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Autoren, alphabetisch sortiert

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Es gibt 6 Einträge in diesem Verzeichnis, die mit dem Buchstaben T beginnen.
Taylor, Jodi
Die britische Autorin Jodi Taylor stammt aus Bristol und ging in Gloucester zur Schule. Mit ihrem Ex-Ehemann zog sie nach Yorkshire und verwaltete dort zwanzig Jahre lang die Bibliotheken von North Yorkshire County. Es ging alles schief. Sie verließ Yorkshire und leitete in der Türkei ein Hotel. Dort ging ebenfalls alles schief, nur in einer anderen Sprache. Zurück in England bot sie ihr erstes Buch (den ersten St. Marys Chroniken Roman, in dem alles schief geht) zum Download an. Mit überwältigendem Erfolg. 60000 Leser lasen „Just One Damned Thing After Another“, bevor Accent Press sich 2013 die Rechte sicherte. Der der Randomhouse-Gruppe zugehörige Blanvalet Verlag brachte 2019 die deutsche Übersetzung des Serienauftakts heraus. Jodi Taylors Lieblingsschriftsteller sind J.R.R. Tolkien, Neal Stephenson, Terry Pratchett, Jane Austen und Charlotte Bronte. Außer für das Schreiben hat sie eine Leidenschaft für Schokolade, fürs Zeichnen und für Malerei.  Sie lebt heute in Gloucestershire.

Thariot
Thariot heißt im wirklichen Leben Martin Langner und verdiente einst sein Brot als IT-Manager. Seine Leidenschaft für das Phantastische und für Rollenspiele pflegte er schon in jungen Jahren und begann schließlich, Kurzgeschichten zu schreiben. Thariots Fantasie erzeugt Bilder, die er gern zu Geschichten verarbeitet, er selbst bezeichnet sich gern als Bildermensch. 2009 begann Thariot die fiktive und Welt „Ninis“ zu entwerfen, woraus der Roman „Ninis-Die Wiege der Bäume“ entstand, den er 2011 als Amazon E-Book veröffentlichte. Seitdem sind ganz unterschiedliche Fantasy-/ Science-Fiction Romane und Thriller hinzugekommen. Thariot ist ein Self-Publisher und als solcher inzwischen so erfolgreich, das er seinen Brotjob aufgab. Seine Romane werden in Phantastik- und Bücherforen von vielen Lesern empfohlen und habenmit „Exodus2727" den Sprung in eine Verlagspublikation geschafft. Thariot hat einen Sohn und eine Tochter und lebt derzeit in San Giljan auf Malta.

Theobald, Isa
Isa Theobald lebt und arbeitet mit ihrer Familie im Saarland. Neben dem Schreiben kocht sie gern, veranstaltet KrimiDinner, siedet Seifen, tanzt mit dem Feuer und bloggt Absonderliches. Sie liebt London und schreibt Phantastik-Kurzgeschichten der eher düsteren Art. Die Erotische-Phantastik-Anthologie „Auf fremden Pfaden" entstand unter ihrer Federführung als Herausgeberin. Zwei Jahre später erschien die ebenfalls von ihr herausgebenene Antholgie „Dunkle Ziffern". Sie erzählt Geschichten um menschliche Schicksale, die hinter sogenannten Dunkelziffern verschwinden, zum Beispiel Missbrauchsopfer. Die Einnahmen aus dem Verkauf des Buchs gehen an den Verein „Dunkelziffer e.V.“.

Thorne, Jack and Tiffany, John
Der Brite Jack Thorne schreibt für das Theater, den Film, das Fernsehen und das Radio. Zu seinen Theater-Erfolgen zählen unter anderem die Stücke „Hope“ und „Let the right one in“. „War Book“ und „The Scouting Book for Boys“ gehören zu seinen erfolgreichsten Film-Drehbüchern und sein TV-Skript „Don’t take my Baby“ wurde mit dem BAFTA-Preis ausgezeichnet. Jack Thorne adaptiert Philip Pullmans Trilogie „His dark materials“ für die BBC als TV-Serie. John Tiffany, ebenfalls Brite, hat für seine Tätigkeit als Regisseur am West-End und am Broadway zahlreiche Preise eingeheimst. Zu seinen Arbeiten gehören „Once“, „The Glass Menagerie“ , „Macbeth“, „The Bacchae“, „Black Watch“ und „Let the right one in“. Er ist stellvertretender Direktor des Royal Court und war es von 2005 – 2012 beim“ National-Theatre of Scotland“.

Tidhar, Lavie
Der Schriftsteller Lavie Tidhar wurde 1976 in Israel geboren und wuchs in einem Kibbuz auf . Mit fünfzehn begann er Reisen zu unternehmen, teilweise fließen diese Erfahrungen auch in seine Bücher ein. Er lebte einige Zeit in Südafrika, Vanuatu und Laos. Heute nennt er Großbritannien seine Heimat. Tidhar schreibt Science-Fiction und Steampunk Romane, für welche er zahlreiche Preise gewann. Mit seinem ersten Roman, "Bookman", liefert er einen besonderen Beitrag zum Steampunk-Genre und den Start zu einer phantastischen Reise durch das Ewige Empire.

Tolkien, J.R.R.
Auf den Linguisten und Schriftsteller John Ronald Reuel Tolkien (kurz J.R.R. Tolkien) geht die heutige Form der Völkerfantasy zurück. Seine Welt Mittelerde, bevölkert mit Elben, Zwergen, Hobbits, und Orks, prägte nachhaltig die High-Fantasy Literatur und stand im 20 und 21. Jahrhundert Pate für zahlreiche ähnliche Werke aus aller Welt. Tolkiens Schulzeit und seine besten Freunde J.R.R. Tolkien kam 1892 in Bloomfontain/Südafrika zur Welt und zog als Dreijähriger mit seiner Mutter und seinem Bruder nach England in die Nähe von Birmingham. Tolkiens Vater blieb in Südafrika und starb ein Jahr nach dem Fortgang der Familie. Als er zwölf Jahre war, verstarb auch die Mutter und J.R.R wuchs fortan in der Obhut von Pater Francis Morgan an der King Edwards School in Edgbaston/Birmingham auf. Der dort gegründete Club TCBS (Tea Club and Barrovian Society) bestand aus insgesamt neun Schülern. Doch seine engen Freunde, Christopher Wiseman, Geoffery Bache Smith und Robert Smith, sollten Tolkien lange Jahre begleiten und maßgeblichen Einfluss auf sein Werk haben. Vor dem Krieg hatte sich Tolkien der Lyrik verschrieben und begann mit seinem Handbuch für die Sprache Quenya, aus der sich seine vielen Völkersprachen (Goldogrin/Noldorin = Gnomisch bzw Sindarin als Gemeinsprach der Elben) entwickeln sollten. Tolkien erarbeitet seine Sprachen mit den Methoden der Philologie und Linguistik und ließ sich von germanischen, nordischen und keltischen Sprachformen inspirieren. Tolkiens Freunde waren 1916 schon längst zum Kriegseinsatz in WWI eingezogen worden, J.R.R wollte jedoch erst sein Studium der englischen Sprache in Oxford beenden. Inzwischen hatte er seine Vorliebe für das Altenglische entdeckt und das Gedicht „Beowulf“ mit Begeisterung verschlungen. Seine Jugendliebe Edith Bratt, zu der ihm sein Vormund bis zur Volljährigkeit jeglichen Kontakt verbot, heiratete J.R.R 1916 unmittelbar vor dem Einzug zum Militär. Das Ehepaar bekam zwischen 1917 und 1929 drei Söhne und eine Tochter. Tolkien im ersten Weltkrieg Den ersten Weltkrieg erlebte Tolkien mit all seinen Schrecken als Fernmelde-Offizier in der Schlacht „um ein paar Morgen Schlamm“ an der Somme in Frankreich. An Schützengrabenfieber erkrankt kehrte er nach England zurück und erfuhr vom Tod des zweiten TCBS Freundes G.B. Smith, der ihn bis zuletzt zum Schreiben motiviert hatte. Diese Zeit gilt als die Geburtsstunde Mittelerdes. Das posthum veröffentlichte „The Book of Lost Tayles“ und Teile des „Silmarillion“ werden diesem Lebensabschnitt Tolkiens zugerechnet. Seine erfundenen Sprachen Quenya (auf Finnisch basierend) und Sindarin (dem Walisischen nachempfunden) wurden zu den Sprachen der Elben in Mittelerde. 1918 ereilte ihn erneut das Schützengrabenfieber, Tolkien kehrte nicht mehr an die Front zurück. Stattdessen zog er mit Edith und dem kleinen Sohn John Francis nach Oxford. Dort arbeitet er zunächst beim New English Dictionary und als Privatlehrer. 1920 trat er eine Assistentenstelle am Institut für englische Sprache in Leeds an, 1924 erhielt er dort endlich eine Professur für englische Sprache. Akademische Karriere und Vaterpflichten 1926 bewarb sich Tolkien um einen Lehrstuhl für Angelsächsisch am Pembroke College und kehrte mit seiner Familie nach Oxford zurück. In dieser Zeit verband ihn eine enge Freundschaft mit Clive Staples Lewis, dem Autor der „Narnia-Chroniken“. Mit dessen Unterstützung setzte er an der Universität eine Lehrplanreform durch, die Sprach und Literaturwissenschaft stärker miteinander verband. Seine schriftstellerischen Erfolge wurzeln jedoch in seiner Fürsorgefunktion als Vater. Tolkien erzählte seinen Kindern selbst erdachte Geschichten, aus denen 1930 die Erzählung „Der Hobbit“ hervorging. Eine ehemalige Studentin machte den Allen & Unwin Verlag darauf aufmerksam, der schließlich 1937 das Kinderbuch veröffentlichte. Ein Nachfolge-Roman sollte her, doch die Arbeit daran verzögerte sich immer wieder. Tolkien wechselte 1945 noch einmal die Professur und schickte sich nach Differenzen mit Allen & Unwin an, auch den Verlag zu wechseln. Erst nachdem Rayner Unwin, der als Kind den Hobbit geliebt hatte, zum Juniorverleger aufstieg, erschien 1954 endlich „Der Herr der Ringe“. Aufgrund von horrenden Papierpreisen wurde das Werk in drei Bände unterteilt und so erschienen die Romane „The Fellowship of the Ring“, „The Two Towers“ (beide 1954) und „The Return of the King“ (1955). In den Folgejahren schrieb Tolkien neben weiteren Werken am „Silmarillion“, das er jedoch zu seinen Lebzeiten nicht mehr fertigstellen konnte. Im Alter von 81 Jahren verstarb J.R.R Tolkien am 2. September 1973 in Bournemouth. Die Tatsache, dass wir uns bis heute an neu veröffentlichten Texten von J.R.R Tolkien erfreuen können, ist dem Nachlassverwalter und drittem Sohn Christopher Tolkien zu verdanken. Zuletzt veröffentlichte dieser einen Erzählband mit verschiedenen Varianten der Liebesgeschichte aus dem „Silmarillion“, „Beren und Lúthien“.

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