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Autoren, alphabetisch sortiert

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Es gibt 12 Einträge in diesem Verzeichnis, die mit dem Buchstaben M beginnen.
Mahr, Kurt
Kurt Mahr (als Klaus Otto Mahn 1934 in Frankfurt am Main geboren, gestorben 1993 in Florida) war ein Perry Rhodan Autor der ersten Stunde (1961) und galt als „Physiker vom Dienst“. Mahr begann ein Studium im Bauingenieurwesen, brach das aber aufgrund finanzieller Engpässe wieder ab. 1959 hatte Mahr alles gelesen, was in Deutschland an Science-Fiction Romanen mit dem Schwerpunkt Zukunftstechnologie so gab. Um mit gravierenden physikalischen Fehlern aufzuräumen, fing er selbst an, SF zu schreiben. 1959 reichte er beim Pabel-Moewig Verlag seinen ersten Roman ein, der schließlich mit dem Titel „Zeit wie Sand“ erschien. Weitere Romane folgten. Mit den Erlösen aus seinen Büchern und einem Job als Schlafwagenschaffner finanzierte Mahr schließlich ein Physikstudium, das er 1962 abschloss. Während des Studiums erschuf er das Pseudonym Kurt Mahr, damit seine Professoren ihn nicht mit seinen Büchern in Verbindung brachten. Mahr wollte gern an Raketenantrieben arbeiten, hatte aber in Deutschland keine Chance. Wernherr von Braun empfahl ihm die US Army. 1962 ging Mahr in die USA, kehrte 1972 nach Deutschland zurück, um ab 1977 seine restliche Lebenszeit in Amerika zu verbringen. Er entwickelte Aircraft-Software Modelle von elektrochemischen Brennstoffzellengeneratoren und ein Softwarepaket zur Auswertung von Raketentests. Seine Mitarbeit an den Perry Rhodan Heften pausierte derweil. Nach dem Tod von William Voltz schrieb Mahr ab 1985 mit Ernst VLcek die Exposés der Perry Rhodan Hefte. Von Heft 700 bis 1665 war Kurt Mahr für die Konzeption des Perry Rhodan Computers verantwortlich. 1993 verstarb er an den Folgen eines schweren Unfalls.

Marrak, Michael
Michael Marrak kam am 5. November 1965 im Weikersheim/Baden zur Welt. Er absolvierte gleich mehrere Studiengänge  in Stuttgart: Grafik-Design, Desktop-Publishing und Multimedia. Zwischen 1989 und 1996 arbeitete er als Autor, Illustrator, Herausgeber und Anthologist.  Seit 1997 widmet er sich vornehmlich dem Schreiben. Der Autor lebt heute in Schöningen am Elm/Niedersachsen.Seine Werke wurden mehrfach mit dem European Science Fiction Award, dem Deutschen Phantastik Preis, dem Kurd Lasswitz Preis und dem Deutschen Science Fiction Preis ausgezeichnet. Einige seiner Bücher erschienen nicht nur in englischer Übersetzung, sondern auch in Französisch, Griechisch, Russisch, Chinesisch und Ungarisch.  Marraks Geschichten repräsentieren ein breites literarisches Spektrum: Phantastik, Horror, Thriller, Science Fiction und Magischer Realismus.„Der Kanon mechanischer Seelen", erschien zwischen 2012 und 2015 als Forsetzungsreihe im Science Fiction Magazin NOVA. Für die zweite Story "Coen Sloterdykes diametral levitierendes Chronoversum" aus NOVA 21 erhielt Marrak 2014 den Kurd Laßwitz Preis in der Kategorie "Beste deutsche Science Fiction Erzählung des Jahres 2013". 2017 erschien „Der Kanon mechanischer Seelen" als kompletter Roman beim Amrûn-Verlag und holte sich im Jahr darauf die Auszeichnung der Phantastischen Akademie SERAPH als „Bester Roman“. Besonders an dem Buch sind nicht nur die Storyideen, irgendwo zwischen Märchen und Science-Fiction, sondern die vielen Illustrationen, die der Autor selbst gestaltet hat.

Marzi, Christoph
Christoph Marzi, Jahrgang 1970, wuchs in Obermendig in der Eifel auf und studierte Wirtschaftspädagogik in Mainz. Marzi arbeitet als Lehrer an einem Wirtschaftsgymnasium, seine Freizeit verbringt er jedoch gern damit, über fremde Welten zu schreiben. 2004 erschien sein erster Roman „Lycidas“, der Auftakt zur Reihe „Die Uralte Metropole“, der ein Überraschungserfolg wurde. Folgerichtig erhielt Marzi im Jahr darauf den Deutschen Phantastik Preis in der Kategorie“ Bestes deutschsprachiges Romandebut.“ Inzwischen umfasst die Reihe vier Bände („Lycidas“, „Lilith“, „Lumen“ und „Somnia“) und im September 2016 kam „London“ hinzu. Christoph Marzi hat viele weitere Kurzgeschichten und Bücher, die zwischen Fantasie und Realität angesiedelt sind, verfasst und einige wurden in andere Sprachen übersetzt. Als Inspirationsquellen dienen dem Autor vorwiegend viktorianische Autoren wie Charles Dickens, Arthur Conan Doyle, Edgar Allan Poe, aber auch moderne Fantasy-Schriftsteller wie Neil Gaiman, China Miéville oder Kai Meyer prägen seine Bücher. Christoph Marzi lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Saarland.

McDermott, Kirstyn
Kirstyn McDermott wurde am Halloweenabend im australischen Newcastle geboren, ein Geburtstag der gut zu ihrer Vorliebe für alles Dunkle und Mysteriöse passt. Sie wuchs in Woodberry auf, machte einen Abschluss in Kunstgeschichte und zog nach Melbourne, wo sie bis heute lebt. Seit ihrer Kindheit schreibt sie über alles Gruselige (ausgenommen über Vampire). Viele Anthologien und Magazine veröffentlichten ihre Gothic, Horror und Dark Fantasy Kurzgeschichten. Ihr erster Roman »You Are Mine« gewann zahlreiche Preise, darunter den Aurealis Award sowie den Chronos Award und wurde zum Hit unter den Fans düsterer Literatur.

Meissner, Tobias O.
Tobias Oliver Meissner ist Jahrgang 1967 und wurde in Oberndorf am Neckar geboren. Noch als Kind zog er nach Berlin und lebt seit 1991 in Neukölln. Meissner studierte Kommunikations- und Theaterwissenschaften und arbeitete danach eine Weile abwechselnd als Fabrikarbeiter und freiberuflicher Schriftsteller. Als Autor ist er äußerst vielseitig; Meißner schreibt phantastische Literatur verschiedenster Richtungen, sowie Sachliteratur und Hörspiele. Gemeinsam mit dem Zeichner Reinhard Kleist erschuf Meissner den Polit-Parabel „Berlinoir“ als Comic-Reihe. Berlin befindet sich darin in einem alternativen Universum und ist wird von faschistischen Vampiren beherrscht. Der Romanzyklus „Hiob“ ist nach Aussage Meißners auf fünfzig Jahren angelegt, jedoch nicht auf eine bestimmte Anzahl von Bänden limitiert. Experimentell ist auch der Schreibstil in „Hiob“, von poetisch über witzig bis hin zu splatterhaft ist alles dabei. Entsprechend kontrovers fällt die Literaturkritik zu den „Hiob“-Romanen aus, die einen bezeichnen sie als grotesk und vulgär, die anderen als Kult. Mit der Fantasy-Reihe „Im Zeichen des Mammuts“, in der die Helden es sich zur Aufgabe machen, die bedrohte Natur zur Not mit Waffengewalt zu bewahren, wurde Tobias O. Meissner bei einem breiten Publikum bekannt,. Es folgten die Trilogie „Die Dämonen“ und weitere Fantasy-Bücher, darunter „Die Soldaten“ das eine pazifistische Botschaft nicht verleugnen kann.

Meyer, Kai
Der 1969 in Lübeck geborene Kai Meyer ist einer der bekanntesten Phantastik-Schriftsteller in Deutschland. Nach dem Abitur studierte er zuerst einige Semester Film, Theater und Philosophie. Schließlich absolvierte er ein Volontariat bei einer Tageszeitung und war als Journalist tätig unter anderem beim Kölner „Express“. Seit 1995 widmet sich Kai Meyer hauptberuflich dem Schreiben und veröffentlichte seitdem mehr als 50 Romane, überwiegend im Bereich Phantastik; Fantasy, Mystery und Magischer Realismus. Darunter befinden sich populäre Serien wie die „Alchimisten“-Reihe, die „Wolkenvolk“- und die „Sturmkönige“-Trilogie. In mehr als 30 Sprachen wurden die Romane des Autors übersetzt und mit Literaturpreisen ausgezeichnet, z.B. dem Corine-Preis (2005 für „Frostfeuer“), dem Marsh Award (2007 für „Die fließende Königin“, dem Prix Imaginales (2012 für „Seide und Schwert“) und zweimal mit dem SERAPH, 2013 für „Asche und Phönix“ und 2015 für „Die Seiten der Welt“.

Miéville, China
China Tom Miéville, geboren am 6. September 1972 in Norwich, wuchs im Nordwesten Londons auf. Er absolvierte ein Bachelor-Studium der Sozialanthropologie an der Universität Cambridge und erreichte einen Master-Abschluss mit Auszeichnung an der London School of Economics and Political Science. Als 18 jähriger ging Miéville für ein Jahr nach Ägypten, um dort Englisch zu unterrichten. Diese Erfahrung weckte sein Interesse an arabischer Kultur und Nahost-Politik. Miéville ist Politiker und als Mitglied der Internationalen Sozialistischen Allianz und der Socialist Workers Party (bis 2013) dem linken Spektrum zuzuordnen. Das spiegelt sich auch in seiner journalistischen Arbeit wieder, denn er ist Mitherausgeber der Zeitschrift „Historical Materialism – Research in Critical Marxist Theory“. 2001 kandidierte er für das englische Unterhaus allerdings ohne Erfolg. Sein schriftstellerisches Werk bezeichnet Miéville selbst als „Weird Fiction“. Er gehört zu einer Gruppe von Schriftstellern, die die Phantastische Literatur bewusst in eine neue Richtung, weg von der Tolkien’schen Fantasy entwickeln wollen. In Miévilles Romanen gehen Storyelemente aus Fantasy, Science-Fiction, Steampunk und Horror Hand in Hand. Zu seinen literarischen Vorbildern zählen Michael Moorcock, M. John Harrison, Tim Powers H.P. Lovecraft und Ursula K. Le Guin. Mit „Perdido Street Station“ gewann Miéville den Arthur C. Clarke-Preis und wurde für den Hugo, den Nebula Award und den World Fantasy Award nominiert. In Deutschland erschien "Perdido Street Station" zunächst in zwei Teilen als „Die Falter“ und „Der Weber“. Die Bücher erhielten 2003 den Kurd Laßwitz-Preis in der Kategorie „Bester ausländischer Roman“.

Morgan, Richard
Richard Morgan kam am 9. September 1965 in London zur Welt und wuchs der Nähe von Norwich im Osten Englands auf. In Cambridge studierte er Englisch und Geschichte und verdiente sein Brot als Englischlehrer, unter anderem in Lateinamerika, Madrid und Istanbul. Eigentlich wollte Richard Morgan immer Schriftsteller werden. Doch an seinem damaligen Wohnort London war er einer unter vielen. Er landete schnell auf dem Boden der Tatsache, dass nur die wenigsten Autoren ihren Lebensunterhalt als solcher verdienen. Er hatte den Traum vom Schreiben zu leben schon fast aufgegeben, als 2002 sein Cyberpunk-Roman „Altered Carbon“ doch noch beim Gollancz-Verlag veröffentlicht wurde. Daraus entwickelte sich die „Takeshi Kovacs Trilogie“ („Gefallene Engel“, „Heiliger Zorn“), die der Autor selbst als Future Noir bezeichnet. Richard Morgan schrieb weitere Science-Fiction Romane und wechselte mit der „Land Fit for Heroes“ Serie ins Fantasy-Fach. Dazu kommen Texte für Marvel-Comics und das Computerspiel „Crysis 2“. Heute lebt Richard Morgan mit seiner Ehefrau und seinem Sohn wieder in Norfolk, UK, nur ein paar Meilen vom Ort seiner Kindheit entfernt.

Morris, Brandon Q.
Brandon Q. Morris heißt eigentlich Matthias Matting und kam 1966 in Luckenwalde, Bezirk Potsdam zur Welt. Er studierte Physik an der TU Dresden und arbeitete als Redakteur bei diversen namhaften Wirtschafts – und IT-Magazinen (u.a. Focus, Heise). Die Phänomene des Alls beschäftigen ihn schon sein Leben lang. So schrieb er mehrere populärwissenschaftliche Bücher, unter anderem über Weltraum-Themen. Für „Reise nach Fukushima“ erhielt der Autor 2011 den vom Tagesspiegel und Zeit online ausgelobten und mit 20000 Euro dotierten Preis „derneuebuchpreis“ (dnbp) in der Kategorie Sachbuch.Das was wäre, wenn Thema fasziniert ihn besonders. Seit 2017 lebt Matthias Matting diese Faszination als Science Fiction Autor mit dem Pseudonym Brandon Q. Morris aus. Sein Ehrgeiz: Science Fiction-Geschichten so zu erzählen, wie sie passieren könnten und dazu als spannende Unterhaltungsliteratur. Seine Romane publiziert er als Selfpublisher. Als solcher engagiert er sich in dem Projekt „Selfpublisherbibel.de“ und in der Vereinigung „Lieblingsautoren“, einem Zusammenschluss von 24. Indie-Autoren. Matthias Matting alias Brandon Q. Morris lebt und schreibt in Passau.

Mösch, Matthias
Matthias Mösch ist Senior Lecturer, also Hochschullehrer für „Cultural Studies“ an der Universität Innsbruck/Österreich. Nach dem Abitur in Mannheim ließ er sich an der Drehbuchwerkstatt München ausbilden. Dem Spielfilmskript „Strom“ und einem Diplom als Drehbuchautor folgte ein Studium in den Fächern Deutsch und Englisch an der Universität Heidelberg. Nach dem Staatsexamen zog es ihn nach Durham/GB, wo er eine Dissertation zum Faust-Mythos in der amerikanischen Nachkriegsliteratur erstellte. Als Schriftsteller arbeitete Matthias Mösch zwei Mal mit Oliver Plaschka zusammen. 2006 schrieben sie auf Englisch den Kurzgeschichtenband „Gagarin‘s underpans“ und 2010 (erste Veröffentlichung bei Feder&Schwert) das Steampunk-Abenteuer „Der Kristallpalast“.

Much, Holger
Holger Much wurde 1968 in Albstadt auf der Schwäbischen Alb geboren. Nach dem Abitur und einem Volontariat in der Redaktion des Zollern-Alb-Kurier folgten Studium und Abschluss als Magister Artium der Kunstgeschichte und Kulturwissenschaft in Tübingen. Heute lebt und arbeitet er wieder in Albstadt. Während er den Lebensunterhalt seither wieder als Redakteur bei seiner Heimatzeitung bestreitet, widmet er seine freie Zeit der Kunst: Ölmalerei, Zeichnen und Mischtechniken, aber auch die hohe Kunst des Tiefdrucks haben es ihm seit jeher angetan. Seine weitere große Liebe, nämlich die zu Büchern, konnte er als Buchillustrator in den vergangenen Jahren mit seiner Faszination für das Erschaffen gezeichneter, zweidimensionaler Welten verbinden. Er arbeitete dabei mit Autor Achim Schnurrer zusammen, einst Herausgeber des Comic-Magazins „Schwermetall“, oder auch mit dem Meister der schwarzen Phantastik, dem Schweizer Künstler H.R.Giger („Alien“), für den eine Reihe handgedruckter Radierungen seiner Motive entstanden. Weitere Cover entstanden unter anderem für den Verlag Periplaneta sowie für die Edition Roter Drache. Und zuletzt nun eben mit dem von ihm sehr verehrten Musiker und Autor Asp Spreng, für den er die Illustrationen zu dessen Versepos „Der alte Weidenmann“ beisteuern durfte. Mit Musikern wie Ralf Gugel, Ally Storch, der Berlinder Folkband The Sycamore Tree oder Luci van Org arbeitet Holger Much zudem für sein musikalische Side-Project „Kelpy. Ausstellungen von Holger Much gab es unter anderem in Leipzig beim Wave-Gotik-Treffen, in Erlangen im Rahmen des Comicsalons, in Köln, Würzburg, Chambéry, Weimar, Kronach, Tübingen und Stuttgart.

Murakami, Haruki
Der japanische Autor Haruki Murakami wurde am 12. Januar 1949 in Kyōto geboren und ist in Kōbe aufgewachsen. Seine Eltern unterrichteten beide japanische Literatur, wohingegen sich Haruki mehr für die westliche Literatur und Musik interessierte. Er studierte ab 1968 Theaterwissenschaft und Drehbuchschreiben an der Waseda-Universität in Tokio, wo er auch seine spätere Frau kennenlernte. Seit 1971 ist das Paar verheiratet. Nach dem Studium jobbte er in einem Plattenladen und eröffnete 1974 in Tokio eine Jazzbar, die er bis 1982 leitete. 1978 begann er mit dem Schreiben und konnte ein Jahr später seinen ersten Roman „Kaze no uta o kike“ veröffentlichen. In den 1980er Jahren lebte Murakami in Frankreich, Italien und Griechenland. 1991 wurde er Gastdozent an der Princeton University in New Jersey. 1993 lehrte er an der Tufts University in Medford, Massachusetts, bevor er zwei Jahre danach wieder in seine Heimat zurückkehrte. 2006 erhielt er den Franz-Kafka-Literaturpreis. 2009 wurde ihm der Jerusalem Prize für sein literarisches Werk verliehen. Seit 2001 lebt Murakami in Ōiso.

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