellen Herkunft stellen.

Historie

Einige Urban Fantasy Romane haben einen starken Bezug zu einer bestimmten historischen Epoche. Dabei geht es in den meisten Fällen nicht darum, historische Ereignisse widerzuspiegeln, sondern eher den Zeitgeist und die Atmosphäre jener Zeit für die Geschichte zu nutzen. „Der Herr der Unruhe“ von Ralf Isau ist so ein Roman und er spielt zur Zeit des zweiten Weltkriegs. Er handelt von dem Uhrmachersohn Nico, der aus einer italienischen Kleinstadt vor den Mördern seines Vaters nach Wien fliehen muss. Nach dem Einmarsch der Deutschen ist er als Jude dort nicht sicher, er kehrt zurück in seine Heimat. Seine besondere Gabe nutzend, wartet er darauf, Vergeltung zu üben. „Drachenkaiser“ von Markus Heitz entführt uns in die 20er Jahre einer Version Europas, in der die Drachen die Vorherrschaft innehaben. Mutige Menschen stellen sich ihnen entgegen.

Religion

Die Religion ist ein beliebtes Thema in Fantasy-Romanen. In der Urban-Fantasy ist der Realitätsbezug zu den Weltreligionen oder zu anderen Glaubensrichtungen unserer Zeit ein häufiges Kennzeichen. Der Roman „Apocalypsia“ von Andreas Izquierdo spielt im Himmel, wie wir ihn aus dem Alten Testament kennen, und auf Erden. Im Mittelpunkt steht Judith, eine Frau, die die einsetzende Apokalypse vorhergesagt hat. Und Nathanael, ein verkrüppelter Engel, der sich gegen Luzifer erhebt. „American Gods“ hingegen spart die Weltreligionen weitestgehend aus und erzählt stattdessen von den alten Göttern aus der germanischen, slawischen, indischen, ägyptischen und keltischen Mythologie. Mittendrin im Kampf der Götter steckt der Ex-Knacki Shadow. Nach seiner Entlassung erfuhr er, dass seine Ehefrau bei einem Autounfall mit ihrem Geliebten ums Leben kam. Auf der Suche nach einem Neuanfang erhält er ein verlockendes Angebot. Neil Gaimans „American Gods“ wird ab Mai 2017 bei amazon als TV-Serie ausgestrahlt. Ricky Whittle, bekannt durch die Rolle des Lincoln in „The 100“, spielt den Protagonisten Shadow.

Welche Kriterien erfüllt Aschamdon in Bezug auf das Genre Fantasy?

Die Story in „Aschamdon“ zeichnet starke Bezüge zu Historie und Religion aus. Man könnte den Roman in das Genre Mystery einordnen, wenn der Schriftsteller Valerian Çaithoque nicht eine fiktive, eigenständige Welt und Religion erschaffen hätte. Mit übernatürlichen Wesen, die eindeutig der Fantasy zuzuordnen sind. Dabei handelt es sich um die Ariach, engel- oder dämonenähnliche Wesen, die die Geschicke der Menschheit lenken. Die verschiedenen Untergruppen der Ariach, Seraphim, Kadischim und Archonten, sind verfeindet. Sie bedienen sich magiebegabter Menschen, um an mystische Artefakte heranzukommen, die ihnen zur Allmacht und Unsterblichkeit verhelfen.

Zwei Protagonisten zwischen den Fronten der Ariach

Amizaras-Chroniken, DANKE an Arndt von Astrolibrium

Zu diesen Menschen gehört Rafaela, die 1944 im Alter von 16 Jahren  während einer Gerichtsverhandlung ihren Vater umbringt. Sie landet in der Irrenanstalt und hat somit für eine lange Zeit keine Gelegenheit, ein normales Leben als Heranwachsende zu führen. Die Chance dazu erhält sie, als der Ariach Aschamdon ihr verspricht, sie dort herauszuholen. Doch dafür verlangt er einen hohen Preis. Im Orden des Sarastro soll sie sich zur Bannzauberin ausbilden lassen. Rafaela stößt dabei auf Geheimnisse für die viele mit dem Leben bezahlen. Sie hofft, diesem Teufelskreis des Todes zu entkommen, doch Aschamdon hat sie in der Hand.

Im Jahr 2002 gerät der zwielichtige Antiquitätenhändler Atila in den Fokus der Ariach. Ihm sitzen gewaltbereite Gläubiger im Genick. Der Erwerb eines antiken Tarot-Decks in Prag soll ihm aus der Klemme helfen. Doch statt einen Preis zu nennen, prophezeit die Kartenlegerin eine düstere Zukunft und Atila eine wichtige Rolle in einem überirdischen Krieg. Zunächst hält das Leben einen Moment privaten Glücks mit Liya bereit, die jedoch kurz darauf bei einem angeblichen Autounfall stirbt. Stattdessen erscheint ihre Schwester und bringt eine mystisch schöne Frau mit, Azrael.

Im Mittelpunkt der Amizaras-Chroniken stehen Engel, Zauberer, Geheimbünde und magische Artefakte. Im Auftakt „Aschamdon“ folgen die Protagonisten auf zwei Zeitebenen einer Queste, die sie immer tiefer in den Krieg der Ariach hineinzieht. Ein wenig ähnelt die Story der aus „Sakrileg“, einer Schnitzeljagd gepflastert mit Morden. Auch der Bezug zur Religion und zur Geschichte der Renaissance erinnert an Dan Browns Romane. Doch in den Amizaras-Chroniken bewegen wir uns in einer phantastischen Realität. Die Welt der mächtigen und unheimlichen Ariach enthält Elemente islamischer, jüdischer und ägyptischer Mythologie, ist jedoch ein phantastisches Konstrukt. Die Realität der Protagonisten gleicht nur oberflächlich der unseren. Inmitten magischer Geheimnisse und Prophezeiungen kreuzen ihre Wege die der Ariach.

Was ist besonders an Aschamdon?

„Aschamdon“ erzählt zwar von genretypischen Themen wie Coming of Age, Religion und Historie, unterscheidet sich aber von anderen Vertretern der Urban-Fantasy. Die Grundlage der Amizaras-Chroniken bildet eine komplexe Mythologie mit einer weitreichende Historie. Das Buch „Aschamdon“ ist passend zur Story wie ein Kunstwerk gestaltet: reich verziert mit mystischen Symbolen, Graphiken und Bildern, auf dem Cover und auf den Buchseiten, die wie Pergament aussehen. Einen Einblick in die Kunstfertigkeit der Illustratoren erhält auch der Hörbuch-Liebhaber im Booklet.

Der erste Teil der Amizaras-Chronik „Aschamdon“ lässt durch Rückblenden erahnen, welch umfangreiches Universum der Autor Valerian Çaithoque errichtet hat. Die Protagonisten stoßen auf Geheimnisse, die sich zu einem bedrohlichen Strudel aufbauen. Zwei unabhängige Handlungsstränge enthüllen immer mehr Details des Hintergrunds. „Aschamdon“ vereinigt mit Elementen aus Mystery, Dark-Fantasy und Thriller gleich mehrere Richtungen phantastischer Spannungsliteratur. Der Leser wird immer wieder auf falsche Fährten gelockt und rätselt in jedem Kapitel aufs Neue. Welches Motiv treibt die gegeneinander agierenden Ariach wirklich an? Welche Leiden verlangen sie den Protagonisten Atila und Rafaela als nächstes ab und welches Schicksal blüht der Menschheit?  Drei Bände der Amizaras Chroniken „Aschamdon“, „Sarathoas“ und „Raphadona“ klären diese Fragen.

DANKE, dass ihr bis hierher durchgehalten habt.

Es gibt eine Sammlerausgabe des Hörbuchs »Aschamdon« zu gewinnen!

Sonderedition Aschamdon Hörbuch - Valerian Çaithoque +Holger Stiebing ©Amizaras
Sonderedition Hörbuch Aschamdon ©Amizaras Management

Wir binden Ausschnitte aus einem Kapitel des Hörbuchs, je einen Schnipsel zu jedem Blogbeitrag, auf den Blogs ein und stellen dazu eine Frage. Beantwortet einfach diese Frage im Kommentarfeld des Beitrags und ihr habt die Chance, das ungekürzte Hörbuch „Aschamdon“ als exklusive Sammlerausgabe zu gewinnen. Am Anfang des Videos auf dem Blog Bücherleser könnt ihr euch das Schmuckstück genauer ansehen.

Hier der Schnipsel aus dem „Aschamdon“-Hörbuch zum heutigen Aktionstag:

Die heutige Gewinnspielfrage zum Hörbuch-Ausschnitt lautet:

Wer rät Atlila dazu, zur Polizei zu gehen?

Das Gewinnspiel endet am 19.3.2017, 23.59h

Die Teilnahmebedingungen zum Gewinnspiel erfahrt ihr im Link.

Im Nachtrag eine Bitte: traut Euch! Es kommt nicht darauf an, dass der Name der Person richtig geschrieben wird. Zudem kann man die Schreibweise im Beitrag von Jasmin auf dem Blog Bücherleser nachschauen. Eine originelle Umschreibung tut es auch.

VIEL GLÜCK!

wünscht

Eure Eva

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11 Gedanken zu „Aschamdon – Phantastische Welt oder Phantastisches in unserer Welt?

  1. Hallo Eva, sanke für den tollen Beitrag.

    Trotz mehrfachem hören hab ich den Namen nicht richtig verstanden, daher kann ich es nur so versuchen mit dem, was ich verstehe: Adrastea

    Ganz liebe Grüße

    Janine

  2. Guten Morgen!
    ich bin echt happy, dass sich doch noch so viele Teilnehmer am Gewinnspiel gefunden haben. 🙂
    Ich habe Euch jetzt alle an die Losfee weitergegeben und drücke Euch ganz fest die Daumen, das einer der glückliche Gewinner dieser tollen Sonderausgabe wird.
    Viele Grüße, Eva

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