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Autoren, alphabetisch sortiert

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Es gibt 9 Einträge in diesem Verzeichnis, die mit dem Buchstaben L beginnen.
Lancester, Peter
Peter Lancester (* 1968) ist ein deutschsprachiger Buchautor. Er schreibt vorwiegend Horror- und Fantasygeschichten mit schwarzhumoriger Komponente. Sein Hauptwerk ist die Dark-Fantasy-Reihe "Die Chroniken der Anderwelten" (bisher 4 Bände erschienen), ansonsten findet man von ihm Kurzgeschichten in einigen Horror-Anthologien. Lancester ist der einzige der fast 40 Autoren, die an der Extrem-Horror-Reihe "Fleisch" mitgewirkt haben, der in jedem Band vorkommt.

Lange, Julia
Julia Lange ist Jahrgang 1983 und Ingenieurin für Nachrichtentechnik. Das zeigt sich an ihrer Neigung, ihren phantastischen Welten möglichst viel Realismus mitzugeben. Neben dem Schreiben arbeitet sie in einem Rechenzentrum, begeistert sich für unnützes Wissen und teilt sich den Garten mit mindestens dreißig Spatzen. Mit ihrem Roman „Irrlichtfeuer“ gewann sie 2017 auf der Leipziger Buchmesse den SERAPH in der Kategorie „Bestes Debüt“. Im Dezember folgte die Kurzgeschichte„Irrlichtkinder“. Für Februar 2019 ist die Veröffentlichung des nächsten eigenständigen Fantasy-Romans „Blutgesang“ geplant, der in einer neuen Welt spielt.

Lansdale, Joe R.
Joe Richard Lansdale wurde am 28. Oktober 1951 in Gladewater, Texas geboren. In den 70er Jahren begann Joe R. Lansdale Kurzgeschichten zu veröffentlichen, die ein lakonischer Stil und ein schnelles Erzähltempo kennzeichneten. Später in seinen Romanen kamen noch beißende Ironie, ein Faible für absurde Situationen und eine schrille Überzeichnung der Charaktere als Markenzeichen hinzu. In Lansdales Geschichten prallen oft Wirklichkeit und Mythos aufeinander, egal ob das historische oder moderne Texas Schauplatz der Handlung ist. Lansdale schreibt Krimis, Thriller, Horror, Science-Fiction und auch die Stories für Comics (Batman-The Animated Series). Er heimste eine Reihe von Literaturpreisen ein, wie zum Beispiel den British Fantasy Award, den American Horror Award und den Edgar Award. Einem breiten Publikum wurde Joe R. Lansdale mit der hardboiled Krimi-Serie „Hap und Leonard“ bekannt. Der Autor lebt mit seiner Ehefrau Karen in Nacogdoches, Texas und ist ein anerkannter Meister der Martial Arts.

Le Guin, Ursula K.
Ursula Kroeber Le Guin wurde am 21. Oktober 1929 in Berkeley, Kalifornien als Tochter der Schriftstellerin Theodora Kroeber und des Professors für Anthropologie Alfred Louis Kroeber geboren. Sie war die jüngste von vier Kindern. Ihre Schriftstellerkarriere begann sie 1951 mit dem Schreiben von Gedichten. Anfang der 1960er Jahre wurden ihre ersten Kurzgeschichten veröffentlicht. 1966 erschien dann ihr ersten Roman. Ihr Durchbruch gelang ihr 1969 mit dem Roman „Winterplanet“, für den sie als erste Frau gleichzeitig die beiden wichtigsten Preise der phantastischen Literatur erhielt: den Hugo und den Nebula Award. Das Kunststück konnte sie 1974 mit „The Dispossessed“ wiederholen. Neben weiteren Auszeichnungen mit Hugo und Nebula erhielt sie unter anderem auch jeweils mehrfach den World Fantasy Award, den James Tiptree Jr. Award, den Endeavour Award und den Asimov’s Readers' Poll Award. Außerdem war sie dreimal für den Pulitzer-Preis nominiert. 1979 wurde sie zum „Grandmaster of Fantasy“ ernannt. Ursula K. Le Guin schreibt sowohl Science Fiction- als auch Fantasy. In letzterem wurde sie vor allem durch ihre Erdsee-Reihe bekannt, die in mehr als 15 Sprachen übersetzt wurde und heute in einem Atemzug mit Tolkiens „Herr der Ringe“ genannt wird. Viele ihrer Bücher spielen zwar auf fernen Planeten oder in Anderswelten, behandeln jedoch elementare Fragestellungen, die universell bedeutsam sind. So ist „The Word for World is Forest“ als Synonym für den Vernichtungskrieg gegen die Indianer in Amerika zu sehen. „The Dispossessed“ schildert den Gegensatz zwischen einem kapitalistischen Planeten sowie einem kargen Planeten, auf dem eine klassenlose Gesellschaft lebt. Am 22. Januar 2018 verstarb Ursula K. Le Guin in Portland, Oregon. Ihr Werk wird die Phantastik-Fans noch eine lange Zeit über ihren Tod hinaus begleiten und faszinieren.

Liu, Cixin
Cixin Liu ist chinesischer Science-Fiction Autor, dessen Werk der sogenannten Hard-SF, also der extrem an den Naturwissenschaften ausgerichteten Science-Fiction zugerechnet wird. Er gilt als der führende Vertreter einer neuen, modernen Generation von chinesischen SF-Autoren. Liu ist Jahrgang 1963 und gelernter Techniker, ausgebildet an der North China University of Water Conservancy and Electric Power. An einem abgelegenem Ort in der Provinz Shanxi hat er als Computertechniker in einem Kraftwerk gearbeitet, bevor er Fulltime Schriftsteller wurde – und das äußerst erfolgreich. Bereits neunmal wurde er mit dem Galaxy-Award ausgezeichnet, dem höchsten chinesischen Science-Fiction Preis. Sein berühmtestes Werk, die Trilogie „Die drei Sonnen“ entstand bereits 2006. Im Westen wurde die Reihe nach der Übersetzung durch den chinesisch stämmigen US-Autor Ken Liu im Jahr 2015 (The Three-Body Problem, The Dark Forest, Death’s EndBand 2 übersetzte Joel Martinsen) ins Englische populär. Es fand prominente Fans wie Mark Zuckerberg und Barak Obama und heimste den Hugo-Award ein, der zum somit ersten Mal an einen Chinesen verliehen wurde. In Deutschland übersetzte Martina Hasse den ersten Teil von „Die drei Sonnen“ direkt aus dem chinesischen und auch hier wurde das Werk schon bald nach dem Erscheinen im Dezember 2016 gefeiert. Im Sommer 2017 erhielt es den Kurd Laßwitz Preis als das Beste ausländische Werk in deutscher Erstausgabe.

Liu, Ken
Ken Liu kam 1976 in Lanzhou/China zur Welt. Die Familie emigrierte in die USA, als Ken elf Jahre alt war. An der Harvard-University erwarb Liu den Bachelor of Art im Fach Englisch und arbeitet danach als Programmierer. Schließlich machte er noch den Doctor Jur. und spezialisierte sich auf Patentrecht. Ken Liu lebt heute mit seiner Familie in der Nähe von Boston. Als Hobby sammelt und restauriert er alte Schreibmaschinen. Ken Liu ist im Bereich der Literatur bisher vor allem als Kurzgeschichten-Autor und Übersetzer aus dem Chinesischen ins Englische in Erscheinung getreten. Seine Geschichten erhielten zahlreiche Nebula Auszeichnungen, sowie den Hugo unter anderem für „Mono no aware“ aus der Anthologie „The future is japanese“ und den Locus Award. Die Kurzgeschichte „The Paper Menagerie“ ist das erste Prosawerk, das sowohl den Nebula als auch den Hugo und den World Fantasy Award gewann. Die Übersetzung des chinesischen Hard-SF Werks „Three body problem“ (deutsch: „Die drei Sonnen“) von Liu Cixin erhielt 2015 ebenfalls den Hugo-Award, der Preis wurde zum ersten Mal für eine Übersetzung vergeben. Ken Lius Debut-Roman „The Grace of Kings“ (ET in USA: 2015, deutsch „Die Schwerter von Dara“ ET 2016) erhielt wiederum den Locus Award und war für den Nebula Award in der Endausscheidung.

Lohwasser, Thomas
Thomas Lohwasser und Vanessa Kaiser sind Mitte der siebziger Jahre in Marburg an der Lahn geboren. Sie begegneten sich bereits in der Schule, doch erst 2006 lernten sie sich richtig kennen. Seitdem vereinigen sie ihre Talente und ihre Leidenschaft für das Phantastische und schreiben gemeinsam. 2009 wurden sie auf eine Ausschreibung „Geschichten unter dem Weltenbaum“ des Verlags Torsten Low aufmerksam. Ihr Beitrag „Das Herz des Jägers“ wurde nicht nur für die Anthologie genommen, sondern gewann 2011 den Deutschen Phantastik Preis. Seitdem kamen weitere Beiträge in Storysammlungen wie „Verbotene Bücher: Auf den Spuren H.P Lovecrafts“, „12 Monate Angst“ oder „Dunkle Stunden“ hinzu. In letzterer erschien ihre Kurzgeschichte „Der letzte Gast“, die 2015 erneut mit dem DPP ausgezeichnet wurde. „Herbstlande“, gemeinsam mit Fabienne Siegmund und Stephanie Kempin geschrieben, ist ihr erster Roman.

Lossau, Jens
Jens Lossau, geboren 1974 in Mainz, ist ein deutscher Autor von Romanen und Kurzgeschichten unterschiedlicher Genre wie Thriller, Krimi, Horror und Mystery bei mehreren Verlagen. Zusammen mit Jens Schumacher verfasste der Autor Erzählungssammlungen und Romane in unterschiedlichen Genres. Die Serie um das skurrile Kommissar-Duo Grosch und Passfeller machte die Beiden als Autorenduo bekannt. Jens Lossau lebt und arbeitet heute in Alzey.

Lukianenko, Sergej
Sergej Wassiljewitsch Lukianenko, geboren am 11. April 1968 in Karatau, Kasachstan, ist einer der erfolgreichsten russischen Science-Fiction und Fantasy-Autoren unserer Zeit. Lukianenko studierte in Alma-Ata Medizin und praktizierte einige Zeit als Psychiater. In den achtziger Jahren fing er an, Kurzgeschichten zu verfassen, die er in verschiedenen Magazinen (u.a. einem sowjetisch-indischen Monatsmagazin) veröffentlichte. In den Anfängen orientierte sich Lukianenkows Werk stark an dem Robert A. Heinleins, doch seit dem Publikumserfolg der „Wächter“ Reihe gilt Lukianenko als die Stimme der Gegenwart in der russischen Phantastik. Aus der Wächter Reihe wird 2015 bereits der sechste Roman veröffentlicht, dazu kommen bis dato zahlreiche Science-Fiction, Jugendfantasy und Urban-Fantasy Romane und Serien unterschiedlichster Couleur, von tiefschwarz bis humoresk. Wenige Schriftsteller schreiben so vielseitig, und dennoch sind die Werke des Russen unverkennbar typische Lukianenkos. Der Autor lebt heute mit seiner Frau Sonja in Moskau und ist ein leidenschaftlicher Hobbykoch.

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