Verzweiflung, (Un)schuld und Hoffnung „Dunkle Ziffern“ ist eine Anthologie, die Geschichten um menschliche Schicksale erzählt, die hinter sogenannten Dunkelziffern verschwinden. Dazu gehören Missbrauchsopfer, aber auch jene, die an Krankheiten leiden oder in einer seelischen Krise stecken. Menschen, die unsere ach so perfekte Gesellschaft nicht sehen möchte. Die Herausgeberinnen (Diana Kinne, Fabienne Siegmund, Isa Theobald) und AutorInnen verzichten auf eine Entlohnung. Die Einnahmen aus dem Verkauf des Buchs gehen an „Dunkelziffer e.V.“. Der Verein bietet seit seiner Gründung 1993 den Betroffenen und ihren Vertrauenspersonen Hilfe und Beratung an und macht durchWeiterlesen
Kategorie: Phantastik Plus
Der Gott am Ende der Straße – Louise Erdrich
Eine feministische Dystopie der Gegenwart Die Erzählerin des Romans „Der Gott am Ende der Straße“ ist die 26-jährige Cedar Hawk Songmaker aus Minneapolis. Sie ist schwanger und schreibt für ihr Ungeborenes ein Tagebuch. Ihre biologischen Eltern sind Ojibwe, American Natives. Nach ihrer Geburt wurde sie von Glen und Sera Songmaker adoptiert, zwei liberalen Hippies, Buddhisten und glücklich verheirateten Veganern. Cedar, die aus Protest irgendwann Katholikin wurde, dachte lange Zeit, etwas Besonderes zu sein. Bis sie vor etwa einem Jahr von Sera einen Brief ihrer biologischen Mutter Mary „Sweetie“ Potts bekam,Weiterlesen
Landläufiger Tod – Gerhard Roth
Bericht aus dem Irrenhaus Im Jahr 1980 begann Gerhard Roth mit „Der stille Ozean“ seinen sieben Bücher umfassenden Zyklus „Die Archive des Schweigens“, den er 1991 mit dem Essayband „Eine Reise in das Innere von Wien“ beendete. Er befasst sich in diesem Zyklus mit der jüngeren Geschichte Österreichs. Den Mittelpunkt und dritten Band bildet „Landläufiger Tod“, dessen erste Ausgabe 1984 nach Entfernung einzelner Teile aus dem Manuskript mit einem Umfang von 783 Seiten erschien. Nun ist der Roman 33 Jahre später in der ursprünglich beabsichtigten Fassung erschienen, als um rundWeiterlesen