Leipziger Buchmesse 2017 – Immer das Gleiche und doch jedes Mal anders

Buchmesse Leipzig 2017 Halle morgens
Leipzig 2017 © Eva Bergschneider

Es fühlt sich fast an wie heimkommen, wenn man die gläsernen Hallen der Leipziger Messe betritt, die sich mit Büchersüchtigen füllt. Das Foto habe ich ein bisschen geschummelt, denn die Sonne ließ sich erst am Freitag blicken. Mindestens genau so schön wie die Sonne ist hier der Schriftzug  auf den Treppenstufen „Für das Wort und die Freiheit“, die sicherlich wichtigste Botschaft  der Leipziger Buchmesse.

Programmpunkt Donnerstag: Leute treffen und labern

Den ersten Messetag hatte ich mir von Terminen freigehalten und konnte mich daher ganz in Ruhe auf den Programmpunkt des Tages konzentrieren. Dazu bedurfte es keinerlei Aktionismus, denn schon im Presseclub liefen mir Blogger über den Weg, die ich vom NRW Bloggerstammtisch kenne und im Flur kamen weitere Buchmessebekanntschaften dazu.

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Presse und Bloggertreffen mit Brandon Sanderson auf der #lbm17

Treffen mit Sanderson, Journalisten und Blogger, Piper-Verlag © Eva Bergschneider
Treffen mit Sanderson © Eva Bergschneider

Nebelwelten im Stillsessel

„Ich arbeite am liebsten in dem Sessel, in dem meine Frau unsere Kinder gestillt hat.“

Auf der Frankfurter Buchmesse 2016 erfuhr ich im Gespräch mit Barbara Romeiser vom Piper-Verlag, dass der Bestsellerautor Brandon Sanderson seinen deutschen Verlag, von Heyne zu Piper, gewechselt hat. Im Vorprogramm des Verlags war bereits sein erstes Piper-Buch mit dem Titel „Schatten über Elantel“ zu finden. Um Brandon Sanderson und sein neues Werk einzuführen, plante der Verlag ein Treffen mit Journalisten und Bloggern, die über Phantastik-Literatur schreiben. Auf der nächsten Buchmesse letzte Woche in Leipzig war es dann soweit. Im Kongresszentrum hatten wir Gelegenheit, Brandon Sanderson zu treffen und ihm alle Fragen zu stellen, die uns unter den Nägeln brannten.

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Interview mit Justin Cronin

Über Strukturen, Beziehungen und essentielle Fragen in der Passage-Trilogie

Justin Cronin © Julie Soefer
Justin Cronin © Julie Soefer

„Ich habe einfach vier herkömmliche Formen weiblicher Stärke genommen und auf vier Charaktere verteilt. Amy hat die spirituelle und intuitive Stärke, Sara die mütterliche, Lore die sinnliche und Alicia die der Kriegerin.“

Almut Oetjen  sprach mit Justin Cronin über sein Leben und über die Passage-Trilogie. Ihre Fragen an den Autor thematisieren alle drei Bände, daher waren leichte Spoiler im Interview nicht zu vermeiden.

Phantastisch-lesen: Beginnen wir damit, wer Sie sind. Würden Sie uns etwas über sich erzählen? Soweit ich weiß, sind Sie als Autor von Belletristik angefangen und haben sich mit der Passagen-Trilogie der Genreliteratur zugewandt.

Justin Cronin: Ich bin ein Ehemann, Vater von zwei beinahe erwachsenen Kindern, der zufällig Romane schreibt, damit seinen Lebensunterhalt bestreitet und hierüber sehr glücklich ist.

Phantastisch-lesen: Beschreiben Sie uns bitte einen typischen Arbeitstag als Autor. Sind Sie ein organisierter Autor?

Justin Cronin: Ich bemühe mich, organisiert zu sein. Im Allgemeinen schreibe ich von 9-15 Uhr, treibe danach ein wenig Sport (derzeit schwimme ich überwiegend), hole meinen Sohn von der Schule ab, so sieht ein Tag aus.

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